Newsblog – Blockchain, Bitcoin, Ripple Irans Zentralbank untersagt Geschäfte mit Kryptowährungen

Die iranische Notenbank hat den Finanzinstituten der islamischen Republik Transaktionen mit Kryptowährungen verboten.
Update: 23.04.2018 - 13:03 Uhr 13 Kommentare
Nach einem Rekordhoch von um die 20.000 Dollar im Dezember 2017 hatte Bitcoin zuletzt deutliche Rückschläge erfahren - bis zum Donnerstag. Quelle: Reuters
Bitcoin im Aufwind

Nach einem Rekordhoch von um die 20.000 Dollar im Dezember 2017 hatte Bitcoin zuletzt deutliche Rückschläge erfahren - bis zum Donnerstag.

(Foto: Reuters)

Viele Investoren sind stark an Bitcoin, Ripple oder Ethereum interessiert, doch auch Kriminelle haben eine Vorliebe für Krypto-Zahlungsmittel. Aktuelle Entwicklungen im Newsblog.

+++ 24. April, 12:58 Uhr +++

Irans Zentralbank untersagt Geschäfte mit Kryptowährungen

Die iranische Notenbank hat den Finanzinstituten der islamischen Republik Transaktionen mit Kryptowährungen verboten. Die Zentralbank sorge sich, dass das Digitalgeld zur Geldwäsche eingesetzt werden könnte, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Experten befürchten, dass Cyberdevisen wie Bitcoin auch für Steuerhinterziehung und die Finanzierung von Terrorismus genutzt werden.

Die Währungskrise im Iran hatte sich zuletzt zugespitzt. Die iranische Währung (Rial) war wegen Ängsten vor Sanktionen im Atomstreit auf ein Allzeittief zum Dollar gefallen. Zahlreiche Anleger nutzen Bitcoin und andere virtuelle Währungen, um ihre Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Eine ähnliche Praxis ist etwa aus Venezuela bekannt.

+++ 13. April, 12:23 Uhr +++

Bitcoin im Wert von drei Millionen Dollar in Indien geraubt

Auf der indischen Kryptowährungshandelsplattform Coinsecure sind 438 Bitcoin im Wert von rund drei Millionen US-Dollar gestohlen worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Angeblich soll ein Mitarbeiter der Krypto-Börse in Delhi dahinter stecken, bestätigt wurde das aber noch nicht.

Der Mitarbeiter sagte, er habe die Bitcoin an Kunden der Plattform austeilen wollen. Während des Vorgangs seien die Bitcoin dann „verloren gegangen“. Die Muttergesellschaft Secure Bitcoin Traders teilte mit, dass das System nicht gehackt oder gestört worden sei.

Das Unternehmen arbeitet nun daran, das Geld zurückzuerlangen, und versicherte seinen Kunden, dass alle Betroffenen entschädigt würden.

+++ 14:09 Uhr +++

Bitcoin mit plötzlichem Kurssprung

Die Kryptowährung Bitcoin hat den größten Kurssprung innerhalb eines Tages seit Dezember 2017 verzeichnet. Bitcoin legte am Donnerstagvormittag mehr als 16 Prozent zu und durchbrach zunächst die Marke von 7.000 Dollar und wenige Minuten später auch die Marke von 8.000 Dollar. Kurz danach gab es einen Rücksetzer auf etwa 7.600 Dollar – dennoch ein Plus von 12 Prozent zum Vortag.

Nach einem Rekordhoch von um die 20.000 Dollar im Dezember 2017 hat Bitcoin zuletzt deutliche Rückschläge erfahren. Immer wieder gibt es aber auch wieder deutliche Gegenbewegungen wie am Donnerstag. (Bloomberg)

+++ 12. April, 11:35 Uhr +++

Bankkunden klagen gegen Krypto-Gebühren von JP Morgan

Kunden von JP Morgan haben Klage gegen die US-amerikanische Großbank eingereicht. Der Grund: Seit Anfang des Jahres verlangt das Institut Gebühren und Zinsen von Kunden, die mit ihrer JP-Morgan-Kreditkarte auf Internetplattformen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum kaufen.

Treibende Kraft hinter der Klage ist ein Krypto-Investor aus Idaho. Ihm zufolge hat JP Morgan im Januar 2018 plötzlich begonnen, seine Kryptowährungskäufe auf Internetplattformen als Bargeld-Auszahlungen zu verbuchen, statt als Onlinekäufe. Die Bank habe daraufhin Zinsen von 30 Prozent und weitere Gebühren verlangt.

+++ 9. April, 15:49 Uhr +++

Bande in Spanien wäscht mit Bitcoins Drogengelder – Polizei schlägt zu

Ermittler haben eine spanische Bande ausgehoben, die mit Hilfe der Kryptowährung Bitcoin Drogengelder gewaschen haben soll. Das Geld stamme aus Kolumbien, teilte Europol am Montag in Den Haag mit. Elf Menschen seien in Spanien festgenommen worden. Gegen 137 Verdächtige werde noch ermittelt.
Die Bandenmitglieder seien gezielt von kolumbianischen Drogensyndikaten als Geldwäscher angeheuert worden, wie Europol mitteilte. Die Geldwäscher hatten nach Angaben von Europol mit dem Drogengeld vor allem Kryptowährungen als neuen Deckmantel benutzt und vorwiegend Bitcoins gekauft. Diese hätten sie dann über ein finnisches Wechsel-Büro in kolumbianische Pesos getauscht und auf Konten in Kolumbien überwiesen.
Die spanischen Ermittler haben nach eigenen Angaben mehr als acht Millionen Euro auf 174 Bankkonten sichergestellt. Beim herkömmlichen „Smurfing“ werden kleinste Summen auf hunderte Konten eingezahlt und dann in einem anderen Land mit Kreditkarten wieder abgehoben. Dies hinterlasse aber mehr Spuren als der Wechsel-Trick mit Bitcoins, wie Europol mitteilte.

+++ 6. April 2018, 17:55 Uhr +++

Mt.Gox-CEO Mark Karpeles: „Ich will diese Milliarde Dollar nicht“

Der Chef der insolventen Kryptobörse Mt.Gox, Mark Karpeles, auf seine Forderungen aus der Insolvenzmasse der Pleite-Börse verzichten. Vor Kurzem begann der japanische Insolvenzverwalter, Gläubiger aus dem Verkauf der 200.000 bei der Pleite sichergestellten Bitcoins zu entschädigen. Allerdings bekommen auch Besitzer der Börse – Mark Karpeles und Jeb McCaleb – aus der Insolvenzmasse Geld.

Nach Entschädigung an die Gläubiger würden den beiden noch 160.000 Bitcoins bleiben, wovon Karpeles nun den Bärenanteil hält – umgerechnet über eine Milliarde Dollar. Allerdings sei die Situation, so wie sie is, besonders „scheußlich“ gegenüber den Gläubigern, schreibt Karpeles auf Reddit.

„Ich will diese Milliarde nicht“, schreibt der Mt.Gox-Gründer. Er wolle mit der ganzen Sache so schnell wie möglich abschließen. „Im Herzen bin ich ein Ingenieur. Ich möchte Gebäude bauen“, so Karpeles. Die Pleite von Mt.Gox tue ihm „für immer leid“

+++ 10:20 Uhr +++

Online-Broker Monex übernimmt Coincheck

Der japanische Online-Broker Monex Group kauft die von einem Hacker-Skandal erschütterte Kryptobörse Coincheck. Monex werde Coincheck für 27,45 Millionen Euro zu 100 Prozent übernehmen, teilte das Unternehmen am Freitag in Tokio mit. Das Geschäft solle am 16. April abgeschlossen werden. Monex erhält mit der Übernahme Zugang zur Handelsplattform von Coincheck und zu deren Kundenstamm.

Monex Aktien legten am Freitag um 20 Prozent zu. Dies ist das Maximum, das nach den Regeln der Tokioter Börse für einen Handelstag zulässig ist. Seit Bekanntgabe der Übernahmepläne stiegen die Monex-Aktien um 40 Prozent.

+++ 17:00 Uhr +++

Indien geht gegen Kryptowährungen vor - und denkt über eigene nach

Als nächstes asiatisches Land geht Indien gegen Kryptowährungen vor. Die Notenbank teilte am Donnerstag mit, ab sofort dürften keine von ihr regulierten Finanzinstitute Geschäfte mit individuellen oder wirtschaftlichen Einrichtungen mehr machen, die mit virtuellen Währungen handeln. Für diejenigen, die dies bereits machten, werde eine Frist bekanntgegeben, solche Geschäftsbeziehungen zu beenden. Zur Begründung gaben die Währungshüter Sorgen um Verbraucherschutz, Marktintegrität und Geldwäsche an.

Zugleich lässt die Notenbank prüfen, eine eigene Kryptowährung einzuführen. Es sei eine abteilungsübergreifende Gruppe gebildet worden. Diese solle bis Ende Juni einen Bericht erstellen, der die „Wünschbarkeit und Machbarkeit, eine Digitalwährung der Zentralbank einzuführen“, analysiert.

+++ 5. April 2018, 10:40 Uhr +++

Festnahmen in Südkorea wegen angeblichen Betrugs mit Kryptowährungen

In der Kryptowährungshochburg Südkorea hat es am Donnerstag erstmals Festnahmen wegen angeblichen Betrugs gegeben. Den vier Verdächtigen - darunter der Chef der fünftgrößten Internetwährungsplattform des Landes, Coinnest - werde Veruntreuung von Kundengeldern zur Last gelegt, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sollen Gelder von Kundenkonten auf ihre eigenen transferiert haben´Südkorea ist gemessen am Handelsvolumen das drittwichtigste Land für Kryptowährungen wie Bitcoin. Von Coinnest lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die südkoreanischen Behörden wollen streng gegen illegale Machenschaften mit Cyberwährungen vorgehen.

+++ 3. April 2018, 13:50 Uhr +++

Schlechtestes Krypto-Quartal aller Zeiten

2018 war bislang kein gutes Jahr für Kryptowährungen. Bitcoin hat bis Ende März einen Verlust von mehr als 48 Prozent hinnehmen müssen und fiel von 13.412 Dollar auf knapp 6928 Dollar. Der gesamte Wertverlust des Bitcoin im ersten Quartal beträgt fast 120 Milliarden Dollar. Der bislang größte Verlust im ersten Quartal 2013 belief sich auf ein Minus 37,9 Prozent. Damals fiel der Bitcoin-Wert von 770 Dollar auf 478 Dollar.

