Nachfrage aus China: Rohstoffpreise ziehen an

Nachfrage aus China
Rohstoffpreise ziehen an

Die Furcht vor einem Einbruch der US-Konjunktur hatte die Rohstoffpreise in den vergangenen Wochen belastet. Jetzt ruht die Hoffnung einmal mehr auf China. Das Riesenreich meldet vielversprechende Daten. Auch der Goldpreis legt wieder zu - aber aus anderen Gründen.
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HB FRANKFURT. Die zuversichtliche Stimmung im verarbeitenden Gewerbe Chinas treibt am Mittwoch die Rohstoffpreise an.

Der Kupferpreis stieg auf ein Vier-Monats-Hoch. Die Tonne des unter anderem in der Elektro- und Bauindustrie verwendeten Metalls verteuerte sich um bis zu zwei Prozent auf 7585 Dollar je Tonne. "Die grundlegende Stärke in dieser Wirtschaft hält an, so dass die Rohstoffnachfrage und auch die Nachfrage nach Öl in den nächsten Jahren weiter stark sein wird", sagte Rohstoffanalyst Ben Westmore von der National Australia Bank unter Hinweis auf China.

Der Ölpreis hat sich wieder über 72 Dollar stabilisiert, nachdem am Vorabend ein überraschend starker Anstieg der wöchentlichen Rohölbestände in den USA den Preis um 3,7 Prozent hatte einbrechen lassen. Händler begründeten die Erholung ebenfalls mit dem leicht besserem Einkaufsmanagerindex in China. Zeitweise verteuerte sich das Fass um ein Prozent auf 75 Dollar.

Der US-Ölpreis hat im August sieben Dollar oder fast neun Prozent verloren. Das ist der größte monatliche Verlust seit Mai. Auslöser der Verkäufe am Ölmarkt waren enttäuschende US-Konjunkturdaten, die die Angst der Anleger vor einem Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession schürten. Das Jahrestief erreichte der WTI-Kontrakt am 20. Mai mit 64,24 Dollar.

Aus anderen Gründen ist der Goldpreis erstmals seit Ende Juni wieder über die Marke von 1250 Dollar geklettert. Die Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich um bis zu 0,3 Prozent auf 1252,55 Dollar. In Euro gerechnet fiel die Notierung hingegen um 0,6 Prozent auf 987,80 Euro. "Vor allem scheint sich der Markt auf die sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik in den USA zu konzentrieren", heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank unter Hinweis auf Aussagen von US-Präsident Barack Obama. Dieser hatte kürzlich neue Konjunkturprogramme in Aussicht gestellt.

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