Nahe den Vortageskursen
Euro-Kurs gibt wieder leicht nach

Der Euro hat sich am Freitag in engen Spannen zum Dollar bewegt und sich nach Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten dabei wieder dem Niveau vom Vortag angenähert.

Reuters FRANKFURT. Die US-Verbraucherpreise stiegen im Juli erwartungsgemäß um 0,2 % zum Vormonat nach ebenfalls plus 0,2 % im Juni. Ohne Berücksichtigung von Energie- und Nahrungsmittelkosten zogen die Preise um wiederum 0,2 % an, nachdem sie im Vormonat unverändert geblieben waren. Die Zahlen waren mit Spannung erwartet worden. Im Wochenverlauf hatte die US-Notenbank Fed erklärt, ihre Hauptsorge gelte auf absehbare Zeit dem Risiko eines weiteren Inflationsrückgangs.

Am Nachmittag notierte der Euro mit 1,1265 Dollar nach 1,1275 Dollar zum Handelsschluss am Vorabend in New York. Insgesamt bewegte sich die Gemeinschaftswährung in einer engen Spanne zwischen 1,1242 und 1,1289 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte den Referenzkurs mit 1,1247 (Donnerstag 1,1270) Dollar. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,1265 (1,1281) Dollar festgestellt.

Neue Impulse für den Devisenmarkt könnten Marktteilnehmern zufolge im Handelsverlauf von weiteren Konjunkturindikatoren aus den USA ausgehen. Es stehen noch Daten zur Industrieproduktion, zur Kapazitätsauslastung in der Industrie und der vorläufige Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan an.

Im Tagesverlauf am Freitag konnte sich der Dollar von kurzfristigen Verlusten nach Stromausfällen im Nordosten der USA und Kanadas erholen. Die Furcht, die Stromausfälle seien auf Sabotage zurückzuführen, hatte in den USA Erinnerungen an die Anschläge vom 11. September 2001 geweckt und damit vorübergehend eine Verkaufswelle für den Dollar ausgelöst. „Wenn die Ursache eines solchen Zwischenfalls nicht bekannt ist, dann denken die Leute an einen Anschlag“, sagte ein Analyst. „Aber die Leute haben schnell begriffen, dass wohl kein terroristischer Anschlag dahinter steckte, also brach am Markt keine Panik aus.“

Einer der größten Stromausfälle in der Geschichte Nordamerikas stürzte am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) mehrere Metropolen im Nordosten der USA und Kanadas ins Chaos. Mill. Menschen waren stundenlang ohne Strom. U-Bahnen blieben stehen, Aufzüge steckten fest. Der New Yorker Gouverneur George Pataki verhängte den Notstand über den Bundesstaat.

An den Finanzmärkten profitierten vor allem die Festverzinslichen weltweit von den Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Stromausfall. In Krisenzeiten gelten Renten auf Grund der festen Renditen, die sie garantieren, als sichere Anlageform und werden von Investoren bevorzugt.

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