Ähnlich sieht es bei Ethereum aus: In den ersten drei Monaten dieses Jahres verlor die Kryptowährung 47,7 Prozent an Wert. Kostete Ethereum zu Jahresbeginn noch 755 Dollar, waren es am 31. März nur noch 395 Dollar.

Am schlechtesten performt jedoch Ripple, die drittgrößte Digitalwährung. Ripple verlor im ersten Quartal ganze 77 Prozent an Wert und fiel von 2,30 Dollar auf knapp 0,51 Dollar. Immerhin war dies nicht der größte Kursverlust: Im ersten Quartal 2014 sank der Ripple-Welt um ganze 96 Prozent.

+++ 29. März 2018, 10:38 Uhr +++

Thailand kündigt neues Regulierungsvorhaben an

In Thailand haben die Behörden neue Regulierungsvorhaben für Kryptowährungen und digitale Börsengange angekündigt. Finanzinstituten in Thailand ist der Handel mit Kryptowährungen bereits verboten worden.

+++ 27. März 2018, 14:45 Uhr +++

Kanadisches Unternehmen kauft goldene Handabdrücke Mandelas per Bitcoin

Die Kryptowährungs-Handelsplattform Arbitrade hat vier goldene Handabdrücke Nelson Mandelas erworben und die Summe von insgesamt 10 Millionen Dollar mit Bitcoin beglichen. Arbitrade möchte mit den Artefakten eine Tour starten, um jungen Menschen weltweit das Leben des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas näherzubringen. Mandela hatte gegen die Apartheid in Südafrika gekämpft und war im Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren verstorben.

+++ 22:30 Uhr +++

Auch Twitter verbietet Werbung für Bitcoin und Co.

Nach Facebook und Google will auch der Kurznachrichtendienst Twitter keine Werbung rund um Kryptowährungen mehr anzeigen. Das Anzeigenverbot gelte ab Dienstag, teilte Twitter mit. Der Bitcoin-Preis gab anschließend vier Prozent nach auf 7920 Dollar. Facebook hatte Ende Januar angekündigt, keine Werbung für Kryptowährungen mehr schalten zu wollen. Google folgte Mitte März.

+++ 15:31 Uhr +++

Softwarefehler ermöglichte theoretisch unbegrenzten Ethereum-Raub

Eine niederländische Fintech-Firma hat einen Softwarefehler bei Coinbase entdeckt. Durch den Bug war es zeitweise theoretisch möglich, sich auf der Handelsplattform für Digitalwährungen eine unbegrenzte Anzahl von Ethereum fälschlicherweise überweisen zu lassen, wie die Tech-Nachrichtenseite TNW berichtete.

Der Bug betraf das Smart-Contract-Setup von Coinbase, also die Computerprotokolle, die die Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen. Mit mehreren Wallets innerhalb eines Smart Contracts bei Coinbase ließ sich dadurch der Ethereum-Kontostand manipulieren. Dazu benötigte man einen Smart Contract mit einigen Ethereum-Wallets, von denen das letzte fehlerhaft eingestellt war, sowie ein wenig Kapital in den funktionierenden Wallets.

Wenn eine Transaktion innerhalb eines Smart Contracts fehlschlägt, wird diese normalerweise wieder rückgängig gemacht. Dies war bei Coinbase durch den Software-Bug zeitweise jedoch nicht der Fall. So ließen sich Ethereum-Beträge von den Wallets auf ein anderes übertragen. Die Transaktion wurde durch das letzte fehlerhafte Wallet im Smart Contract nicht ausgeführt, die Ethereum-Beträge verließen also das Ursprungskonto gar nicht erst – wurden durch den Bug aber dennoch dem Zielkonto gutgeschrieben.

Die Fintech-Firma VI Company entdeckte den Lapsus bereits im vergangenen Dezember. Coinbase beseitigte den Fehler im Januar und zahlte VI Company eine Belohnung von 10.000 US-Dollar, äußerte sich bislang jedoch noch nicht dazu, ob jemand den Softwarefehler dazu nutzte, um sich zu bereichern.

+++ 26. März, 7:48 Uhr +++

Israelische Diamantenbörse bringt Kryptowährung auf den Markt

Die israelische Diamantenbörse in Ramat Gan will mit einem israelischen Start-up eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen. Die Digitalwährung „Carat“ soll schon bald zum Kauf angeboten werden. „So wie sich die Dinge entwickeln, werden wir den ‚Carat’ im Mai in den Handel bringen“, sagte Nadav Perl, einer der Hauptverantwortlichen bei dem Start-up Carats.io, vor Journalisten.

Das Besondere an „Carat“ ist die Deckung der Währung mit Diamanten. Wenigstens 50 Prozent der ausgegebenen Währung werde von Diamanten gedeckt sein, sagte Perl. Dies soll Investoren mehr Sicherheit geben. Die Währung soll es ermöglichen, in Diamanten zu investieren, ohne tatsächlich Diamanten kaufen zu müssen.

Die israelische Diamantenbörse gilt als einer der größten Handelsplätze für Diamanten weltweit. Edelsteine im Wert von sieben Milliarden Dollar (umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro) wurden 2017 hier gehandelt.

+++ 13:43 Uhr +++

Frankreich will Krypto-Börsengänge gesetzlich regeln

Frankreich will die Kapitalaufnahme mit Hilfe von Kryptowährungen zügig regeln. Er habe den früheren Notenbanker Jean-Pierre Landau um die Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs für sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) gebeten, schrieb Finanzminister Bruno Le Maire in einem Beitrag für die Internetseite Numerama.

Dieser solle in einigen Wochen dem Kabinett vorgelegt werden. „Unser Ziel ist simpel: Den Eintritt in die Finanzwelt des 21. Jahrhunderts, in dem wir allen Mitspielern die notwendige Sicherheit für ihre Entwicklung bieten. Wir dürfen die Blockchain-Revolution nicht verpassen.“

+++ 22. März, 04:53 Uhr +++

Kryptowährung Dash eröffnet Repräsentanz in Deutschland

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt für den Betreiber einer Kryptowährung. Dash, das amerikanische Start-up hinter der gleichnamigen virtuellen Währung, eröffnet ein Büro in Deutschland, wie das Handelsblatt vorab erfuhr.

Damit will das Unternehmen aus Arizona eine Anlaufstelle schaffen, um das Thema Kryptowährungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz voranzutreiben. „Wir wollen, dass Dash im Einzelhandel wie digitales Bargeld genutzt wird“, sagt Jan Heinrich Meyer, der die neue Repräsentanz in Lübeck leitet.

+++ 20. März, 21:40 Uhr +++

Bitcoin steigt über 9000 Dollar nach G20-Treffen

Die G20-Finanzminsiter wollen die Entwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin in nächster Zeit zwar aufmerksam beobachten. Konkrete Maßnahmen zur Regulierung beschlossen sie bei ihrem Treffen in Buenos Aires aber erwartungsgemäß nicht. Den Bitcoin-Kurs trieb das am Montag an. Er kletterte laut Coinmarketcap auf 9051 Dollar

Befürchtungen, dass Cyberdevisen für Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus genutzt werden, hatten Forderungen nach einer stärkeren Kontrolle ausgelöst. Die G20 einigten sich zunächst darauf, internationale Regulierungsbehörden mit der weiteren Beobachtung der Kryptowährungen zu beauftragen, ohne schon konkrete Maßnahmen zu ergreifen, wie aus dem Kommunique des Treffens am Dienstag hervorging.

Ein Grund für die Zurückhaltung liegt darin, dass die G20 Bitcoin und andere Digitalwährungen als nicht bedeutend genug ansehen, um die Finanzmärkte zu gefährden. Der gesamte Marktwert von Kryptowährungen lag nach Einschätzung von Experten in der Spitze bislang bei weniger als einem Prozent des Volumens der Weltwirtschaft.

+++ 20. März, 15:21 Uhr +++

USA verbieten Transaktionen mit Venezuelas Kryptowährung Petro

Die USA verbieten jegliche Transaktionen mit der neuen venezolanischen Kryptowährung Petro. Präsident Donald Trump habe einen entsprechenden Erlass unterzeichnet, teilte das US-Präsidialamt in der Nacht zum Dienstag mit. Alle Geschäfte mit dieser Cyber-Devise seien ein Verstoß gegen die US-Sanktionen. „Investitionen in 'Petro' sollten als direkte Unterstützung dieser Diktatur gewertet werden und als Versuch, die demokratische Ordnung in Venezuela zu untergraben“, sagte ein hochrangiges Mitglied der US-Regierung. „Damit dürfte der ohnehin in der Kritik stehenden Währung 'Petro-Coin' Wind aus den Segeln genommen werden“, urteilte Analyst Timo Emden von Emden Research.

+++ 18. März, 6:55 Uhr +++

G20 berät Regulierung – Kursrutsch der vergangenen Tage gebremst

Am Rio de la Plata streiten die G20-Finanzminister über die Zukunft von Online-Zahlungsmitteln wie den Bitcoin. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, will wie auch viele Staaten eine Regulierung. Die Forderung hatte einen Kursrutsch zur Folge, der erst heute gebremst wurde. Hintergrund konnte Widerstand von russischer Seite an den Regulierungsplänen sein. Auf der Webseite Coinmarket notiert der Kurs wieder über 8300 Dollar.

+++ 16. März, 10:25 Uhr +++

Visa-CFO sieht Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Kriminelle

Für den Finanzchef der Kreditkartengesellschaft Visa, Vasant Prabhu, sind Kryptowährungen das bevorzugte Zahlungsmittel Krimineller. „Es ist sehr schwierig, schmutziges Geld durch das Bankensystem zu bekommen. Kryptowährungen sind für solche Zwecke phänomenal“, sagte Vasant Prabhu in einem Interview mit der „Financial Times“. „Ich wette, jeder Gauner und jeder dubiose Politiker auf der Welt nutzt Kryptowährungen.“

Visa testet derzeit eine auf der Blockchain-Technologie basierende Zahlungsplattform für Banken. Direkte Zahlungen mit Kryptowährungen sind bei Visa jedoch nicht möglich. „Bei einer Währung, die von einer Notenbank herausgegeben wird, weiß ich, wer dahinter steht“, sagte Prabhu der Financial Times. Bei Kryptowährungen sei dies nicht der Fall.

Um Bitcoin und Co. sei zudem eine Blase entstanden, fuhr er fort. Das erkenne man vor allem daran, wer mit ihm über ein Investment in die Digitalwährungen gesprochen habe: Taxifahrer, Kassierer und ein junger Verwandter. „Es ist das ultimative Zeichen für eine Blase“, sagte Prabhu, „wenn der Typ, der deine Schuhe poliert, dir sagt, in welche Papiere du investieren solltest.“ All diese Menschen hätten „keine Ahnung, was sie da tun“.

