Öl, Gold und Kupfer
Anleger nehmen Gewinne bei Rohstoffen mit

Die Investoren haben die hohen Preise für viele Rohstoffsorten am Donnerstag für Gewinnmitnahmen genutzt. Die Preise für Öl, Gold und Kupfer sanken.

HB FRANKFURT. Am Mittag wurden für ein Barrel (159 Liter) US-Öl der Sorte WTI 79,53 Dollar gezahlt, 41 US-Cent weniger als am Vortag. Brent notierte mit 76,98 Dollar 21 Cent tiefer. Zur Begründung verwiesen Händler auf den überraschenden Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA, die am Vortag gemeldet worden waren.

Den Daten zufolge waren die Rohöllagervorräte der USA in der vergangenen Woche um 1,2 Mill. Barrel gestiegen, während Experten im Schnitt mit einem Rückgang um 800 000 Barrel gerechnet hatten. Doch im Vergleich zur Woche zuvor seien die Reaktionen sehr moderat ausgefallen, was die äußerst optimistische Einstellung der Marktteilnehmer zum Ölpreis verdeutlicht, schrieb Rohstoff-Analyst Eugen Weinberg von der Commerzbank. Er rechnet damit, dass der Ölpreis in den kommenden Wochen weiter fallen wird.

Gold verbilligte sich zeitweise bis auf 723,60 Dollar je Feinunze. Es gebe Gerüchte, dass europäische Zentralbanken Gold verkauften, sagten Händler. Daher hätten einige Investoren rasch ihre Gewinne realisiert. Am Montag war der Preis für das Edelmetall bis auf 747,65 Dollar gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit Januar 1980 erreicht. Im Lauf der Woche allerdings sank der Preis um rund drei Prozent. Sollte der Dollar seinen Anstieg fortsetzen, könnte der Goldpreis auch weiter fallen, vor allem, wenn der Dollar rasch aufwerten sollte, sagten die Analysten von Investec Australia. Mittel- bis langfristig trauen sie dem Goldpreis jedoch wieder höhere Niveaus zu: Das starke Interesse der Investoren und die Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten könnten den Preis für das Edelmetall sogar auf neue Rekordhochs über 750 Dollar treiben.

Der Preis für eine Tonne Kupfer sank am Terminmarkt um 1,2 Prozent auf 8200 Dollar. Nachdem der Preis für das vornehmlich am Bau verwendete Basismetall in den vergangenen Tagen auf ein Fünf-Monats-Hoch gekletterte war, hätten einige Investoren nun Gewinne mitgenommen, sagten Händler. Allerdings seien die Umsätze nicht sehr hoch, und die Nachricht eines Streiks in Peru sorge zudem für Unterstützung. In Peru sind die Arbeiter bei Southern Copper am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten. Davon betroffen sind zwei Minen, die rund 370 000 Tonnen Kupfer im Jahr fördern.

Der Reuters-Rohstoffindex startete kaum verändert bei 328,15 Punkten in den Handel.

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