Niedrige Öl-Einnahmen

Kuwait erhöht Benzinpreise kräftig

Vor Kuwaits Tankstellen bildeten sich am Mittwoch lange Schlangen. Seit heute hat das Land wegen des niedrigen Ölpreises die Benzinpreise um bis zu 83 Prozent angehoben. Deutsche Autofahrer erblassen dennoch vor Neid.
Schnell noch einmal tanken: Seit Donnerstag kostet Benzin in Kuwait bis zu 49 Cent pro Liter. Quelle: dpa
Tankstelle in Kuwait

Schnell noch einmal tanken: Seit Donnerstag kostet Benzin in Kuwait bis zu 49 Cent pro Liter.

(Foto: dpa)

Kuwait-StadtDer eingebrochene Ölpreis auf dem Weltmarkt zwingt nun auch das Produktionsland Kuwait zur Erhöhung der Benzinpreise. Seit Donnerstag kostet Treibstoff an den Tankstellen des Golfstaates bis zu 83 Prozent mehr. Für deutsche Verbraucher wären die Preise aber immer noch sagenhaft günstig: Die Kosten belaufen sich nun je nach Qualität des Treibstoffs auf 25 bis 49 Euro-Cent pro Liter. Für die Kuwaitis ist es Berichten zufolge aber die heftigste Erhöhung seit Jahrzehnten – am Mittwoch hatten sich lange Schlangen vor den Zapfsäulen gebildet, um noch einmal zum alten Preis tanken zu können.

In den vergangenen Monaten hatten unter anderem bereits Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar ihre Subventionen für Treibstoff gekürzt und die Preise damit steigen lassen. Die ölreichen Golfstaaten leiden unter dem Preisverfall wegen eines Überangebotes auf dem Weltmarkt. In den vergangenen zwei Jahren war das Barrel (159 Liter) Öl von einem Wert von mehr als 100 US-Dollar auf zeitweise weniger als 40 US-Dollar gefallen.

Öl steigt weiter, Erdgas schmiert ab
Platz 18: Lebendrind
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So neugierig das Rind auch schaut, sein Wert an der Börse sinkt: Um 15,37 Prozent fielen die Erträge für Lebendrind seit Beginn des Jahres laut „Thomson Reuters/Jeffries CRB Index“ (RJ/CRB-Index). Der Index umfasst 19 verschiedene Futures, die an Warenterminbörsen gehandelt werden, und gilt als Indikator für die zukünftige Entwicklung der Inflation oder die Kostenentwicklung in der Industrie.

Platz 17: Orangensaft
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Gut für Gesundheitsbewusste: Der Orangensaft entwickelt sich zum Preisschlager. Seit Jahresbeginn haben die Preise um 11,04 Prozent nachgegeben.

Platz 16: Erdgas
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Der Verbraucher merkt es meist erst viel später – wenn überhaupt. Doch die Gaspreise sind seit Anfang des Jahres um 9,63 Prozent gesunken. Viele Experten rechnen jedoch mit einem langfristigen Anstieg des Preises, vor allem wegen schwindender Erdölreserven.

Platz 15: Kaffee
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Vom Luxusprodukt zum Alltagsgut: Auch Kaffee wird immer günstiger. Seit Jahresbeginn sanken die Preise zwar weniger stark als bei Lebendrind und Orangensaft – aber immerhin noch um 4,1 Prozent.

Platz 14: Kakao
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Nahezu preisgleich geblieben ist der Kakao – mit einem Rückgang von lediglich 0,12 Prozent seit Januar 2016.

Platz 13: Baumwolle
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Nur leicht teurer wurde dagegen Baumwolle. Der Rohstoff, der vor allem im China, Indien, den USA und Pakistan angebaut wird, verteuerte sich seit Jahresbeginn um 0,76 Prozent.

Platz 12: Weizen
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Er ist das am dritthäufigsten angebaute Getreide der Welt: der Weizen. In vielen Ländern wird er als Brotgetreide verwendet und gilt damit als Grundnahrungsmittel. Seit Januar hat sich der Rohstoff um 1,76 Prozent verteuert.

  • dpa
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