+++ 15. März, 10:00 Uhr +++

Bitcoin-Kurs fällt unter 8000 US-Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin hat stark an Wert verloren. Nach einem Kursrutsch am Vortag ging es auch am Donnerstagmorgen abwärts. Im frühen Handel notierte die Digitalwährung auf wichtigen Handelsplattformen deutlich unter der Marke von 8000 US-Dollar. Auf der Handelsplattform Bitstamp rutschte der Kurs zeitweise bis auf 7682 Dollar.

Seit Mittwochmorgen hat der Bitcoin damit etwa 15 Prozent an Wert verloren. Bei der Digitalwährung kam es zuletzt immer wieder zu starken Kursschwankungen. Im Februar war der Kurs bereits zeitweise unter die Marke von 6000 Punkten gefallen. Seit Beginn des Jahres geht es abwärts, und der Bitcoin hat bis heute etwa 45 Prozent an Wert eingebüßt. Im vergangenen Dezember hatte die bekannteste und wichtigste der Kryptowährungen noch ein Rekordhoch bei etwa 20.000 Dollar erreicht.

+++ 09:45 Uhr +++

Google verbietet Werbung für Kryptowährungen

In den Suchergebnissen der weltweit größten Suchmaschine werden ab Juni keine Anzeigen mehr für Kryptowährungen oder Initial Coin Offerings (ICOs) eingeblendet. Das Verbot gilt auch für Partnerseiten und die Video-Plattform Youtube. Damit schließt Google sich dem sozialen Netzwerk Facebook an, das bereits im Januar Werbung für Bitcoin und Co. blockte.

Die Entscheidung wurde bei der Vorstellung des jährlichen „Bad Ads“-Reports bekanntgegeben, eine Bilanz über betrügerische Werbeanzeigen bei Google. Eine konkrete Begründung zum Verbot der Werbung für Digitalwährungen wurde jedoch nicht gegeben. Facebook hatte seinen Schritt damit begründet, dass es zu viele Anbieter gebe, die in betrügerischer Absicht auf das aktuelle Interesse am Kryptogeld aufspringen wollten.

+++ 13. März, 01:15 Uhr +++

G20 für schärfere Beobachtung von Bitcoin und Co.

Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen Digitalwährungen schärfer beobachten lassen. In dem Entwurf für das Kommunique des G20-Treffens am 19. und 20. März in Buenos Aires, das die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag einsehen konnte, heißt es, es müssten multilaterale Antworten gefunden werden, falls diese Währungen ab einem bestimmten Punkt die Finanzstabilität bedrohten.

Bei dem Thema gehe es um den Verbraucher- und Investoren-Schutz, um Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terror-Finanzierung. Deutschland und Frankreich hatten bereits Anfang Februar in einem gemeinsamen Brief an die argentinische G20-Präsidentschaft auf ein Ende der unregulierten Zeiten für Bitcoin und Co. gepocht. Japan hatte allerdings erst am Dienstag mitgeteilt, dass sich die G20-Teilnehmer nächste Woche beim Thema weltweite Regulierung wohl nicht festlegen werden.

+++ 12. März, 13:17 Uhr +++

Neues Stimmungsbarometer für die Branche

Thomson Reuters bietet Anlegern ein neuartiges Stimmungsbarometer für den Handel mit Bitcoin & Co. Für den MarketPsych-Index würden über 400 Internetseiten überwacht, um aus ihnen potenziell marktbewegende Stimmungen und Anlagemotive herauszufiltern, teilte der Informationskonzern am Montag mit.

Auch in anderen Anlageklassen wie Aktien verfolgen Anleger häufig Diskussionen in Online-Foren oder über den Kurznachrichtendienst Twitter, um Stimmungsumschwünge frühzeitig zu erkennen und für sich zu nutzen. Durch den Boom der Cyberwährungen sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Internetseiten entstanden, die sich nur um den Handel mit Kryptowährungen oder die neuesten Entwicklungen der ihnen zugrundeliegenden Blockchain-Technologie drehen. „Nachrichten und soziale Medien beeinflussen den Investitionsprozess stärker als je zuvor“, betonte Thomson-Reuters-Manager Austin Burkett.

Bitcoin hatte sich 2017 zeitweise um 2000 Prozent auf etwa 20.000 Dollar verteuert. Am Montag kostete die älteste und wichtigste der insgesamt mehr als 1500 Kryptowährungen knapp 9800 Dollar.

+++ 9. März, 08:20 Uhr +++

Am Freitag wirkt die jüngste Regulierungswelle der Behörden in den USA und in Japan am Markt von Kryptowährungen nach. Am Freitagmorgen notiert der Bitcoin mehr als zehn Prozent tiefer bei 8.366 Dollar je Coin. Damit summiert sich das Minus seit Wochenbeginn auf rund 25 Prozent. Auch Ethereum und Ripple haben jeweils rund zehn Prozent verloren.

„Bislang ist nicht ersichtlich, inwieweit die Regulierungsbehörden durchgreifen und womöglich noch weitere 'schwarze Schafe' aus dem Verkehr ziehen werden“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Am Donnerstag hatte Japan zwei Kryptobörsen vorübergehend dichtgemacht und bei fünf weiteren eine Aufrüstung der Computersysteme angeordnet. Auch die US-Behörde SEC forderte, Kryptobörsen stärker staatlich zu überwachen.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Bitcoin-Kursverfalls brachen auch die Aktien der Bitcoin Group, des Betreibers der einzigen deutschen Bitcoin-Börse, im Geschäft von Lang & Schwarz um gut zehn Prozent ein.

+++ 8. März, 12:20 Uhr +++

USA und Japan nehmen Krypto-Börsen an die Kandare

Ein hartes Vorgehen von Regulierungsbehörden in den USA und Japan gegen sogenannte Krypto-Börsen hat die Kurse von Digitalwährungen unter Druck gesetzt. Der Bitcoin, die bekannteste und größte von ihnen, pendelte am Donnerstag um die 10.000-Dollar-Marke. Noch zum Wochenbeginn hatte der Kurs gut 1500 Dollar höher gelegen.

Für Unruhe unter Krypto-Fans sorgte, dass japanische Finanzaufseher am Donnerstag zwei Handelsplattformen anwiesen, für einen Monat den Betrieb einzustellen, und vier weiteren Börsen Strafen auferlegten. Zudem forderten sie die große Krypto-Börse Coincheck auf, ihr Vorgehen gegen Geldwäsche zu verschärfen. Hinzu kam, dass die Handelsplattform Binance nach eigenen Angaben wegen eines Hackerangriffs vorübergehend den Handel einstellen musste. Alle Kundenkonten seien sicher und es habe keinen Diebstahl gegeben, beteuerte das Unternehmen.

Vor allem aber beschäftigt die Krypto-Fans die Tatsache, dass die US-Börsenaufsicht SEC digitale Handelsplätze für Digitalwährungen stärker ins Visier nimmt. „Mitarbeiter der SEC sind darüber besorgt, dass viele Online-Handelsplattformen gegenüber Investoren den Anschein erwecken, bei der SEC registriert und regulierte Handelsplätze zu sein, obwohl sie es nicht sind“, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

+++ 8. März, 11:30 Uhr +++

Coincheck entschädigt Anleger nach Hackerangriff

Die geprellten Anleger der japanischen Kryptowährungsbörse Coincheck sollen ab der kommenden Woche ihr Geld zurückbekommen. Coincheck werde 46 Milliarden Yen (umgerechnet rund 350 Millionen Euro) an Kunden zurückzahlen, teilte der Börsenbetreiber am Donnerstag mit. Der Handel für einige Kryptowährungen solle dann auch wieder möglich sein. Coincheck-Chef Koichiro Wada erklärte außerdem, über einen Rücktritt nachzudenken, um Verantwortung für den Hackerangriff zu übernehmen.

Der Handelsplattform wurden bei einer Hackerattacke im Januar digitale Münzen der Währung Nem im Volumen von umgerechnet 437 Millionen Euro gestohlen. Es war einer der größten Diebstähle von Cyberdevisen. Die japanische Finanzaufsicht verschärfte daraufhin die Regulierung für Kryptowährungsbörsen. Zwei solche Handelsplattformen sollen nun geschlossen werden.

+++ 8. März, 02:30 Uhr +++

Berichte über Probleme bei Kryptobörse schicken Bitcoin auf Talfahrt

Die Preise für Bitcoin und weitere Kryptowährungen sind am Mittwoch stark gefallen, nachdem Berichte über Probleme an Binance, einer großen Kryptobörse, auftauchten. Der Wert von Bitcoin fiel innerhalb einer Stunde von circa 10.700 Dollar auf 9.500 Dollar. Ein Reddit-Profil in Verbindung mit der in Hongkong ansässigen Kryptobörse Binance gab zuvor bekannt, dass es bei der Ausführung von Aufträgen Probleme gab und Auszahlungen vorübergehend deaktiviert wurden.

Wenige Stunden später versicherte der Vorsitzende von Binance, Changpeng Zhao, auf Twitter, dass „alle Gelder sicher“ sind. „Es gab Unregelmäßigkeiten in der Handelsaktivität, ausgelöst durch automatische Alarme. Einige Konten wurden möglicherweise durch vorherige Phishing-Angriffe kompromittiert.“ Der Vorfall wird untersucht.

+++ 6. März, 22:00 Uhr +++

Bannon sieht Kryptowährungen als Waffe gegen das Establishment

Kryptowährungen sind nach Ansicht von Steve Bannon ein wichtiges Werkzeug für die europäische Bewegung gegen das Establishment. „Wir nehmen den Zentralbanken die Kontrolle weg“, sagte der ehemalige Chefstratege von US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend in Zürich. „Das wird uns wieder die Macht geben.“

Bannon sprach auf einer Veranstaltung der Wochenzeitung „Weltwoche“. Er habe die Schweiz als wichtigen Standort für Kryptowährungen für seine erste Rede in Europa ausgewählt. Im Kanton Zug sind dutzende Firmen aus diesem Sektor beheimatet.

Bannon beschuldigte Zentralbanken, Regierungen und große Tech-Firmen, die Rechte und die Identitäten der einfachen Menschen wegzunehmen und sie für ihre eigenen Zwecke einzuspannen. Der rechte Publizist, der dem US-Präsidenten zum Wahlsieg verholfen hatte, reist derzeit durch Europa. Er wolle sich ein Bild der populistischen Bewegungen machen und die Revolte gegen das politische Establishment unterstützen, sagte Bannon.

