Neues Rekordhoch markiert
Euro wieder unter 1,24 Dollar

Der Euro ist am Donnerstagmorgen am fünften Handelstag in Folge auf ein neues Allzeithoch von 1,2436 Dollar geklettert. Doch im Tagesverlauf ist die Gemeinschaftswährung wieder unter 1,24 Dollar gefallen. Experten rechnen jedoch in den kommenden Tagen mit einer Fortsetzung der Euro-Rekordjagd.

HB FRANKFURT. Grund für den Rückgang waren nach Einschätzung von Händlern besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt, die den Euro bis auf 1,2362 Dollar drückten.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf einen neuen Rekordwert von 1,2403 (Mittwoch: 1,2337) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8063 (0,8106) Euro.

„Der Euro-Aufwärtstrend bleibt intakt“, sagte DekaBank-Analyst Guido Zimmermann. „Die Bewegung hat eine Eigendynamik, die den Euro in den kommenden Handelstagen auch über 1,25 Dollar treiben kann.“ Der Markt blicke weiter nicht auf die guten US-Konjunkturdaten, sondern vor allem auf das hohe Defizit in der Leistungsbilanz.

Mit dem Rekordhoch, das der Euro nach einem besser als erwartet ausgefallenem Ifo-Geschäftsklimaindex erreicht hatte, markierte die europäische Gemeinschaftswährung an 13 der 14 vergangenen Handelstage ein neues Allzeithoch.

Die Europäische Zentralbank (EZB) bleibt nach Einschätzung der Commerzbank vom Euro-Höhenflug noch unbeeindruckt. „Jüngste Kommentare machen deutlich, dass die Schmerzgrenze für die EZB- Oberen derzeit zumindest noch nicht erreicht ist“, schreibt Devisenexperte Carsten Fritsch in einer Studie. Aus EZB-Quellen sei verlautet, dass erst ab einem Niveau von 1,35 Dollar je Euro mit Interventionen zu rechnen ist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7016 (0,7030) britische Pfund, 133,38 (132,76) japanische Yen und 1,5563 (1,5539) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 407,50 (408,00) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 640 (10 655) Euro.

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