Nach schwächeren US-Daten
Eurokurs steigt wieder über 1,35 Dollar

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Freitag nach etwas schwächeren Konjunkturdaten aus den USA wieder über 1,35 Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,3 525 Dollar, nachdem sie am Morgen noch bei 1,3 480 Dollar notiert hatte. Die EZB hatte den Euro-Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3 486 (Donnerstag: 1,3 527) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 415 (0,7 393) Euro.

"Der Euro ist vor allem von den überraschend gesunkenen US-Einzelhandelsumsätzen gestützt worden", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Gleichwohl sei die Marktreaktion "verhalten" ausgefallen. Die Daten hätten eigentlich eine deutlichere Unterstützung für den Euro nahegelegt. Ansonsten sei der Handel vor dem Wochenende ruhig verlaufen. In den USA waren die Einzelhandelsumsätze im April um 0,2 Prozent zurückgegangen, während Volkswirte zuvor mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet hatten.

In der kommenden Woche stünden vor allem die US-Verbraucherpreise im Blickpunkt, sagte Praefcke. Die Daten, die am Dienstag veröffentlicht werden, würden weiteren Aufschluss über die Inflationsrisiken in den USA geben. Auch lieferten sie Hinweise für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Zuletzt hatte die Fed die Teuerung erneut als Hauptsorge für die Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft bezeichnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68 130 (0,68 070) britische Pfund , 161,46 (162,86) japanische Yen und auf 1,6 439 (1,6 473) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 669,00 (673,50) Dollar gefixt.

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