Öl, Gold, Silber: Rohstoffpreise sinken - Soros verkauft Gold

Öl, Gold, Silber
Rohstoffpreise sinken - Soros verkauft Gold

Am Freitag sind die Rohstoffmärkte innerhalb kurzer Zeit unter Druck geraten. Die Preise für Öl und Edelmetalle fielen deutlich. Gold kostete zeitweise unter 1600 Dollar. Der Grund: Schlechte Nachrichten aus den USA.
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Die Ölpreise sind am Freitagnachmittag stark abgerutscht. Nachfragesorgen lasteten auf den Notierungen, nachdem die Exporte aus dem Euroraum den stärksten Rückgang in fünf Monaten verzeichnet hatten und die Industrieproduktion in den USA überraschend gesunken war.

"Die Industrieproduktion ist geschrumpft, und die europäischen Daten setzen den Ölmarkt unter Druck", sagte Bill Baruch, leitender Marktstratege von Iitrader.com in Chicago. "Rohöl fährt bei 98 Dollar gegen eine Wand. Das ist ein wichtiger Widerstand und die Linie im Sand, auf die alle schauen."

Die US-Sorte WTI zur Lieferung im März kostete zuletzt 95,54 Dollar und damit 1,8 Prozent weniger als am Vortag. Die Nordsee-Sorte Brent notierte bei 116,85 Dollar ein Prozent leichter.

Technische Indikatoren deuten darauf, dass der Ölpreis in New York in den kommenden Tagen weiter sinken könnte. Die Futures hatten sich zuvor einem "Doppel-Top" angenähert, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

Gold wurde am Kassamarkt mit 1604,95 Dollar je Unze zuletzt 1,8 Prozent niedriger als am Vortag gehandelt. Zwischenzeitlich fiel der Preis sogar unter die Marke von 1600 Dollar.

Die Investoren George Soros und Louis Moore Bacon haben die Positionen an börsengehandelten Goldanlagen im vergangenen Quartal reduziert. Die weltweiten Investments in Gold - darunter Barren, Münzen und börsengehandelte Produkte - gingen im vierten Quartal um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 424,7 Tonnen zurück, wie der World Gold Council am Donnerstag berichtete.
Deutliche Preisrückgänge wurden auch bei anderen Metallen verzeichnet. So wurde Silber am Kassamarkt zwei Prozent niedriger gehandelt, Platin verlor 2,3 Prozent und der Palladiumpreis sank um 1,9 Prozent.

Kommentare zu " Öl, Gold, Silber: Rohstoffpreise sinken - Soros verkauft Gold"

Alle Kommentare
  • Die Börsen waren zu Kostos Zeiten keine anderen als heute. Es wurde immer spekuliert und das ist an sich nichts schlimmes. Wer spekuliert, macht nicht nur Gewinn auf Kosten anderer, sondern kann sich genausogut verspekulieren. Und es gab schon vor der New-Economy-Blase und der Immobilien-Blase Börsen-Crashs.

    Ich habe zwei seiner Bücher gelesen. Er hat sich, nach eigenen Aussagen von einem Spekulanten zu einem Investor entwickelt, weil Buy and Hold funktioniert. Außerdem wird Kosto auch immer falsch zitiert. Er hat niemals gesagt, man solle Aktien und Schlafmittel kaufen. Er hat gesagt, man solle Qualitätsaktien(!), internationale Standardtitel, also nicht irgendwelche Pennystocks. Kosto warnte auch vor dem Neuen Markt und irgendwie ist es schade, dass das Platzen dieses Marktes nicht mehr miterleben konnte.

    Die Kunst liegt im Einkauf. Buffet macht auch nichts anderes: Er sucht sorgfältig aus, er liest Bilanzen, beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell. Er kauft nichts, was Räder hat oder dessen Geschäftsgebaren er nicht versteht. Buffet betreibt keine Chart-Exegese.

  • Nur weil ich Gold als Absicherung kritisiere, impliziert dies noch lange nicht, dass ich Papiergeld befürworte. Es geht nicht um Papiergeld vs. Gold, sondern um Sachgüter vs. Gold. Ich habe doch schon einige Sachgüter genannt, die in der Krise wertvoller sind: Medikamente, haltbare Lebensmittel, Zigaretten, Spirituosen. Und ich denke an so ernsthafte Krisen wie kurz nach dem Krieg, als es in Deutschland keine gescheite Währung gab.

