Nachfragesorgen
Ölpreise fallen zurück

Wir die europäische Schuldenkrise zu einer Konjunkturbremse? Am Ölmarkt befürchten das einige Händler. Das schürt Sorgen vor einem Nachfragerückgang, die Preise geben etwas nach.
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DüsseldorfDie Nervosität der Anleger angesichts der Schuldenproblematik auf beiden Seiten des Atlantiks hat am Montag den Ölpreis gedrückt. Viele Anleger fürchten, dass letztlich die Konjunktur in Europa und den USA unter der Schuldenmisere leiden könnte. Ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um rund ein Prozent auf 116,12 Dollar, WTI kostete mit 96,53 Dollar 0,7 Prozent weniger.

„Diese Woche wird der Fokus des Marktes auf den Verhandlungen in den USA über die Schuldenobergrenze bleiben - und - vielleicht noch wichtiger - auf der Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs beim Sondergipfel am Donnerstag“, erklärten die Analysten von MF Global.

Tatsächlich machen Demokraten und Republikaner bei den Verhandlungen bislang kaum Fortschritte. Einigen sie sich nicht, droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit.

Neben der Schuldenmisere lasteten Spekulationen über die Freigabe weitere Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) auf dem Ölpreis. Im Juni waren 60 Millionen Barrel freigegeben worden, was den Brent-Preis zeitweise auf 102,28 Dollar gedrückt hat. Am 23. Juli treffen sich Vertreter der IEA erneut, um über die Lage zu beraten.

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nachfragesorgen: Ölpreise fallen zurück"

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  • Der Ölpreis ist in den letzen Wochen kontinuierlich gefallen, die Bundestegierung hat aus ihren Reserven Öl auf den Markt gebracht und was ist geschehen? Die Preise sind im gleiche Zeitraum an allen Tankstellen sukzesiv gestiegen.
    Natürlich gibt es keine Absprachen der Ölkonzerne und mit der Urlaubszeit haben die hohen Kraftstoffpreise auch nichts zu tun...., wer es denn glaubt.

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