Nur moderater Preisrückgang für 2004 erwartet
Rohöl bleibt wegen hoher Nachfrage teuer

Rohöl ist unverändert teuer. Daran wird sich nach Ansicht vieler Experten auch im Jahr 2004 nicht viel ändern. Die Preise dürften frühestens im zweiten Quartal leicht fallen; einen regelrechten Preisrutsch wird es aber wohl kaum geben. Dagegen spricht zum einen die wachsende Nachfrage Chinas, zum anderen die Föderpolitik der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec).

HB DÜSSELDORF. Zuletzt erhielten die Rohölpreise sogar neuen Auftrieb. Mitte Dezember übersprang der Preis für das Nordseeöl Brent erneut die Marke von 30 Dollar je Barrel (159 Liter/ $/b). Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) notierte über 33 $. Ausgelöst wurde der Preissprung durch einen Wintereinbruch in den USA. Doch völlig überraschend kam diese Marktreaktion nicht, denn angesichts niedriger Lagerbestände hatten Experten davor gewarnt, dass sich die Versorgungslage schlagartig zuspitzen könnte.

Auch für die nächsten Monate zeichnet sich am Ölmarkt nach wie vor keine Entspannung ab. Sandra Ebner von der Deka Bank etwa weist darauf hin, dass sich die Lagerbestände immer noch auf historischen Tiefständen befinden. Daraus ergebe sich „zusätzlicher Nachfragedruck“. Und „China wird in Zukunft eine noch stärkere Rolle am Ölmarkt spielen“, sagt Ebner. Daraus sollten zwar keine drastischen Preissteigerungen resultieren, doch trage der hohe Bedarf Chinas dazu bei, dass der Ölpreis nicht falle.

Reinier Zwitserloot, Vorstandsvorsitzender der BASF-Tochter Wintershall in Kassel, blickt ebenfalls auf China. Der Chef der größten deutschen Ölfördergesellschaft sieht die Volksrepublik China als einen der treibenden Faktoren für eine erhöhte Nachfrage, die sich aber nur schwer kalkulieren lasse. Sein Fazit: „Ich meine, dass der steigende Bedarf speziell in diesem Markt unterschätzt wird.“

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