Ökonomen befürchten aber keine größeren Schäden
Hoher Ölpreis - Bremse für die Konjunktur

Der Ölpreis bremst die wirtschaftliche Dynamik – aber der Schaden hält sich in Grenzen. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich in diesem Jahr auf 4,3 Prozent von fünf Prozent im vergangenen Jahr abschwächen – auch wegen des hohen Ölpreises, erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF).

DÜSSELDORF. Allerdings verlangsamt sich das Wachstum von hohem Niveau aus: 2004 war die Weltwirtschaft so stark gewachsen wie seit 28 Jahren nicht mehr. Die Abschwächung ist also nicht dramatisch.

„Die Weltkonjunktur kommt eher recht als schlecht mit dem Ölpreis klar“, sagt Klaus Matthies, Rohstoffexperte beim Hamburgischen Weltwirtschafts-Archiv (HWWA). Zwar sei auch die deutsche Wirtschaft durch höhere Energiekosten noch nicht merklich belastet worden, meint Udo Ludwig, Konjunkturchef des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH). Gleichwohl sei der anhaltend hohe Ölpreis eine „schlechte Nachricht“. „Wir müssen jetzt unsere Annahmen korrigieren und einen höheren Ölpreis zu Grunde legen“, sagt Ludwig.

Das Institut wird in der kommenden Woche seine neue Konjunkturprognose veröffentlichen. Die Schätzung zum Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde voraussichtlich von derzeit 1,3 Prozent in Richtung ein Prozent gesenkt, sagte Ludwig gestern dem Handelsblatt. Die größte negative Wirkung entfalte der Ölpreis auf den ohnehin schon schwachen deutschen Konsum, betont Stefan Schneider, Chefvolkswirt International bei Deutscher Bank Research.

Dennoch: Trotz der Verteuerung ist der Ölpreis derzeit um Preissteigerungen bereinigt noch weit von seinem letzten Höchststand in der ersten Hälfte der 80er-Jahre entfernt. Damals mussten für ein Barrel (159 Liter) in realer Rechnung über 60 Dollar bezahlt werden.

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