Notenbank kauft angeblich Dollar
Rubel-Chaos: Wettet Russland gegen die eigene Währung?

Der russische Rubel spielt verrückt. In den vergangenen Wochen verlor die Währung ein Drittel an Wert. Dann ging es wieder leicht aufwärts - auch weil die russische Notenbank alles daran setzte, um den Kursverfall zu stoppen. Doch jetzt könnten die Währungshüter ihre Strategie gewechselt haben.

HB MOSKAU. Die russischen Notenbank hat Händlern zufolge am Freitag am Devisenmarkt interveniert, um den jüngsten Anstieg des Rubels zu bremsen. Über die Summe herrschte in Moskau Uneinigkeit. Einige Händler sprachen von 700 Mio. Dollar, andere von 2,5 Milliarden. Der Rubel schloss gegenüber einem Korb aus Euro und Dollar bei der Marke von 39,09 – im Wochenverlauf hat die Wärhung damit um 4,5 Prozent zugelegt.

Der sinkende Ölpreis und die Finanzkrise haben das Land in die schwerste Wirtschaftskrise seit einem Jahrzehnt gestürzt. Auf Sicherheit bedachte Investoren zogen massiv Kapital aus Russland ab. Der Kurs der Heimatwährung Rubel verlor binnen Monaten ein Drittel an Wert und zog wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit der Euro-Zone auch den Euro mit nach unten. Die Moskauer Regierung musste in den vergangenen sechs Monaten ein Drittel ihrer Devisenreserven - rund 200 Mrd. Dollar - investieren, um den Rubel zu stützen und einen unkontrollierten Absturz wie bei der Russland-Krise vor zehn Jahren zu verhindern.

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