Nervöser Handel
Goldkurs holt Tagesverluste wieder auf

Der Goldpreis hat am Donnerstag im europäischen Geschäft etwas angezogen. Nach über weite Strecken nervösem Handel und einem Fall des gelben Metalls auf ein neues Fünfeinhalb-Jahre-Tief bei 378,50 Dollar je Feinunze, zogen die Notierungen im späten Handel auf Grund des schwächer als erwarteten US-Wachstums im ersten Quartal im Sog des nachgebenden Dollar an.

HB LONDON. Gold notierte gegen 16:30 Uhr bei 386,20/387,00 Dollar nach 385,45/386,15 Dollar am Vorabend. Das Nachmittagsfixing in London lautete auf 386,00 Dollar nach 382,75 Dollar am Vormittag und 392,25 Dollar nach 396,75 Dollar am Mittwochnachmittag. Eine Schweizer Grossbank gab den Gold-Kilopreis mit 15.935/16.185 (Vorabend 16.107/16.357) sfr an.

Ein schwacher Dollar macht das in der US-Devise angeschriebene Gold für Anleger ausserhalb des Dollarraums günstiger.

Die US-Wirtschaft wuchs im ersten Vierteljahr annualisiert um 4,2 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,0 Prozent gerechnet. „Es sind die üblichen Überreaktionen“, sagte ein Händler zu der Devisen- und auch Goldbewegung. Fonds, die sich am Vortag von ihren Gold-Positionen getrennt hätten, könnten zu Deckungskäufen gezwungen gewesen sein, sagte er.

Am Vortag war Gold nach Äusserungen von Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao, es seien konsequente Schritte nötig, um ein Überhitzen der Wirtschaft des Landes zu verhindern, abgesackt. Chinas boomende Wirtschaft war in diesem Jahr der grösste Abnehmer von Rohstoffen.

Silber notierte stabil zum Vorabend bei 5,88/5,92 Dollar.

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