+++ 6. März, 22:00 Uhr +++

Bitcoin klettert über 50-Tage-Durchschnitt

Zum ersten Mal seit Mitte Januar ist der Bitcoin laut Bloomberg über seinen 50-Tage-Durchschnitt geklettert. Am Montag legte die nach Marktwert gemessen größte Kryptowährung demnach um knapp sechs Prozent zu und damit so stark wie seit zwei Wochen nicht mehr, berichtet der Nachrichtendienst. Ein Bitcoin kostete am Montagabend laut der Webseite Coinmarketcap 11.600 Dollar. Auf Bitcoin.de wurde die Währung zuletzt für 9336,51 Euro gehandelt.

+++ 5. März, 19:00 Uhr +++

Insider-Handel bei Coinbase?

Die Einführung des Bitcoin-Cash-Handels bei der großen US-Börse Coinbase hat ein juristisches Nachspiel. Wie verschiedene Branchenmagazine melden, muss sich die Kryptowährungs-Plattform seit Freitag vor einem US-Bezirksgericht in Nordkalifornien einer Sammelklage stellen. Der Vorwurf: Mitarbeiter und andere Interne sollen von zum damaligen Zeitpunkt noch nicht öffentlichen Informationen profitiert haben. Im Zentrum der Klage steht der Handel von Bitcoin Cash, einer Abspaltung der weltweit wichtigsten Kryptowährung Bitcoin, auf Coinbase.

Zwischen dem 19. und dem 21. Dezember 2017 kam es dort zu abrupten, verdächtigen Kurssprüngen. Erst am 19. Dezember hatte Coinbase überraschend angekündigt, den Handel mit Bitcoin Cash freizugeben – und zwar binnen Minuten. Vorzeitig Informierte könnten durch entsprechende Kauf- und Verkaufsorder von den Kursschwankungen profitiert haben, so der Vorwurf. Coinbase hatte bereits im Dezember erklärt, man wolle die fraglichen Preissprünge intern untersuchen. Den Klägern reicht das offensichtlich nicht aus.

Unterdessen könnte Coinbase bald auch die Kryptowährung Ripple (XRP) listen. Entsprechende Gerüchte trieben den Kurs am Montag nach oben; zuletzt notierte Ripple knapp zehn Prozent im Plus bei 1,03 Dollar.

+++ 12:20 Uhr +++

Mark Carney: Bitcoin und Co haben keine Zukunft als Geld für alle

Kryptowährungen wie Bitcoin werden sich nach Einschätzung des britischen Notenbankchefs Mark Carney nicht als allgemeines Zahlungsmittel durchsetzen. Cyberdevisen dürften auch künftig höchstens für einen begrenzten Personenkreis als ergänzende Währungen dienen, sagte Carney am Freitag auf einer Veranstaltung in London. „Die kurze Antwort ist: Sie scheitern“, betonte er. Der Kanadier steht auch dem Finanzstabilitätsrat vor, einem wichtigen internationalen Gremium zur Regulierung der Branche.

Ein Verbot von Cyberwährungen fordert der Chef der Bank von England nicht. Die Technologie dahinter habe vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten. Internetdevisen müssten aber ähnlich reguliert werden wie andere Sektoren der Finanzwirtschaft. „Kryptowährungen werfen eine Menge Fragen auf“, sagte Carney. Dazu zählten der Schutz von Verbrauchern und Investoren sowie die Themen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Steuerflucht und Umgehung von Kapitalkontrollen.

+++ 2. März, 6:10 Uhr +++

Japans Kryptobörsen wollen sich selber beaufsichtigen

Die 16 in Japan registrierten Kryptobörsen wollen sich Insidern zufolge selbst regulieren. Eine entsprechende Gesellschaft solle im Frühjahr aufgebaut werden, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Vorhaben könnte noch am Freitag bekanntgegeben werden. Die Börsen wollten damit Investoren schützen.

Auslöser sei einer der größten Diebstähle von Cyber-Devisen im Januar, sagten die Insider. Hacker hatten die Handelsplattform Coincheck angegriffen und dabei 534 Millionen Dollar erbeutet. Das hatte Lücken in Japans Regelwerk für Kryptowährungen zutage gebracht. Im Februar konnten bei einer der Börsen Investoren wegen eines Fehlers Bitcoin kurzzeitig umsonst bekommen. Davon profitierte allerdings niemand. Japan ist neben China und Südkorea eine der Hochburgen des Handels mit digitalen Währungen.

+++ 28. Februar, 15:30 Uhr +++

Volksbanken fordern Krypto-Regulierung

Die deutschen Genossenschaftsbanken fordern eine staatliche Regulierung von Bitcoin und Co. Die Bundesregierung solle sich auf nationaler, europäischer und globaler Ebene für klare gesetzliche Rahmenbedingungen bei Geschäften mit Kryptowährungen einsetzen, so der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) in einer aktuellen Studie.

+++27. Februar, 10:22 Uhr +++

Selbsternannter Bitcoin-Gründer mit Verdacht auf Betrug verklagt

Craig Wright, der selbsternannte Erfinder von Bitcoin, wird beschuldigt, seinen 2013 verstorbenen Kryptokollegen Dave Kleiman hintergangen zu haben, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Familie von Dave Kleiman vermutet, dass Wright Verträge und Unterschriften gefälscht habe, um an Bitcoins von Kleiman zu gelangen. Sie besteht darauf, dass sie die Rechte an mehr als einer Million Bitcoins im Wert von fünf Milliarden Dollar und Blockchain-Technologien besitzen, die Kleiman zu Lebzeiten generiert hat. Außerdem wirft die Familie dem Unternehmer vor, gegenüber Kleiman Partnerschaftsverpflichtungen verletzt zu haben und sich unrechtmäßig bereichert zu haben.

„Craig hat eine Reihe von Verträgen erstellt, die angeblich Daves Vermögenswerte und von ihm kontrollierte Unternehmen auf ihn übertragen“, heißt es im Schreiben der Anwälte der Familie Kleiman. „Craig hat diese Verträge zurückdatiert und Daves Unterschrift gefälscht.“ Der Australier, der in London lebt, war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

+++26. Februar, 16:22 Uhr +++

Treffen von Vertretern der Kryptowährungsbranche

In Frankfurt findet die „Crypto Assets Conference 2018“ statt, ein internationales Treffen der Kryptowährungsbranche. Bis Dienstag diskutieren auf Einladung der Frankfurt School of Finance and Management rund 330 Teilnehmer aus der Wissenschaft, von Krypto-Firmen, Aufsichtsbehörden und Banken über die Zukunft der noch jungen Branche. Die Branche erhofft sich von dem Treffen einen Schub für die Professionalisierung ihres lange kritisch beäugten Geschäfts. Unser Reporter Felix Holtermann berichtet von vor Ort.

Bezahlen mit Bitcoin – so funktioniert's

Bezahlen mit Bitcoin – so funktioniert's

+++26. Februar, 15:24 Uhr +++

EU-Kommission prüft Regulierung von Kryptowährungen

Die EU-Kommission prüfe, ob hier Regeln auf EU-Ebene nötig seien, sagte ihr Vizepräsident Valdis Dombrovskis am Montag. Dazu werde man die Risiken und Chancen und die Angemessenheit der derzeitigen Regulierung bewerten. Einzelne Bestandteile der Bitcoin-Technologie seien innovativ und vielversprechend, doch seien Kryptowährungen zugleich zum Spekulationsobjekt geworden. „Investoren und Verbraucher sind damit Risiken ausgesetzt, bis hin zum Totalverlust.“ Deshalb seien klare Informationen und Warnungen wichtig.

Dombrovskis äußerte sich nach einem Treffen mit Aufsichtsbehörden und Branchenvertretern zu dem Thema in Brüssel. Die Ergebnisse der Unterredung werden in die anstehende Fintech-Initiative der Kommission und in ein Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) einfließen. „Es ist ein globales Phänomen, und deshalb ist eine globale Antwort nötig“, sagte der Lette. „Dass heißt aber nicht, dass die EU nicht schon früher handeln kann.“

+++ 22. Februar, 15:05 Uhr +++

Bitcoin rutscht unter die 10.000-Dollar-Marke

Der Kurs des Bitcoins schwankt weiter: Am Donnerstagmittag fiel die Kryptowährung unter die 10.000-Dollar-Marke. Erst im Dezember war der Bitcoin auf ein Rekordhoch von 20.000 Dollar gestiegen. Anfang Februar stürzte die Digitalwährung auf 6000 Dollar ab.

+++ 18:05 Uhr +++

„Bitcoins werden in zehn Jahren nicht mehr viel wert sein.“

Er muss es wissen, oder? Wirtschaftswissenschaftler Kenneth Rogoff sagt dem Bitcoin eine kurze Halbwertszeit voraus.

+++ 17:30 Uhr +++

Venezuela führt eigen Kryptowährung namens Petro ein

Das krisengebeutelte Venezuela führt seine eigene Kryptowährung Petro ein. Am Dienstag begann der Vorverkauf. „Der Petro wurde geboren. Heute ist ein historischer Tag. Venezuela ist der erste Staat, die erste Nation, die eine durch ihre Bodenschätze gestützte Kryptowährung auf den Markt bringt“, sagte Vizepräsident Tareck El Aissami. Angesichts der Wirtschaftssanktionen der USA und des Devisenmangels will sich die venezolanische Regierung mit dem Petro wieder Zugang zu den internationalen Finanzmärkten verschaffen. Die Währung soll mit den riesigen Erdölreserven des südamerikanischen Landes abgesichert werden. Zu Beginn werden fünf Milliarden Barrel Öl (je 159 Liter) als Sicherheit für den Petro ausgewiesen.

+++ 16:40 Uhr +++

EU-Kommission lädt zu Digitalwährungs-Konferenz

Angesichts rasanter Kursschwankungen und Unsicherheiten bei Digitalwährungen nimmt die EU-Kommission zusätzliche Regulierungen in den Fokus. Am 26. Februar solle in Brüssel eine hochrangige Konferenz mit Vertretern von Aufsichtsbehörden, Zentralbanken sowie Marktteilnehmern abgehalten werden, teilte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis nach dem Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel mit. „Ziel ist, langfristige Trends in den Blick zu nehmen und zu prüfen, ob der derzeitige Rechtsrahmen ausreichend ist.“

+++ 20. Februar, 14:15 Uhr +++

Regierungsbeauftragter für die Regulierung von Kryptowährungen tot aufgefunden

Laut Medienberichten des Wall Street Journals wurde in Südkorea einer der wichtigsten Aufseher für Kryptowährungen tot aufgefunden. Einigen Medien melden, dass der 52-jährige Jung Ki-Joon an einem Herzinfarkt gestorben sei. Doch einem offiziellen Bericht zufolge sei die Todesursache bisher ungeklärt. Die Regierung Südkoreas kündigte vor einigen Monaten an, die Regulierung für Bitcoin und Co. zu verschärfen. Danach ist innerhalb der Regierung ein Streit darüber entbrannt, ob die Kryptowährungen gänzlich verboten, stärker reguliert oder besteuert werden.

