Devisen + Rohstoffe
Neues Allzeithoch für den Euro

Miot 1,2533 Dollar hat der Euro ein neues Allzeithoch erklommen, nachdem schwache US-Konjunkturdaten veröffentlicht worden waren.

HB FRANKFURT/M. Im Nachmittagshandel in Frankfurt stieg der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,2533 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2496 (Montag: 1,2499) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8003 (0,8001) Euro.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA waren allesamt schlechter als erwartet ausgefallen. Dies habe den Druck auf den Dollar noch erhöht, sagten Händler. Das Verbrauchervertrauen in den USA fiel im Dezember unerwartet deutlich von 92,5 Punkten im Vormonat auf 91,3 Punkte. Vor allem der schwache Arbeitsmarkt habe die Stimmung der Verbraucher belastet, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mit. Gleichzeitig sank auch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago im Dezember stärker als erwartet. Der viel beachtete Frühindikator verringerte sich von 64,1 Punkten im November auf 59,2 Punkte im Dezember.

Die bisherige Euro-Aufwertung ist nach Einschätzung von Bundesbankvizepräsident Jürgen Stark kein Anlass zu Beunruhigung und die Folgen sind unterm Strich „nicht unbedingt negativ“. Schließlich gingen nur 10 Prozent der deutschen Exporte in die USA und ein nur etwas höherer Prozentsatz werde in Dollar abgewickelt, aber fast 50 Prozent gingen ins Euro-Währungsgebiet, sagte Stark der „Börsen- Zeitung“ (Mittwochausgabe). Die Verbilligung der Importe dürfe nicht vernachlässigt werden. Der Anstieg des Euro zeige die Verunsicherung an den Märkten „über die Tragfähigkeit des Konjunkturaufschwungs.“

Gelassen gibt sich der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) bezüglich einer möglichen Aufwertung der europäischen Gemeinschaftswährung. Im kommenden Jahr könnten die deutschen Exporte nach Einschätzung des BGA um 4,5 Prozent zum Vorjahr steigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7036 (0,7040) britische Pfund, 133,72 (133,68) japanische Yen und 155,94 (1,5587) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 416,25 (412,00) notiert. Der Kilobarren kostete 10 715 Euro nach 10 675 Euro am Vortag.

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