Nach US-Arbeitsmarktbericht
Euro ist im Aufwind

Die schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Euro in Richtung eines Zweijahreshochs getrieben. In den USA sind deutlich weniger neue Stellen geschaffen worden als von Analysten erwartet.
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FrankfurtÜberraschend schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Euro am Dienstag in Richtung eines Zweijahreshochs getrieben. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg am Nachmittag bis auf 1,3769 US-Dollar und kostete damit soviel wie seit Mitte November 2011 nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3674 (Montag: 1,3667) Dollar festgesetzt.

In den USA sind im September deutlich weniger neue Stellen geschaffen worden als von Analysten erwartet. „Unter dem Strich verfehlte der Arbeitsmarktbericht die Erwartungen klar“, kommentierte Postbank-Ökonom Thilo Heidrich. Vor diesem Hintergrund sei es mehr als fraglich, ob die Fed noch in diesem Jahr mit der Drosselung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe beginne. Auch Anleger zweifeln an einer Einschränkung der Geldflut und setzen deshalb auf einen sinkenden Dollarkurs.

Die für die Zinspolitik der Fed wichtige Arbeitslosenquote sank zwar um 0,1 Prozent auf 7,2 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren. Beobachter erklären dies aber nicht zuletzt damit, dass sich immer mehr frustrierte Arbeitslose vom Jobmarkt abwenden. „Der Rückgang der Quote in den vergangenen Jahren ist auch auf eine sinkende Erwerbsbevölkerung zurückzuführen“, sagte Experte Heidrich. Das relativiere den positiven Trend.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84760 (0,84650) britische Pfund, 134,52 (134,17) japanische Yen und 1,2355 (1,2352) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1333,00 (1317,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 360,00 (30 450,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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