+++ 19. Februar, 15:56 Uhr +++

„Die Bitcoin-Regulierung könnte vorteilhaft für den Markt sein“

Die 11.000-Dollar-Marke hat der Bitcoin wieder geknackt. Wie ist der Aufstieg und Fall des Bitcoin-Kurses zu interpretieren? Finanzredakteur Felix Holtermann hat auf Facebook live die Fragen von Handelsblatt-Lesern beantwortet. Hier sehen Sie die Aufzeichnung:

„Bitcoins werden in zehn Jahren nicht mehr viel wert sein“

„Bitcoins werden in zehn Jahren nicht mehr viel wert sein“

+++ 19. Februar, 12:29 Uhr +++

Bitcoin steigt über 11.000-Dollar-Marke

Seit Ende Januar hat der Bitcoin am Wochenende erstmals wieder die 11.000-Punkte-Marke geknackt. Am Montag lag die Kryptowährung unter 11.000 US-Dollar.

Anfang Februar hatte es wegen der Angst vor einer strengeren Regulierung und wegen Gerüchten über Preismanipulationen einen massiven Ausverkauf gegeben. Am 6. Februar fiel der Bitcoin auf weniger als 6000 US-Dollar. Seitdem ist er bereits wieder um 80 Prozent gestiegen.

+++ 19. Februar, 11:15 Uhr +++

Bitcoin-Mining wird immer teurer

Die Herstellung eines einzelnen Bitcoins kostet laut Schätzung der Bank JP Morgan derzeit etwa 3900 US-Dollar – zehnmal so viel wie noch im vergangenen Jahr. Der Grund für den Anstieg ist demnach ein Wettrüsten zwischen den Bitcoin-„Minern“, das die Kosten für das Prägen neuer Bitcoins auf das neue Allzeithoch treibt.

Die Herstellung funktioniert folgendermaßen: Die „Miner“ führen hochkomplexe Rechenoperationen durch und erhalten dafür frische Bitcoins.

+++ 18. Februar, 15:52 Uhr +++

Chef des Basler Bankenausschusses warnt vor Bitcoin

Der Chef des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht warnt Finanzinstitute vor Geschäften mit dem Bitcoin. „Angesichts des möglichen Risikos der Geldwäsche, das diesem Markt innewohnt, wäre es für Banken ziemlich schwierig, in großem Stil auf diesen Märkten aktiv zu werden“, sagte Stefan Ingves, der auch schwedischer Notenbankgouverneur ist, in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Banken seien verpflichtet, ihre Kunden zu identifizieren, betonte Ingves. Zudem seien die Preisausschläge beim Bitcoin sehr groß. „Das zeigt, dass Krypto-Währungen sehr riskant sind und nichts mit einem regulären Zahlungssystem gemein haben. Deshalb würde ich Banken raten, die Finger davon zu lassen.“

+++ 16. Februar, 15:45 Uhr +++

Hackergruppe stiehlt Bitcoin im Wert von 50 Millionen US-Dollar

Eine Gruppe von Hackern hat mit einfacher Phishing-Werbung Bitcoin im Wert von 50 Millionen US-Dollar (knapp 40 Millionen Euro) erbeutet. Das berichten Sicherheitsforscher der zu Cisco gehörenden Talos-Gruppe. Die sogenannten „Coinhoarder“ (Münzsammler) schalteten über das Adwords-Programm von Google Anzeigen. Diese tauchten in Websuchen von Personen auf, die nach Kryptowährungs-Stichworten gesucht hatten. Die Anzeigen führten auf die Phishing-Seite der Hackergruppe, wo die Opfer dazu gebracht wurden, Anmeldedaten für das Bitcoin-Wallet blockchain.info einzugeben. Mit diesen Informationen konnten die Hacker die Konten anschließen plündern.

Laut Talos erfolgte die Attacke aus der Ukraine. Mehr als sechs Monate lang hatte Talos zusammen mit ukrainischen Sicherheitsbehörden die Aktivitäten beobachtet. Es ist nicht der einzige Fall: Offenbar entwickelt sich die Region zu einem Hotspot für Krypto-Kriminalität.

+++ 15:06 Uhr +++

Zahl der Krypto-Hedgefonds wächst weiter

Trotz des jüngsten Kurssturzes von Bitcoin schießen auf Kryptowährungen spezialisierte Hedgefonds wie Pilze aus dem Boden. In den vier Monaten bis Mitte Februar verdoppelte sich die Anzahl der Fonds, die auf den Handel mit Cyberdevisen spezialisiert sind, weltweit auf 226 mit einem verwalteten Vermögen von 3,5 bis fünf Milliarden Dollar, wie aus einer Erhebung des Researchhauses Autonomous Next am Donnerstag hervorging. Mitte August 2017 gab es den Marktforschern zufolge 55 solcher Fonds, Anfang des vergangenen Jahres 37.

+++ 13:15 Uhr +++

Für Bitcoin wieder nahe der 10.000-Dollar-Grenze

Für die bekannteste virtuelle Währung geht es wieder bergauf: Am Dienstag stieg der Kurs um 3,6 Prozent auf 9.713 Dollar Dollar. Den Rekord erreichte die virtuelle Währung am 17.Dezember, als sie auf verschiedenen Handelsplattformen die 20.000-Dollar-Marke überschritten hatte.

+++11:22 Uhr+++

Vier Prozent der Deutschen haben bereits Bitcoin genutzt

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland weiß mit dem Begriff Bitcoin etwas anzufangen, aber nur eine sehr kleine Minderheit hat schon praktische Erfahrungen mit der Digitalwährung gesammelt. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage, die der Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie schon einmal etwas von Bitcoin gehört haben. Nur vier Prozent haben Bitcoin bereits erworben oder genutzt.

Der Verband machte die rasanten Kursgewinne mit Bitcoin, aber auch Berichte über spektakuläre Diebstähle und Betrug mit der Kryptowährung sowie die starken Kursschwankungen für die steigende Bekanntheit verantwortlich. 2016 hatten erst 36 Prozent von Bitcoin gehört, 2013 waren es sogar nur 14 Prozent. Aktuell gaben 19 Prozent der Befragten an, dass sie sich vorstellen können, Bitcoin zu erwerben und zu nutzen. Die große Mehrheit (72 Prozent) sagt jedoch, dass sie kein Interesse an einer Nutzung von Bitcoin haben.

Aktuell seien Kryptowährungen nur für einen sehr kleinen Kreis von Nutzern von Interesse, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Auf schnelle Spekulationsgewinne sollte nur der setzen, der Spaß am Spiel hat und einen Totalverlust leicht verkraftet.“

+++ 15. Februar, 11.09 Uhr +++

Saudi-Arabien Zentralbank kooperiert mit Ripple

Die Zentralbank in Saudi-Arabien baut ihr Geschäft im Kryptowährungsbereich aus. Sie schloss nach eigenen Angaben als erste Notenbank weltweit eine Kooperation mit dem auf den Finanzsektor spezialisierten US-Krypto-Unternehmen Ripple, das eine Cyberdevise und eine dazugehörige Blockchain-Technologie anbietet, über die Banken Zahlungsdienstleistungen abwickeln können.

Kryptowährungen als „Nächstes Schweizer Bankkonto“ wird zum Albtraum für Staaten

Die Verwendung von virtuellem Geld um Vermögenswerte offshore zu parken, entwickelt sich rasant – insbesondere seit es so genannte Privacy Coins wie ZCash und Monero gibt. Dabei werden Methoden wie die Verschlüsselung verwendet, um die Summen unauffindbar zu machen. Nach Angaben von Grayscale Investments, einem in New York ansässigen Unternehmen, das Investoren einen ZCash Trust anbietet, werden weltweit etwa zehn Billionen US-Dollar im Ausland gehalten. ZCash könnte bis 2025 etwa zehn Prozent davon an sich binden, sagt Matthew Beck von Grayscale.

Die Geldwäsche-Studie der Foundation for Defense of Democracies empfiehlt, dass Regierungen der kriminellen Verwendung von Kryptowährungen nachgehen, aber gleichzeitig finanzielle Innovationen respektieren. Vor allem, so die Studie, sollten die Aufsichtsbehörden sich keine Illusionen machen, Kryptowährungen gänzlich einstampfen zu können. Das sei nicht möglich.

+++ 17.10 Uhr +++

Western Union setzt auf Ripple für Transaktionen

Wer Geld in exotische Länder überweisen will, nutzt dafür in vielen Fällen Western Union. Das Überweisungsbüro will jetzt eine neue Technologie einsetzen, um machen Transaktionen umzusetzen: die Kryptowährung Ripple.

Nach dem bereits monatelang spekuliert wurde, bestätigt Vorstandschef Hikmet Ersek jetzt, dass sowohl die Blockchain-Technologie geprüft werde als auch erste Transaktionen mit Ripple ausgeführt wurden.

„Wir schauen uns vor allem die prozessuale Abwicklung und die Optimierung des eingesetztes Kapitals („working capital“) an“, so Ersek bei der Vorlage der Geschäftszahlen am Dienstag. Außerdem würden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Kryptotransaktionen geprüft. (Bloomberg)

+++ 15.27 Uhr +++

Bitcoin zurück über 9.000 Dollar

Zum ersten Mal seit dem 2. Februar hat die Kryptowährung Bitcoin wieder die Marke von über 9.000 Dollar erreicht.

+++ 14. Februar, 12.04 Uhr +++

Südkorea plant strenge Regulierung von Kryptowährungen

Südkorea will schärfer gegen illegalen und unfairen Handel mit Kryptowährungen vorgehen. Zugleich solle aber die Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin & Co. basieren, gefördert werden, sagte Hong Nam-Ki, Minister für die Koordinierung der Regierungspolitik, am Mittwoch in Seoul. Er reagierte auf eine Petition mit 280.000 Unterschriften, die den Verzicht auf ein Verbot des Handels mit Cyber-Devisen forderte. Südkoreas Justizminister hatte ursprünglich eine Schließung aller Kryptobörsen des Landes ins Gespräch gebracht. Kurz darauf ruderte die Regierung aber zurück. Südkorea ist eine der Hochburgen des Handels mit Bitcoin & Co.