    Natürlich bekam man für Gold auch anständige Waren, aber man muss auch den Einkauf berücksichtigen. Für eine Unze Gold müsste ich 1600 € auf den Tisch legen. Nach Abzug der Lebenshaltungskosten müsste ich dafür ca. anderthalb Monate arbeiten. Für eine Stange Zigaretten müssten ich nicht einmal einen Tag arbeiten. Zigaretten sind auch die bessere Währung, weil Zigaretten abzählbar sind und in der Qualität besser bewertbar (die Marke zählt). Bei einem kostbaren Ring muss man dann aufpassen, dass man nicht doppelt übers Ohr gehauen wird. Außerdem können Sie nur den ganzen Ring versetzen, nicht den halben. Von Zigaretten aber haben Sie viele und die können feilschen, ob Sie nun 20 Zigaretten oder 22 Zigaretten für ein Ei bezahlen. Ich resümiere: Gold taugt nicht als die Krisenwährung, als das es immer hingestellt wird.

    Übrigens empfehle ich Aktien, keine Anleihen. Ich finde es immer wieder lustig, wenn mir jeder Hinz und Kunz vorrechnet, man hätte negative Renditen. Unternehmen erwirtschaften tatsächlich was und behinhalten kein Zinsversprechen, das auf einer wackligen Währung beruht. Siemens hat immer Güter hergestellt, die immer gefragt waren, unabhängig davon, welche Währung gerade existierte.

    Außerdem liegt die Inflationsrate mit Sicherheit nicht bei 8 %. Die Leute, die sowas behaupten, sind Opfer der selektiven Wahrnehmung. Machen Sie mal die Augen auf.

  • Ist das Sarkasmus pur? Lesen Sie mal meinen Komment über turing!

  • @turing:
    Zitat "Heute zahlt man für eine Unze Gold 1600 € und in der Notzeit erhält man dafür zwei Brote und ein Schinken. Doller Tausch!"
    Bitte verschonen Sie uns Kommentarleser mit diesem Oberschei..! Sie haben doch nicht die geringste Ahnung von Tauschmitteln oder glauben Sie allen ernstes, Sie würden zwei Brote und einen Schinken für bedrucktes wertloses Papier bekommen? Oder meinen Sie, der Lieferant würde ihre Bohrmaschine als Tauschmittel nehmen und dann an seinen eigenen Lieferanten weitergeben? Es ist unglaublich, welcher Blödsinn hier gepostet wird!
    Ihr Zitat:
    "Gold erwirtschaft nichts und ist auch keine gute Absicherung." fällt ebenso in die Quatschkategorie. Wo wollen Sie denn etwas erwirtschaften bei einem künstlich niedrig gehaltenem Zinssatz von 1,2 % und einer getürkten Inflationsrate von 2,5 % (in Wirklichkeit näher an 8 %!) Das entspricht einer Negativrendite von 1,3 bis 6,8 %, falls Sie das noch verstehen können. Die Transaktionskosten bei den Edelmetallen sind im Verhältnis zur Wertspeicherung vernachlässigbar. Schauen Sie mal in die Geschichte der Inflation in Deutschland, damals konnte man für ein paar Unzen Gold (sofern man welche hatte)ganze Villen in Berlin kaufen und nicht zwei Brote und Schinken. Ich empfehle Ihnen einen Besuch der ungarischen Zentralbank und der dortigen Ausstellung über die Inflationszeit (bin persönlich dort in Budapest gewesen)und Sie werden eine andere Sicht auf die Papiergeldbetrüger bekommen!

  • 'peterbabucke' sagt
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    Aber nochmal zu Soros: Woher glauben Sie denn hatte der Mann 1992 soviel Geld, um die gesamte Bank of England in die Knie zu zwingen? Und hätte er es - ALLEINE - wirklich geschafft, das Pfund aus dem EWR zu zwingen?
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    Erstens hat er das Geld von Investoren in seinem Quantum Fonds verwendet, und zweitens haben sich viele Spekulanten und Währungshändler 1992 an seine Spekulation "angehängt".

    Denn das Pfund war im Exchangerate-Mechanism überbewertet, und der Zwang die Zinserhöhungen der Bundesbank zu überbieten (10% - 12% - 15%) löste in Großbritannien eine schwere Rezession aus.

    Weshalb der Austritt letzendlich überwiegend auf das Eigeninteresse Großbritanniens zurückzuführen war, und nicht auf Soros und seinen Fonds.

    ...

    Den Einfluß des Hauses Rothschild überschätzen sie maßlos. Das 19. Jahrhundert ist schon lange vorbei, die Rothschild Bank (Gruppe) ist im internationalen Maßstab bestenfalls mittelgroß.

    Sollten sie 'Rothschild' als Codewort für 'Juden' verwendet haben, so bedenken Sie bitte, daß

    1. Nicht immer, wenn zwei (oder mehr) Juden das gleiche tun, ist das eine Verschwörung. Oft steht lediglich die Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund - an der Spekulation gegen das Pfund 1992 haben sich auch viele Nichtjuden beteiligt.

    2. Im internationalen Finanzjudentum gibt es sowohl proeuropäische wie auch antieuropäische Denkweisen. Das ist keine einheitliche "Bewegung" mit Zentralkomitee.

