Öl
Ölpreise legen dank sinkender Reserven zu

Dank eines Rückgangs bei den US-Reserven sind die Ölpreise am Mittwochmorgen wieder gestiegen. Im Laufe des Tages rechnen Anleger zudem mit weiteren guten Nachrichten aus den Vereinigten Staaten.
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Singapur/FrankfurtDie Ölpreise sind am Mittwoch nach einem Rückgang der US-Ölreserven gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 54,45 US-Dollar. Das sind 28 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai stieg um 32 Cent auf 51,35 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise mit neuen Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl in den USA. Das private American Petroleum Institute (API) hatte am Vorabend gemeldet, dass die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche um 1,83 Millionen Barrel gefallen seien. Doch sind sie immer noch nahe des Rekordhochs. Seit elf Wochen steigt in den USA die Zahl der Bohrtürme kontinuierlich. Ein Rückgang der Ölreserven kann ein Hinweis auf ein sinkendes Angebot sein und sorgt in der Regel für steigende Ölpreise. Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Lagerbeständen auf dem Programm. Auch hier rechnen Experten mit einem Rückgang der Reserven.

Einen weiteren Grund für den Ölpreisanstieg nannten Händler laut der Nachrichtenagentur Reuters: Auslöser des Preisanstiegs ist demnach ein reparaturbedingter Ausfall der Förderung im britischen Buzzard-Ölfeld in der Nordsee. Dort werden normalerweise 180.000 Fässer täglich gefördert. Doch auch der Tankerverkehr auf den Weltmeeren hat offenbar nachgelassen: Nach Erhebungen der Datenanalysefirma Vortexa sanken die Lieferungen mit Öltankern durch die Opec in diesem Jahr um 17 Prozent.

„Wir haben seit Januar einen deutlichen Rückgang des globalen Öl-Angebots erlebt“, sagte der Vortexa-Chef, Fabio Kuhn. „Diese Veränderungen sind ein Signal, dass das Ausbalancieren schneller passiert, als einige im Markt erwartet hätten.“ Das Überangebot an Öl hatte seit 2014 die Preise ins Taumeln gebracht. Allerdings hat in den USA die Förderung in diesem Jahr wieder deutlich angezogen. Denn dank des technischen Fortschritts lohnt sich die Gewinnung von Öl aus Schiefer wieder.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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