Über den Umfang der geplanten Regulierung sei die Regierung aber gespalten, sagte Hong. „Die Positionen reichen von einem völligen Verbot des Handels bis zu einer Einbeziehung der Kryptowährungsfirmen in das bestehende System.“ Parallel dazu arbeite das Finanzministerium an Methoden, um virtuelle Währungen zu besteuern. In den kommenden Monaten solle zudem eine Initiative zur Förderung der Blockchain-Technologie vorgestellt werden.

+++ 16.12 Uhr +++

Japan erleidet größten virtuellen Währungsraub der Geschichte

Japans zweitgrößter Kryptowährungsbörse Coincheck laufen die Kunden gerade in Scharen davon, denn sie musste am Freitag eingestehen, dass die Einlagen der Währung Nem aus den Kundenkonten abgezogen wurden. Rund 40 Milliarden Yen, also 302 Millionen Euro, seien diese Einlagen Wert gewesen, sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Yusuke Otsuka. Zwar will die Firma den betroffenen Kunden 340 Millionen Euro ersetzen. „Wir haben die Mittel, aber wir führen individuelle Prüfungen durch, um Probleme mit der Auszahlung zu vermeiden“, betonte Otsuka am Dienstag. Aber nicht nur ist noch offen, ob sie das schafft. Auch stellt der jüngste Fall erneut die alten Probleme der neuen Börsen bloß: mangelnde Sicherheit und dünne Kapitaldecken.

+++ 13. Februar, 12.36 Uhr +++

Isländischer Stromkonzern Energienotstand wegen Bitcoin

Der hohe Energieverbrauch zur Erzeugung der Digitalwährung Bitcoin sorgt für Schlagzeilen. Die in Island beheimateten Bitcoin-Produzenten dürften in diesem Jahr mehr Strom verbrauchen als alle isländischen Privathaushalte zusammen, wie der Sprecher des isländischen Energieunternehmens HS Orkas, Johann Snorri Sigurbergsson, dem britischen Fernsehsender BBC am Dienstag sagte.

Grund des hohen Energieverbrauchs sei, dass sich immer mehr Rechenzentren, darunter sogenannte „Miner“, in Island ansiedeln wollten. Es gebe eine hohe Anzahl von Kundenanfragen, sagte Sigurbergsson: „Wenn all diese Projekte realisiert werden, haben wir nicht genug Energie dafür.“

+++ 17.35 Uhr +++

Kryptowährungen leicht im Plus

Die wichtigsten Kryptowährungen sind leicht im Plus in die neue Woche gestartet: Am frühen Montagabend notieren Bitcoin, Ethereum und Ripple im grünen Bereich. Für Bitcoin geht es fast vier Prozent nach oben auf rund 8.730 Dollar, Ethereum liegt über zwei Prozent im Plus, Ripple knapp drei Prozent. Das zeigen Zahlen des Analysehauses Coinmarketcap, das die wichtigsten Börsen auswertet. Die großen Digitalwährungen reagieren damit nicht auf die Warnung der europäischen Finanzaufseher.

+++ 16.35 Uhr +++

EU-Finanzaufseher warnen vor Digitalwährungen

Der Gegenwind für Digitalwährungen wie Bitcoin nimmt zu: Die führenden Finanzaufseher der Europäischen Union (EU) haben eindringlich vor Gefahren durch Kryptowährungen gewarnt. Man sei besorgt darüber, dass eine zunehmende Anzahl von Konsumenten virtuelle Währungen kaufe, ohne sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der EU-Finanzregulierungsbehörden ESMA, EBA und EIOPA.

Europas Finanzaufseher warnten: „Virtuelle Währungen wie der Bitcoin unterliegen extremen Preisschwankungen und zeigen klare Anzeichen von Blasenbildungen.“ Wer in Kryptowährungen investiere, müsse sich im Klaren darüber sein, dass er einen großen Teil, wenn nicht gar die gesamte Summe verlieren könnte. Im Falle von Diebstählen durch Hacker oder der Pleite einer Krypto-Börse gebe es zudem keinerlei Anlegerschutz nach EU-Recht. Die aktuelle Warnung ist umfassender als bisher von den EU-Aufsehern veröffentlichte Stellungnahmen. Im Dezember hatte EU-Kommissar Valdis Dombrovskis die Aufseher zu einer Verschärfung ihrer Wortwahl aufgerufen.

+++ 12. Februar, 11.32 Uhr +++

Thailand verbietet Banken Krypto-Handel

Thailand geht gegen Digitalwährungen vor. Künftig ist es Banken und sonstigen Finanzinstitutionen verboten, Geschäfte mit Digitalwährungen wie Bitcoin zu machen. Den Instituten sei es untersagt, in Kryptowährungen zu investieren oder mit diesen zu handeln, heißt es in einem Rundschreiben vom Montag. (dpa)

+++ 14.00 Uhr +++

EZB-Direktor fordert schärfere Regulierung von virtuellen Währungen

Zentralbanken sollten sich aus Sicht von EZB-Direktor Yves Mersch technologischen Neuerungen wie Kryptowährungen nicht verschließen. Die Gesellschaft entwickele sich weiter und auch Notenbanken müssten angesichts der Nachfrage nach virtuellen Währungen bereit sein, sich zu ändern, sagte der Luxemburger am Donnerstag in London.

Überlegungen, Notenbanken sollten selbst digitales Geld ausgeben, begegnete Mersch allerdings skeptisch. Das sei mit Gefahren verbunden - beispielsweise in Krisenzeiten. Denn dann werde womöglich digitales Zentralbank-Geld für Menschen attraktiver als Bankguthaben. „Es könnte einen branchenweiten Sturm auf Bankguthaben geben, was die Auswirkungen der Krise vergrößern würde.“

Mersch forderte zudem eine schärfere Regulierung: „Jedes Geschäft der Kreditinstitute mit virtuellen Devisen muss rigoros überwacht werden.“ Gefahren, die von solchen Geschäften ausgingen, müssten eingedämmt werden. Bislang ist der Markt für Kryptowährungen noch weitgehend unreguliert. Am Dienstag hatte bereits die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vor Bitcoin-Risiken gewarnt.

+++ 8. Februar, 12.05 Uhr +++

Notenbank in Katar verbietet Handel mit Kryptowährungen

Die Zentralbank in Katar hat Finanzkreisen zufolge Banken den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen verboten. Finanzinstitute und Börsenbetreiber in dem Land seien „freundlich aufgefordert“ worden, in keiner Art und Weise mit den Cyberdevisen zu handeln, sie in andere Währungen zu tauschen oder Konten für den Handel mit Bitcoin & Co zu eröffnen, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zentralbank werde im Falle einer Umgehung des Verbots Strafen verhängen, hieß es zudem in einem Schreiben der Aufsichtsbehörde.

+++ 13.30 Uhr +++

Bitcoin erobert 8.000-Dollar-Marke zurück

Den zweiten Tag in Folge hat die bedeutendste Kryptowährung Bitcoin deutlich zugelegt. Am Mittag ist ein Bitcoin etwa 8.150 Dollar wert. Aussagen von US-Finanzregulierern dürften zur Kurserholung beigetragen haben. Die Aufseher wollen zwar durchaus härtere Regeln für digitale Währungen. Doch planen Sie keine vollkommenen Verbote.

+++ 10.40 Uhr +++

Goldman Sachs prophezeit den Untergang der meisten Digitalwährungen

Ein Großteil der derzeit rund 1500 Kryptowährungen wird nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs nicht lange existieren. Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten überleben, schreibt Steve Strongin, Chef für „Investment Research“ bei Goldman Sachs, in einer aktuellen Studie. Die starken Kursschwankungen von Bitcoin und Co. sprechen laut Strongin für eine Preisblase, also ein nicht nachhaltiges Kursniveau. Derzeit stehen faktisch alle Digitalwährungen unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend sind in erster Linie Regulierungsbestreben in vielen Industrie- und Schwellenländern. „Die hohe Korrelation zwischen den verschiedenen Kryptowährungen besorgt mich“, schreibt Strongin mit Blick auf häufig synchron auftretende Kursschwankungen. Weil Digitaldevisen keinen Eigenwert wie beispielsweise Edelmetalle besäßen, dürften die meisten von ihnen bis auf einen Kurs von null fallen. (Reuters)

+++ 10.00 Uhr +++

Kryptowährungen im Aufwärtstrend

Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten kommt auch im Krypto-Reich an. Am Mittwochmorgen notieren alle wichtigen virtuellen Münzen deutlich im Plus. Das zeigen Zahlen des Analysehauses Coinmarketcap, das die Preise zahlreicher Kryptobörsen vergleicht. Platzhirsch Bitcoin liegt demnach bei 7.631 Dollar, ein Plus von über 23 Prozent. Ethereum liegt 30 Prozent im Plus bei 767 Dollar, für Ripple geht es über 21 Prozent nach oben auf 0,74 Dollar.

+++ 7. Februar, 09.30 Uhr +++

US-Senat beschäftigt sich mit Krypto-Regulierung

Die Chefs von zwei wichtigen Finanzaufsehern sind am Dienstag mit großspurigen Forderungen vor den US-Senat getreten: Sie wollen die Befugnis, Amerikas Kryptobörsen zu regulieren, forderten die Chefs der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und der Derivateaufsicht CFTC, Jay Clayton und Christopher Giancarlo. Auch Initial Coin Offerings (ICOs), mit denen sich Unternehmen durch die Ausgabe digitaler Tokens frisches Kapital beschaffen können, sollen nicht mehr hinter dem Rücken der SEC stattfinden, schreibt Handelsblatt-Korrespondentin Astrid Dörner.

+++ 10.00 Uhr +++

Notenbanken-Dachorganisation warnt vor Bitcoin & Co

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat Behörden weltweit aufgerufen, Kryptowährungen wie Bitcoin stärker ins Visier zu nehmen. Was vielleicht ursprünglich als alternatives Zahlungssystem ohne staatliche Beteiligung gedacht war, ist inzwischen zu einer Mischung aus Finanzblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe geworden", warnt ihr Generaldirektor Agustin Carstens.

+++ 9.05 Uhr +++

Südkorea vermutet Norden hinter Hackerangriff auf Kryptobörse

Hinter dem Hackerangriff auf die japanische Kryptobörse Coincheck im Januar könnte nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes Nordkorea stecken. Sie erbeuteten damals Coins der Cyber-Devise Nem im Volumen von 534 Millionen Dollar. Er geht davon aus, dass der Kryptomarkt wegen seiner Größe und der laxen Regulierung ein mögliches Ziel für nordkoreanische Hacker bleibe.

