Notenbank-Entscheidung : Lockere Geldpolitik belastet Yen

Notenbank-Entscheidung
Lockere Geldpolitik belastet Yen

Die Sorge vor einem steigenden Inflationsziel belastet den Yen. Doch auch der Euro bewegt sich kauf vom Fleck. Die Daten zur deutschen Industrieproduktion könnten die Gemeinschaftswährung belasten.
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Frankfurt Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Japan hat der Währung des Landes am Mittwoch zugesetzt. Der Dollar erholte sich von seinen jüngsten Rücksetzern und stieg wieder auf 87,54 Yen nach 87,03 Yen im Vortagesgeschäft. Der Euro kletterte auf 114,52 Yen (Dienstag: 113,81 Yen).

Nach Reuters-Informationen erwägt die japanische Notenbank, noch in diesem Monat weitere Gelder in die Wirtschaft zu pumpen. Es sei wahrscheinlich, dass das Inflationsziel auf der Sitzung am 21. und 22. Januar auf zwei Prozent verdoppelt werde, hieß es. Die Zeichen stehen laut Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen weiter auf eine Yen-Schwäche. Die aggressive Geldpolitik in Japan belastet die Landeswährung seit Wochen. Zuletzt hatten Gewinnmitnahmen den Höhenflug des Dollar und Euro zum Yen aber unterbrochen.

Der Euro bewegte sich zum Dollar kaum vom Fleck: Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,3082 Dollar und damit in Reichweite ihres New Yorker Vortagesschlusses. Für Aufmerksamkeit dürften die Daten zur deutschen Industrieproduktion sorgen. „Enttäuschen die Zahlen ähnlich wie die Exporte und Auftragseingänge gestern, könnte das dem Markt den nötigen Schub für einen ernsthaften Test der psychologisch wichtigen 1,30-Unterstützungsmarke geben“, schrieb Analystin Nguyen. „Eine schwächer als erwartete deutsche Konjunktur würde eine Leitzinssenkung wieder wahrscheinlicher machen.“

Laut einer Reuters-Umfrage unter 73 Volkswirten rechnen bislang jedoch fast alle Experten damit, dass die Währungshüter der EZB den Schlüsselzins am Donnerstag auf dem historischen Tiefstwert von 0,75 Prozent belassen werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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