Öl-Produktion: Russland hofft auf Halbierung der Überproduktion

Öl-Produktion
Russland hofft auf Halbierung der Überproduktion

Nach dem erfolgreichen Abkommen über eine mögliche Deckelung der Ölförderung, hofft Russland, dass die Maßnahmen die Überförderung halbieren könnten. Auch ohne Beteiligung des Irans glaube man an einen Erfolg.

KrasnojarskEine Deckelung der Ölförderung könnte nach Ansicht Russland die Überproduktion in etwa halbieren. Derzeit würden pro Tag 1,8 Millionen Barrel zu viel Öl gefördert, sagte der russische Vize-Energieminister Alexej Texler am Freitag. Sollte das Anfang der Woche erzielte Abkommen greifen, wäre es nur die Hälfte. Selbst wenn sich der Iran nicht an dem Vorhaben im Kampf gegen den Ölpreisverfall beteilige, werde es Auswirkungen am Markt haben.

Die Förderländer Russland, Saudi-Arabien, Venezuela und Katar hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, die Produktion auf dem Niveau vom Januar einzufrieren. Sie schränkten aber ein, dass das Abkommen nur greifen soll, wenn auch andere große Öl-Länder mitmachen.

Der Iran begrüßte das Vorhaben zwar, ließ eine Teilnahme aber offen. Das Land darf nach dem Wegfall von Sanktionen in Zusammenhang mit dem Atomprogramm erst seit Januar wieder Öl in großem Stil exportieren. Es sei im Interesse des Iran, sich an der Deckelung zu beteiligen, weil es dem Land bei der Rückkehr an den Markt zu besseren Preisen verhelfen könnte, sagte Texler. „Jedes Land kann sich dem Abkommen anschließen. Aber wir sind Realisten. Nicht jedes Land wird es tun“, erklärte er weiter. Russland selbst will dem Vize-Energieminister zufolge seine Produktion in diesem Jahr um 1,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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