+++ 7.55 Uhr +++

Aktienkursrutsch löst keine Flucht in Kryptowährungen aus

Den sechsten Tag in Folge fallen die Kurse der meisten Kryptowährungen. Von mehr als 800 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung im Dezember 2017 sind am Montagmorgen noch etwa 280 Milliarden Dollar übrig. Bitcoin als bedeutendster Vertretung der Gattung notiert am Morgen bei etwa 6.200 Dollar und hatte in der Nacht die 6.000er-Marke an manchen Handelsplätzen gekratzt.

Auch wenn die Kryptowährungen als Alternative zum bisherigen Zahlungssystem gelten, so zeigt sich, dass sie sich nicht vom Kursrutsch an den Aktienmärkten lösen können. Als „sicherer Hafen“ haben sie in den vergangenen Tagen nicht gegolten.

+++ 6. Februar, 4.00 Uhr +++

Bitcoin gibt seit Allzeithoch mehr als zwei Drittel im Minus

Bitcoin hat seinen Kurssturz fortgesetzt. Die Cyber-Devise kostete mit 6375 Dollar 7,25 Prozent weniger als am Montag und war so billig wie seit einem Vierteljahr nicht mehr. Damit hat die Cyberwährung seit dem Kurshoch im Dezember bei knapp über 20.000 Dollar mehr als zwei Drittel an Wert verloren. (HB)

+++20.00 Uhr +++

Bitcoin unter 7.000 Dollar

Der Bitcoin hat am Montag weiter nachgegeben und ist unter die Marke von 7000 US-Dollar gerutscht. Am Abend fiel der Kurs der ältesten und bekanntesten Digitalwährung auf der großen Handelsplattform Bitstamp bis auf 6890 US-Dollar. Das waren etwa 15 Prozent weniger als am Sonntag. Andere virtuelle Währungen, von denen es mittlerweile rund 1500 gibt, gerieten teilweise noch stärker unter Druck. (HB)

+++ 11.33 Uhr +++

Britische Lloyds Bank verbietet Bitcoin-Kauf per Kreditkarte

Die britische Bankengruppe Lloyds Banking Group erlaubt ihren Kunden ab sofort keine Kreditkarten-Käufe von Bitcoins und anderen Kryptowährungen mehr. Das teilte der Konzern, zu dem unter anderem die Geldhäuser Lloyds, Halifax und Bank of Scotland gehören, am Montag mit.

Damit sollen Kunden davor bewahrt werden, infolge der starken Kursschwankungen Schulden anzuhäufen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Per EC-Karte könnten die digitalen Währungen aber weiterhin gekauft werden.

Der Bitcoin-Kurs war zuletzt auf unter 8.000 US-Dollar gefallen. Damit ist die Kryptowährung weit entfernt von ihrem Rekordhoch Mitte Dezember von etwa 20.000 Dollar. Auch andere digitale Währungen verloren inzwischen stark an Wert. (Reuters)

+++ 10.28 Uhr +++

Südkorea wirft dem Norden Diebstahl von Kryptowährung vor

Südkorea beschuldigt Nordkorea des Diebstahls von Kryptowährung. Bei Hackerangriffen seien 2017 Internetdevisen im Wert von mehreren Milliarden Won gestohlen worden, sagte Kim Byung-Kee vom Geheimdienstausschuss des südkoreanischen Parlaments am Montag. Die Größenordnung entspricht umgerechnet mehreren Hunderttausend Euro. „Nordkorea hat E-Mails geschickt, mit denen Handelsplätze für Kryptowährungen sowie Kundendaten gehackt werden konnten.“ Die südkoreanischen Geheimdienste gingen davon aus, dass die Angriffe noch andauerten. Kim ließ offen, welche Börsen betroffen sein sollen. Erst Ende Januar war in Tokio mit Coincheck einer der wichtigsten Handelsplätze für Kryptowährungen Opfer eines Hackerangriffs geworden. (Reuters)

+++ 5. Februar, 08.25 Uhr +++

Bitcoin fällt wieder unter 8.000 Dollar

Die hohen Kursschwankungen bei Kryptowährungen dominieren weiterhin den Handel. Am Wochenende kämpfte sich Bitcoin wieder über die Marke von 9.000 Dollar. Doch zum Wochenauftakt steht die Digitalwährung wieder mächtig unter Druck. Auf dem Handelsplatz Bitstamp rutscht die Währung am Montagmorgen unter 8.000 Dollar.

Im Vergleich zu Sonntag geben auch andere bedeutende Kryptowährungen im zweistelligen Prozentbereich nach. Ethererum notiert bei etwa 825 Dollar, Ripple bei 0,80 Dollar.

+++ 4. Februar, 19.00 Uhr +++

Shutterstock-Gründer Jon Oringer - Konservativ in Kryptofragen

Oringer hat mit der digitalen Fotobörse Shutterstock viel Geld verdient. Von dem Konzept, mit Kryptowährungen den eigenen Aktienkurs zu heben, hält er allerdings nichts, schreibt Handelsblatt-Korrespondentin Katharina Kort.

+++ 17.15 Uhr +++

Wie Behörden den Bitcoin zerstören könnten

Selbst Skeptiker fasziniert die Technik hinter den Kryptowährungen. Hauptvorteil der Blockchain ist ihre Unfälschbarkeit, liest man oft. Doch genau das ist falsch. Warum Anleger den „51-Prozent-Angriff“ kennen müssen.

+++ 16.49 Uhr +++

Bitcoin auf Zick-Zack-Kurs

Nach dem drastischen Kurssturz bis zum Freitagmittag hat sich der Wert der bekanntesten Kryptowährung erholt. Ein Bitcoin war am Nachmittag etwas mehr als 8.800 Dollar wert. Am Mittag war die Digitalwährung bis unter 8.000 Dollar gefallen. Auch der Kurssturz bei anderen Kryptowährungen erholte sich. Das Tagesminus für Ripple schrumpfte von über 30 Prozent auf etwa zehn Prozent. (HB)

+++ 16.25 Uhr +++

UBS prüft Kryptowährungsregeln für die eigenen Mitarbeiter

Die Schweizer Großbank UBS erwägt, den eigenen Mitarbeitern Vorschriften für den privaten Umgang mit Kryptowährungen zu machen. Bislang gebe es keine Vorgaben für die private Geldanlage und eine Angabe beim Arbeitgeber oder vorherige Genehmigung sei nicht nötig, so die Bank in einem Memo an die Belegschaft, das die Nachrichtenagentur Bloomberg eingesehen hat. Doch das Institut erwäge „zusätzliche Vorgaben und Voraussetzungen“. Dazu könne gehören, dass Mitarbeiter künftig eine Genehmigung einholen müssen, um Kryptowährungen handeln zu können. (Bloomberg)

+++ 13.09 Uhr +++

Bitcoin jetzt weniger als 8.000 Dollar wert

Der Kursverfall setzt sich weiter fort. Erstmals seit November 2017 ist ein Bitcoin an wichtigen Handelsplätzen wie Bitstamp weniger als 8.000 Dollar wert.

+++ 11.05 Uhr +++

Bitcoin auf dem Weg Richtung 8.000 Dollar

Auf der Handelsplattform Bitstamp ist der Bitcoin-Kurs am Freitagvormittag bis auf 8.094 Dollar gerutscht. In den vergangenen 24 Stunden war die Digitalwährung dort noch bis zu 9.572 Dollar wert gewesen.

Im vergangenen Herbst hatte der Bitcoin zu einem Höhenflug angesetzt. Mitte Dezember war der Kurs bis auf ein Rekordhoch bei etwa 20.000 Dollar gestiegen. In der laufenden Woche hat der Bitcoin etwa 30 Prozent an Wert verloren. Auch bei anderen Digitalwährungen wie zum Beispiel Ripple kam es kurz vor dem Wochenende zu einem massiven Kurseinbruch. (HB/dpa)

+++ 10.22 Uhr +++

Bitcoin-Kurs fällt erneut

Die Kursgewinne von Donnerstagabend hat der Bitcoin inzwischen wieder eingebüßt und sogar den Tiefstand von Donnerstag noch einmal unterboten. Momentan steht er laut Coinmarketcap bei 8.290 Dollar.

+++ 8.46 Uhr +++

Ripple-Kurs fällt um 30 Prozent

Auch am Freitagmorgen liegen die wichtigsten Kryptowährungen tief im roten Bereich. Die laut der Plattform Coinmarketcap 15 virtuellen Währungen mit der höchsten Marktkapitalisierung notieren zwischen 15 und 30 Prozent im Minus. Besonders hoch waren die Verluste bei Ripple: Der Kurs gab um 30 Prozent auf 0,78 Dollar nach.

+++ 8.01 Uhr +++

Bitcoin im Geschäftsleben unerwünscht

Nur sieben Prozent der Unternehmer können sich vorstellen, innerhalb der nächsten zwei Jahre Kundenzahlungen in Kryptowährungen zu akzeptieren. 80 Prozent winken ab. Das hat eine Umfrage der Wirtschaftsverbände Die Familienunternehmer und Die Jungen Unternehmer exklusiv für die WirtschaftsWoche ergeben.

Die knapp 600 befragten Firmenchefs sind zudem skeptisch, ob sich Bitcoin und Co. überhaupt langfristig am Markt durchsetzen können. Dies glauben nur 19 Prozent. Fast doppelt so viele halten das Cybergeld für eine monetäre Episode. Weitere 46 Prozent der Befragten sind sich unsicher.

„Viele Kryptowährungen und ihre möglichen Anwendungsfälle sind sehr interessant. Die Anwendung muss aber viel benutzerfreundlicher werden, bevor sich Kryptowährungen auf breiter Front durchsetzen können“, sagt Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Familienunternehmerverbands. Vor allem die starken Kursschwankungen machten die Verwendung im betrieblichen Alltag schwierig. Ganz abschreiben mag der Verbandschef den Bitcoin im Betrieb aber nicht. Die Entwicklung sei „längst nicht abgeschlossen“. (WirtschaftsWoche)

+++ 2. Februar, 00.15 Uhr +++

Bitcoin fällt auf tiefsten Stand seit November

Der Bitcoin hat im Verlauf des Tages weiter abgenommen. Zwischenzeitlich sank er sogar auf den tiefsten Stand seit November 2017: auf 8.449 Dollar. Später machte er die Verluste teilweise aber wieder wett und kletterte laut Coinmarketcap auf 9.144,82 Dollar. Mitte Dezember noch erreichte die Kryptowährung laut der Nachrichtenagentur Bloomberg den Rekordstand von 19.511 Dollar, seither hat sie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

+++ 14.20 Uhr +++

Bitcoin auf tiefstem Stand seit Jahresbeginn

Die Kurstalfahrt bei der weltweit wichtigsten Kryptowährung hält an: Am Donnerstag sackte der Bitcoin laut Analysehaus Coinmarketcap, das zahlreiche Börsendaten auswertet, auf rund 9.416 Dollar. Der Kurs unterschreitet damit den bisherigen Jahrestiefststand von 9.529 Dollar am 17. Januar. Bereits in der Nacht zum Mittwoch war er auf 9.777 Dollar eingebrochen, dann aber wieder über die psychologisch wichtige 10.000-Dollar-Schwelle geklettert. Auch die anderen großen Kryptowährungen, darunter Ripple und Bitcoin Cash, liegen am Donnerstag deutlich im Minus. Einzige Ausnahme: Wie schon in den vergangenen Tagen koppelt sich Ethereum vom Abwärtstrend ab und notiert knapp zwei Prozent im Plus.

