Öl über 60 Dollar
Aktien-Rally bremst Gold-Erholung

Die Rekordkurse an den US-Aktienmärkten haben am Donnerstag die Erholung des Goldpreises gebremst. Das Edelmetall verteuerte sich auf 573,20 Dollar je Feinunze, nachdem es am Vortag zeitweise auf ein Vier-Monats-Tief von 559,40 Dollar gefallen war.

HB FRANKFURT. „Kurzfristig orientierte Anleger ziehen Geld aus dem Goldmarkt ab und schichten in US-Aktien um“, sagte ein Händler. Mittelfristig stünden die Zeichen aber auf Kursgewinnen, da unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 600 Dollar die Nachfrage vor allem der Schmuckindustrie zunehme.

Unterstützung erhielt das Edelmetall nach Aussagen von Händlern außerdem vom anziehenden Ölpreis, da Anleger Gold oft als Absicherung gegen Inflationsrisiken nutzen. Öl übersprang nach der Ankündigung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die Förderung „sobald wie möglich“ um eine Million Barrel (159 Liter) täglich zu reduzieren, die psychologisch wichtige Marke von 60 Dollar je Barrel. Die beiden führenden Öl-Sorten Brent und WTI verteuerten sich jeweils um rund eineinhalb Dollar auf 60,77 beziehungsweise 60,82 Dollar je Barrel. Damit liegen sie aber noch immer fast 20 Dollar unter den Rekordständen von Juli und August.

Unterdessen gaben Käufe von Schnäppchenjägern den Basismetallen Auftrieb. Kupfer verteuerte sich um mehr als zwei Prozent auf 7310 Dollar je Tonne. Am Mittwoch war der Rohstoff für Wasserrohre und Stromkabel auf ein Drei-Monats-Tief von 7030 Dollar gefallen. „Es kommt frisches Geld von kurzfristig orientierten Fonds in den Markt“, sagte ein Händler.

Außerdem nehme die physische Nachfrage zu. „Kein Wunder bei diesem guten Niveau“, betonte ein Börsianer. Schließlich drohten immer noch Streiks und Angebotsengpässe. Der Reuters-Rohstoffindex legte im frühen Handel 0,5 Prozent auf 299 Punkte zu.

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