Nach Trumps Pressekonferenz: Euro auf höchsten Stand seit Jahresbeginn

Nach Trumps Pressekonferenz
Euro auf höchsten Stand seit Jahresbeginn

Nach der ersten Pressekonferenz Donald Trumps herrscht Enttäuschung. Er verlor kein Wort zu seiner Wirtschaftspolitik. Das beendet den Höhenflug des Dollars vorerst, der Euro holt am Donnerstag ein knappes Prozent auf.
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New YorkDer Euro hat am Donnerstag im frühen Handel an seine deutlichen Gewinne vom Vortag angeknüpft und ist auf den höchsten Stand seit Ende Dezember gestiegen. Nach der ersten Pressekonferenz seit den US-Wahlen mit dem künftigen Präsidenten Donald Trump war der Dollar bereits am Mittwoch unter Druck geraten.

Die europäische Gemeinschaftswährung stieg im Gegenzug deutlich und kletterte zum Donnerstagnachmittag um bis zu 0,9 Prozent auf bis zu 1,0670 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0503 (Dienstag: 1,0567) Dollar festgesetzt.

„Wer sich von der gestrigen Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten neue Details zu seinen Wirtschaftsplänen erhofft hat, wurde enttäuscht“, erklärte Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank, die Dollar-Schwäche. Schließlich habe es kein Wort über Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen gegeben. Die Hoffnung auf ein Konjunkturpaket stehe damit weiterhin auf wackligen Füßen.

Dominierende Themen bei der Pressekonferenz waren stattdessen jüngste unbewiesene Berichte, wonach Russland belastendes Material gegen Trump besitze, sowie Trumps Pläne, wie er künftig seine Tätigkeit als Präsident von seinen Privatgeschäften trennen will. Außerdem wetterte Trump erneut gegen Mexiko und China und kündigte an, mit dem Bau der Mauer zum südlichen Nachbarland möglichst bald zu beginnen.

Während der Pressekonferenz fiel der mexikanische Peso auf ein neues Rekordtief, so dass zwischenzeitlich erstmals in der Geschichte ein Dollar über 22 Peso wert war. Im Anschluss pendelte sich der Peso-Kurs aber schnell wieder auf dem Ausgangsniveau vor Trumps Auftritt ein. Wegen der hohen Abhängigkeit Mexikos vom Handel mit den USA reagiert der Peso besonders stark auf politische Entwicklungen im nördlichen Nachbarland. Seit dem Wahlsieg Trumps im November hat der Peso etwa 20 Prozent an Wert eingebüßt.

Unterdessen bleibt die türkische Lira weiter schwach, erreichte am Donnerstag aber zunächst kein neues Rekordtief. Inzwischen müssen Händler für einen Euro mehr als 4 Lira hinblättern. Seit geraumer Zeit ist die türkische Währung vor allem wegen Terroranschlägen und der politischen Unsicherheit unter Druck. Aktuell sorgt außerdem die geplante Verfassungsreform in der Türkei für Unsicherheit. Seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 hat die Lira im Verhältnis zum Dollar rund ein Drittel ihres Wertes verloren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach Trumps Pressekonferenz: Euro auf höchsten Stand seit Jahresbeginn"

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  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
    Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:34 Uhr
    Nazi-Krankenkasse plant Lager für adipöse Menschen in Nord-Korea.

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