    3. Die Loyalität vieler Juden gegenüber den Zionismus ist oft sehr brüchig oder gar nicht vorhanden. Bei vielen Menschen jüdischer Herkunft hat letztere nur einen geringen Einfluß (wenn überhaupt einen) auf ihr Handeln.

    +++

    'peterbabucke' sagt
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    Qui bono?
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    Jeder will eben Geld verdienen.

    Wenn man richtig liegt, verdient man Geld.

    Wenn man verkehrt liegt, verliert man Geld.

    Wenn man öfter richtig als verkehrt liegt, verdient man langfristig Geld.

  • @ Turing

    Herzlich Willkommen in den Kommentarspalten des Handelsblatts.

    Leute mit Ihrem Realitätssinn sind hier leider Mangelware.

  • Vielen Dank. Den "Verschwörungstheoretiker" nehme ich als Kompliment.
    Stimmt, Kostolany hielt nichts von Gold. Aber - Gott habe ihn selig - Kostolany ist tot. Und hätte er gesehen, was die Zentralbanken nach 2008 mit ihren Bilanzen gemacht haben, könnte ich mir gut vorstellen, daß er seine Meinung geändert hätte. Zu Kostolanys Zeiten waren die Börsen auch noch das, was sie eigentlich sein sollten: staatlich geregelte Marktplätze und keine selbst gelisteten, profitorientierten Casinos.
    Aber nochmal zu Soros: Woher glauben Sie denn hatte der Mann 1992 soviel Geld, um die gesamte Bank of England in die Knie zu zwingen? Und hätte er es - ALLEINE - wirklich geschafft, das Pfund aus dem EWR zu zwingen? Qui bono?

  • Vielen Dank. Den "Verschwörungstheoretiker" nehme ich als Kompliment.
    Stimmt, Kostolany hielt nichts von Gold. Aber - Gott habe ihn selig - Kostolany ist tot. Und hätte er gesehen, was die Zentralbanken nach 2008 mit ihren Bilanzen gemacht haben, könnte ich mir gut vorstellen, daß er seine Meinung geändert hätte. Zu Kostolanys Zeiten waren die Börsen auch noch das, was sie eigentlich sein sollten: staatlich geregelte Marktplätze und keine selbst gelisteten, profitorientierten Casinos.
    Aber nochmal zu Soros: Woher glauben Sie denn hatte der Mann 1992 soviel Geld, um die gesamte Bank of England in die Knie zu zwingen? Und hätte er es - ALLEINE - wirklich geschafft, das Pfund aus dem EWR zu zwingen? Qui bono?

  • Und Sie sind ein Verschwörungstheoretiker. Sie denken zu kompliziert. Soros sucht wie jeder Anleger seinen Vorteil, das war's. Dazu braucht man nicht "Lakai von Rothschild" zu sein.

    Soros genießt in Europa ohnehin viel zu viel Ansehen. Meines Wissens durfte er auch schon bei Illner oder Christiansen in die Sendung. Dabei ist er doch nur ein Wichtigtuer, der einerseits seine Geschäfte macht, andererseits sich dem linken, ökotopistischen Mileu anbiedert, mit seiner Kapitalismuskritik und seinen Milliarden-Investitionen in "erneuerbare Energien".

    Und was Gold angeht: Kostolany hielt nichts von Gold. Buffet hält nichts von Gold. Und mein gesunder Menschenverstand hat mich - unabhängig von Kosto und Buffet - auch zum Goldkritiker werden lassen. Gold hat fast keinen praktischen Wert. Ein Ring an der Hand einer schönen Frau wäre etwas schönes, etwas vorzeigbares, aber er ist nicht nützlich. Goldbarren sind ja noch schlimmer: Die kauft man, schließt die weg und erzählt es niemanden, dass man sowas hat. Und es entstehen Kosten für die Lagerung.

  • Ich höre sehr genau hin: Diese Leute verbreiten eine Weltuntergangsstimmung und stellen wilde Verschwörungstheorien auf. Und ich kann Gold als Investition auch nicht nachvollziehen. Heute zahlt man für eine Unze Gold 1600 € und in der Notzeit erhält man dafür zwei Brote und ein Schinken. Doller Tausch!

    Gold erwirtschaft nichts und ist auch keine gute Absicherung. Eine gute Absicherung ist, gute handwerkliche Kenntnisse zu haben und wenn man das nicht nicht, dann sehr begeehrte Güter zu haben, die lange haltbar sind: Spirituosen, Aspirin und an andere Medikamente, Zigaretten.

    Und sollte die Megakrise ausbleiben, ist man mit Aktien besser dran, die da ist man Miteigentümer an Unternehmen, die tatsächlich zur Wertschöpfung beitragen.

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