Nach Vortagsverlusten
Euro erholt sich

Der Euro hat sich nach massiven Verlusten an den Vortagen wieder erholt. Dazu haben neben der freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten auch Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA beigetragen.
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FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Dienstag etwas von seinen deutlichen Vortagesverlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3204 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise nur 1,3162 Dollar gekostet, nachdem er am Montag noch deutlich über der Marke von 1,33 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3181 (Montag: 1,3251) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7587 (0,7547) Euro.

„Weil es keinen Gegenwind von den Finanzmärkten gab, hat sich der Euro etwas erholt“, sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen. Die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten habe den Euro gestützt. Zudem haben sich sowohl der Rettungsfonds EFSF als auch Spanien relativ problemlos an den Finanzmärkten refinanziert. Die Risikoaufschläge für Anleihen der Krisenländer der Eurozone gingen zurück.

Aber auch Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA hätten für eine freundlichere Stimmung gesorgt, sagte Umlauf. Er verwies auf die überraschend gestiegenen Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember.

Die US-Einzelhandelsumsätze seien zwar nicht ganz so stark gestiegen wie erwartet, deuteten aber auf ein robustes Wachstum im vierten Quartal hin. Nach den starken Kursverlusten am Montag sei jedoch aus technischer Sicht die Gefahr gewachsen, dass der Euro in den kommenden Tagen weiter unter Druck geraten könne, sagte Umlauf.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84625 (0,84800) britische Pfund, 102,60 (103,12) japanische Yen und 1,2345 (1,2349) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1672,50 (1659,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.930,00 (40.020,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Aus der Frankfurter Rundschau:
    „Die Zahl der Suizide in Griechenland hat sich zumindest verdoppelt, wenn nicht verdreifacht“

    http://www.fr-online.de/panorama/schuldenkrise-selbstmordrate-in-griechenland-steigt,1472782,4534020.html

  • Der Vorteil eines schwachen Euro sind dass die Gewinne die im Euroraum erwirtschaftet werden wieder in den Euroraum reinvestiert werden.
    Mit einem starken Euro würden die Konzerne die Gewinne ins Nichteuroraum reinvestieren.
    Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 40% in Spanien und Portugal, 30% in Italien (Tendenz steigend) scheint mir die aktuelle Bewertung des Euro angebracht und der Wirtschaftskraft der gesamten Währungsunion zu entsprechen.
    Auch die Einfuhren dürften abnehmen das jetzt der Euroraum wieder wettbewerbsfähig, was die Preise betrifft, geworden ist.

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