+++ 14.13 Uhr +++

Enel will kein Geld mit Bitcoin-Schürfern machen

Der größte europäische Energiekonzern Enel hat die nach billigem Strom gierenden Bitcoin-Schürfer abblitzen lassen. Enel habe keinerlei Interesse daran, Strom für die Produktion von Kryptowährungen zu liefern, teilte die italienische Firma am Donnerstag mit.

+++ 13.16 Uhr +++

Indien hat etwas gegen Kryptowährungen

Die indische Regierung hält Kryptowährungen wie Bitcoin nicht für ein legales Zahlungsmittel und will Maßnahmen ergreifen, um Zahlungen mit digitalen Währungen zu unterbinden. Finanzminister Arun Jaitley gab eine entsprechende Erklärung am Donnerstag vor indischen Parlamentariern. Allerdings gilt die Ablehnung nicht für die Kryptowährungen zu Grunde liegenden Technologie. „Die Regierung wird den Einsatz der Blockchain-Technologie aktiv untersuchen, um die digitale Wirtschaft voranzutreiben“, so Jaitley weiter. (Bloomberg)

+++ 1. Februar, 10.35 Uhr +++

Die Kryptowährung ist laut laut der Plattform Coinmarketcap wieder unter die Marke von 10.000 US-Dollar gefallen. Derzeit notiert sie bei 9.880 Dollar, ein Tagesminus von mehr als drei Prozent.

+++ 17.08 Uhr +++

Die Gründe für den schlimmsten Bitcoin-Monat seit 2013

Die wichtigsten Kryptowährungen notieren deutlich im Minus. Der Bitcoin verbucht im Januar sogar den größten Kursverfall seit 2013. Das globale Eingreifen der Aufseher wirkt, schreibt Felix Holtermann.

+++ 16.40 Uhr +++

Bitcoin schwankt um die 10.000 Dollar

Der Bitcoin kämpft weiter mit der 10.000-Dollar-Marke. Am Mittwochnachmittag notiert er bei 9921 Dollar. (HB)

+++ 14.45 Uhr +++

Facebook verbietet Werbung für Kryptowährungen

Facebook verbietet Werbung für Digitalwährungen wie Bitcoin. Es gebe zu viele Anbieter, die in betrügerischer Absicht auf das aktuelle Interesse am Kryptogeld aufspringen wollten, erklärte Facebook zur Begründung in einem Blogeintrag. Deshalb habe man sich zunächst bewusst für ein breit gefastes Verbot entschieden, während für die Zukunft an einer besseren Erkennung betrügerischer und irreführender Werbung in dem Bereich gearbeitet werde. Der Stopp gelte sowohl für die Facebook-Plattform als auch für den Fotodienst Instagram. Zugleich räumte Facebook ein, dass möglicherweise nicht alle Anzeigen herausgefiltert werden und ermutigte die Nutzer, durchgerutschte fragwürdige Werbung zu melden. (dpa)

+++ 14.44 Uhr +++

Das Auto hat bald ein eigenes Konto – dank Blockchain

In seiner Handelsblatt-Kolumne schreibt Volkswagen-Digitalvorstand Johann Jungwirth:

„Autos werden künftig nicht nur selbstständig fahren, sondern auch die Tankrechnung und die Parkgebühren bezahlen. Das Internet der Dinge macht es möglich. Entscheidend dabei: Eine Weiterentwicklung der Blockchain-Technik.“

+++ 31. Januar, 10.12 Uhr +++

Südkorea erwägt doch kein Handelsverbot für Kryptowährungen

Ein mögliches Verbot des Handels mit Bitcoin & Co. in Südkorea ist offenbar vom Tisch. „Wir haben nicht die Absicht, den Markt für Kryptowährungen zu verbieten oder zu unterdrücken“, sagte der südkoreanische Finanzminister Kim Dong-yeon am Mittwoch. „Die Regulierung der Börsen ist die vordringliche Aufgabe der Regierung.“ Bislang gibt es kaum gesetzliche Rahmen für das Geschäft mit Cyber-Devisen. In den vergangenen Wochen hatten Spekulationen um eine Schließung sämtlicher südkoreanischer Kryptobörsen für Aufregung gesorgt und den Kurs der ältesten und wichtigsten Internet-Währung, Bitcoin, auf Talfahrt geschickt. (Reuters)

+++ 20.42 Uhr +++

Venezuela treibt Plan für eigene Kryptowährung voran

Die Pläne des krisengeschüttelten Venezuela für eine eigene Kryptowährung werden konkreter. Präsident Nicolas Maduro erklärte am Dienstag, dass der Vorverkauf für die Petro genannte Cyberdevise am 20. Februar starten solle. Die linksgerichtete Regierung will damit vom Boom von Bitcoin und anderen Internetwährungen profitieren, um ihre Finanznot zu lindern und US-Sanktionen zu umgehen, die das südamerikanische Opec-Land weitgehend vom Finanzmarkt abschneiden. Maduro hatte die Digitalwährung im Dezember überraschend angekündigt. Sie soll mit den Rohstoffvorkommen besichert werden. Zuletzt war von der Ausgabe von 100 Millionen Petro und damit einem Volumen von rund sechs Milliarden Dollar die Rede. (Reuters)

+++ 30. Januar, 19.08 Uhr +++

US-Börsenaufsicht stoppt neue Cyberdevise wegen Betrugsverdacht

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die eine Milliarde Dollar schwere Ausgabe einer neuen Kryptowährung durch ein texanisches Geldhaus wegen Betrugsvorwürfen gestoppt. Die AriseBank aus Dallas habe für ihr Vorhaben bei Investoren mit dem falschen Hinweis geworben, dass sie eine Bank gekauft habe, die von der amerikanischen Einlagensicherung FDIC abgedeckt werde, teilte die Behörde am Dienstag mit. Die Details hat Handelsblatt-Korrespondentin Katharina Kort aufgeschrieben.

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • HB
  • ap
  • Bloomberg
  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Newsblog – Blockchain, Bitcoin, Ripple - Irans Zentralbank untersagt Geschäfte mit Kryptowährungen

13 Kommentare zu "Newsblog – Blockchain, Bitcoin, Ripple: Irans Zentralbank untersagt Geschäfte mit Kryptowährungen"

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar. Wir behalten uns vor, Leserkommentare, die auf Handelsblatt Online und auf unser Facebook-Fanpage eingehen, gekürzt und multimedial zu verbreiten.

  • Hätten sie mal in Kronen-Coins investiert, absolut stabil, wie von Hein Bloed versprochen.

  • "Herr Carlos Santos
    14.03.2018, 08:52 Uhr
    FRAU MERKEL GEHT, HERR HORST SEEHOFER WIRD NEUER BUNDESKANZLER !!!

    Dann erst beginnt für ganz Deutschland wieder Normalität !!!!!"

    ..................................................................................

    MIT SEEHOFER ALS KANZLER.....dann beginnt die NORMALITÄT!!!!!!!!!
    ...laut unserem.......CARLOS( der Herr der Punkte und GROSSBUCHSTABEN)


    BITTE,BITTE CARLOS

    WELCHEN TEE TRINKST DU MORGENS?????????????????


    ...................................................................

    PUNKTE UND GROSSBUCHSTABEN FÜR CARLOS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    ........................:::::::::::::::::::::::::::::::::::..................................





  • Es gibt halt zwei Gruppen, die Kryptowährungen aus scheinheiligen Gründen verteufeln:

    1. Politiker und Notenbanker, da sie dieses echte Volksgeld nicht kontrollieren und beliebig nach unten manipulieren können, wie es mit Staatsgeld geht (wie es z.B. die EZB mit dieser lausigen Esperanto-Weichwährung macht damit die Schulden der unfähigen Club-Med-Staaten weginflationiert werden).

    2. Anlageberater und Finanzmarkt-"Experten", die diese gigantisch lukrative Investitionsmöglichkeit verpennt haben und sich jetzt dafür rechtfertigen müssen. Um die eigene Unfähigkeit zu kaschieren werden da schon mal schräge Vergleiche mit der angeblichen Tulpenblase gezogen.

  • @ Carlos Santos

    ist schon traurig, wenn man sieht, dass Sie anscheinend nirgends investiert sind.
    Anscheinend alle Chancen der letzten Jahre verpasst.
    Aus Ihnen spricht der blanke Frust.


    Aber lustig ist es immer....was Sie so von sich geben, zwar inhaltlich immer falsch, aber lustig.

    Sie sollten an Fasching in die Bütt gehen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Der Kronen-Coin vom Hein macht das Rennen, denn die Flaschen kaufen alles.

  • Das ganze System hat nach meiner Meinung nur Kosten und keine Erträge.
    Gold ist nicht vergleichbar, da es auch in der Industrie und Schmuckbranche verarbeitet wird und echte Erträge generiert.
    Die "Kryptowerte" generieren nur Kosten für Produktion, Transaktion, Transfer, Konvertierung Kosten für Schutz vor Cyberkriminalität .. und diese Kosten trägt letztendlich der Nutzer.

  • Gier frisst Hirn - war leider immer so.
    Ich verstehe nicht, warum immer von Krypto-"Währungen" gesprochen wird.
    Eine Währung muss vor Allem eines sein: stabil!
    Keiner geht damit einkaufen. Was hat das mit Währung zu tun?
    Der Schei... ist durch nichts absichert.
    Reine Spekulation, um nicht zu Sagen: Schneeballsystem!
    Dachte immer, das wäre verboten?!

    Das Zeug wird nur gekauft, in der Hoffnung, es teurer weiter zu verkaufen.

    Am Ende haben viele Dumme, ein paar Clevere sehr reich gemacht.

    Was ist dann der Bitcoin wert? : Coin Bit

    Und aus Ripple wird: R.I.P :-)

  • Herr Ernst Thoma: Sowas gibt es bereits soweit ich weiß.

    Google sagt z.B. als erstes...

    http://www.lunarregistry.com/

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%