Nachfrage-Impulse kommen vor allem aus China
Experte erwartet stark steigende Silberpreise

Eine weiterhin positive Entwicklung der Silberpreise prognostizieren die auf Edelmetallmärkte spezialisierten Fachleute von GFMS in London. In einer für das Silver Institute in Washington erstellten Studie kommt das von Philip Klapwijk geführte Analysten-Team zu der Überzeugung, dass nachhaltige Veränderungen in der Angebots/Nachfrage-Situation eine Fortsetzung des Aufwärtstrends am Silbermarkt erwarten lassen.

FRANKFURT/M. „Der Silberpreis wird im Jahr 2005 das Hoch des vergangenen Jahres von fast 8,30 Dollar je Feinunze übersteigen“, sagte Klapwijk in einem Handelsblatt-Gespräch. Der durchschnittliche Silberpreis war im Jahr 2004 von 4,88 auf 6,66 Dollar in die Höhe geschossen. Das war der höchste Durchschnittspreis seit 17 Jahren. „Trotz unserer positiven Preisprognose glauben wir nicht, dass sich ein solch 36-prozentiger Preissprung im Jahr 2005 wiederholen wird“, sagte Klapwijk. In den ersten Monaten dieses Jahres lag Silber im Mittelwert bei sieben Dollar.

„Entscheidend für die zuletzt positive Preisentwicklung war die stabile Nachfrage der Silberverarbeiter und das starke Interesse der Anleger“, sagt Klapwijk. Er sieht deutliche Anzeichen dafür, dass sich die Investoren auch in diesem Jahr weiter stark für Silber als alternative Kapitalanlage interessieren werden.

Die Silbernachfrage des verarbeitenden Gewerbes (industrielle Verarbeitung, Fotobranche, Schmuckbranche, Prägeanstalten für Münzen und Medaillen) sei im Jahr 2004 zwar um zwei Prozent gefallen, doch sei dies vor dem Hintergrund des hohen Preises ein Erfolg. Die Nachfrage der Fotoindustrie sei 2004 im fünften Jahr in Folge deutlich gefallen und werde auch 2005 rückläufig sein. Der Fachmann erwartet für das laufende Jahr einen starken Anstieg der Silbernachfrage aus Indien und China.

Der Preis des optisch günstigsten Edelmetalls sei auch durch einige positive Entwicklungen auf der Angebotsseite gestützt worden. So seien die Verkäufe aus offiziellen Regierungsbeständen – nicht zuletzt wegen der deutlich geringeren Abgaben Chinas – im vergangenen Jahr weltweit deutlich niedriger ausgefallen. Andererseits sei die weltweite Minenproduktion jedoch um 23,2 auf 634,4 Mill. Feinunzen gestiegen. Der Experte von GFMS weist darauf hin, dass das weltweite Silberangebot wegen der Eröffnung neuer Minen ab 2006 wieder stärker steigen dürfte.

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