Öl
Die hohe Nachfrage treibt den Preis

Aufgrund der momentanen politische Lage im Nahen Osten bleibt das "schwarze Gold" im Fokus. Doch auch die Konjunkturerwartungen lassen die Ölmärkte aufhorchen. Allerdings dürfte der Öldurst der Schwellenländer zunehmen.
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DüsseldorfWohl kein Rohstoff steht so stark im Mittelpunkt wie Rohöl. Preissteigerungen treffen Verbraucher und Industrie gleichermaßen. Investoren, die auf Preisveränderungen wetten wollen, bietet sich eine Fülle von Anlageprodukten. Dazu zählen Zertifikate oder Optionsscheine, aber auch die Aktien von Ölkonzernen wie Exxon, BP oder Shell.

Im Moment ist die Lage an den Ölmärkten leicht angespannt. Einerseits haben Krisen in Förderländern wie etwa Libyen zu Produktionsausfällen geführt. Andererseits trübt sich die Konjunktur ein. Durch eine wirtschaftliche Abschwächung würde die Ölnachfrage wichtiger Verbraucherländer wie der USA sinken. Noch aber gehen die Internationale Energieagentur und die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) davon aus, dass die Nachfrage eher zunehmen wird, da der Verbrauch von Schwellenländern wie China und Indien wächst.

„Die Unsicherheit im Markt wird noch wachsen“, erwartet Axel Herlinghaus, Rohstoffexperte der DZ Bank. Kurzfristig könne der Ölpreis zwar unter 100 Dollar fallen, doch spätestens Ende 2012 werde er wieder in Richtung 115 Dollar streben. Denn die Ölförderländer brauchten inzwischen höhere Preise und seien schneller bereit, „das Angebot bei Rückschlägen zu kürzen“. Aktuell kostet ein Barrel Rohöl, also 159 Liter, knapp 110 Dollar.


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