Neuer Verbandspräsident kommt aus Kuwait
Märkte zeigen Opec die kalte Schulter

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat es trotz Anhebung ihrer Förderquoten nicht geschafft, den neuerlichen Preisanstieg des wichtigen Rohstoffs zu stoppen.

HB WIEN/DÜSSELDORF. Die Opec hob zwar die Obergrenze mit Wirkung vom 1. November um eine Million Barrel oder vier Prozent auf 27 Millionen Barrel an. Das sagte der kuwaitische Ölminister und künftige Opec-Präsident Scheich Ahmad Fahad al Ahmad al Sabah gestern auf der Herbsttagung der Organisation in Wien. Allerdings liegt die tatsächliche Produktion schon seit Monaten über den Quoten, so dass die Entscheidung keine Auswirkungen auf den Ölmarkt hatte: Die Preise zogen in London und New York weiter an.

„Der Markt ist gut versorgt mit Öl“, sagte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro. Für den hohen Preis sei vielmehr eine Reihe von Risiken verantwortlich (siehe unten „Risiken“). „Wir glauben, dass alle Risikofaktoren zusammen etwa zehn bis 15 Dollar im Gesamtpreis ausmachen“, sagte der Opec- Präsident.

Die Märkte reagierten kühl auf die Äußerungen und Beschlüsse. Die bereits vorher gestiegenen Ölpreise zogen weiter an. In London kostete ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent über 42 Dollar und damit rund einen Dollar mehr als am Vortag. In den USA stiegen die Rohölnotierungen auf über 45 Dollar.

„Es ist nur ein symbolischer Schritt der Opec und betrifft die tatsächliche Produktion überhaupt nicht“, kommentierte Sandra Ebner von der Deka-Bank die Entscheidung.

Seite 1:

Märkte zeigen Opec die kalte Schulter

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%