Nach US-Lagerbestandsdaten
Ölpreise legen zu

Die Ölpreise haben am Mittwoch nach gemischt ausgefallenen Lagerbestandsdaten aus den USA zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete am späten Nachmittag 92,96 US-Dollar. Das waren 18 Cent mehr als zu Handelsschluss am Vortag.

HB LONDON/NEW YORK. Vor Bekanntgabe der Daten hatte WTI-Rohöl noch bei 92,10 Dollar notiert. Auch ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich. Zuletzt kostete Brent-Rohöl 93,26 Dollar und damit 40 Cent mehr als am Vortag. Vor den Daten lag der Brent-Preis bei knapp unter 93 Dollar.

Laut Experten sind die jüngsten Ölbestandsdaten aus den USA gemischt ausgefallen. So seien die Rohölvorräte mit 1,1 Millionen Barrel zwar schwächer als erwartet gestiegen, auf der anderen Seite sei der Bestandsrückgang bei Heizöl und Diesel (Destillate) mit 0,1 Millionen Barrel überraschend gering ausgefallen. Die Benzinbestände stiegen unterdessen mit 1,7 Millionen Barrel wie erwartet.

Die Internationale Energieagentur (IEA) nahm am Mittwoch ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr leicht von 87,8 auf 87,6 Millionen Barrel zurück. Hintergrund ist die Abschwächung der US-Konjunktur nach der Hypothekenkrise. „So wie der Nachfragestoß 2004 den Ölmarkt für die folgenden drei Jahre geformt hat, so könnte dies jetzt die Abschwächung tun“, schreibt die IEA in ihrem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Ölmarktbericht.

Statt 2,2 Prozent erwartet die IEA jetzt ein Nachfragewachstum von 1,9 Prozent im laufenden Jahr. Ziehe man die Wetterfaktoren ab, sei der Trend noch schwächer. Bei der Förderung könnten in den kommenden zwei Jahren neue Kapazitätsreserven aufgebaut werden.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) war am Dienstag nach dem kräftigen Preisschub am Vortag weiter gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) aus den OPEC-Fördergebieten durchschnittlich 89,78 US-Dollar. Das waren 60 Cent mehr als am Montag. Die OPEC berechnet ihren sogenannten Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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