Neue Höchststände angepeilt
Währungsexperten erwarten starken Euro

Euro wird sich nach jüngsten Kursverlusten gegenüber dem Dollar bis zum Jahresende erholen und dürfte neue Höchststände markieren, erwarten Devisenexperten. Auslöser seien die erwartete Zinssenkung der US-Notenbank. Gleichzeitig stelle die europäische Zentralbank den Märkten eine Zinserhöhung in Aussicht.

Bloomberg NEW YORK. In der vergangenen Woche prognostizierten die US-Investmentbanken Goldman Sachs und Merrill Lynch eine Aufwertung des Euros gegenüber dem Dollar bis zum Jahresende um bis zu sechs Prozent. Nachlassende Sorgen im Hinblick auf die Auswirkungen der Subprime-Krise veranlassten auch die Citigroup, den größten Finanzdienstleister in den USA, zur Einschätzung, dass ein Kursanstieg des Euro auf bis zu 1,42 Dollar bis zum Jahresende von 1,3675 am 24. August wahrscheinlich sei.

Auf dem Höhepunkt der Subprime-Krise fiel der Euro um bis zu 3,5 Prozent, nachdem er zuvor am 24. Juli auf ein Hoch von 1,3852 Dollar geklettert war. „Während der Kreditklemme haben wir, wie alle anderen, reflexartig Dollar gekauft.“, sagte Phil McHugh, Vermögensverwalter bei Currencies Direct in London. „Der Dollar hat den Ruf eines sicheren Hafens, aber wir sehen das nur als ein kurzes Aufblinken.“ Der Euro werde seine Verluste wieder gutmachen, sagt McHugh. Nachdem die Zentralbanken mehr als 200 Mrd. Dollar in die Geldmärkte gepumpt haben, um das Anlegervertrauen zu stabilisieren, erwarte er einen Anstieg auf 1,40 Dollar.

Angesichts der Tatsache, dass die Ursache der jüngsten Kursturbulenzen in Verlusten mit zweitklassigen Hypothekenkrediten in den USA zu verorten ist, erwarten die meisten Währungsspezialisten, dass die Auswirkungen in erster Linie zu einer Abschwächung der US-Konjunktur führen werden. Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für die USA für das laufende Jahr bereits von 2,2 auf 2 Prozent gesenkt und gleichzeitig die Prognose für die Länder der Eurozone von 2,3 auf 2,6 Prozent angehoben.

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