Öl und die Opec Der Iran träumt vom nächsten Ölboom

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Zamaninia: „Bin nicht vorsichtig, sondern sehr optimistisch“
Diese Männer wollen den Ölpreis bestimmen
Treffen der Opec
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Treffen der Opec in Istanbul. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) würden die Fördermenge gerne begrenzen. Im September 2016 hatte das Ölkartell auch einen entsprechenden Plan verkündet. Passiert ist seitdem aber wenig. Die Skepsis wächst, dass es überhaupt zu einem Abkommen kommt. Diese Männer ringen um eine Einigung.

Saudi-Arabien
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Khalid al-Falih ist seit Mai 2016 Ölminister von Saudi-Arabien – und damit ein mächtiger Mann. Sein Land ist der wichtigste Akteur im Ölgeschäft. Doch auch den Scheichs macht der niedrige Ölpreis zu schaffen.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 158 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 266 Milliarden Barrel

Venezuela
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Der venezolanische Öl- und Bergbauminiser Eulogio del Pino. Vor einigen Jahren überholte Venezuela Saudi-Arabien, was die größten Öl-Reserven der Welt angeht.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 36 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 301 Milliarden Barrel

Die folgenden Teilnehmer des OPEC-Treffens sind nach den Öl-Reserven ihrer Heimatländer sortiert. Quelle: OPEC

Iran
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Der iranische Öl-Minister Bijan Namdar Zanganeh. Im Handelsblatt-Interview hatte er schon früh die Position seines Landes deutlich gemacht, sobald die Sanktionen gegen das Land aufgehoben sind: „Wir wollen schrankenlos Öl und Gas exportieren“

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 27 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 158 Milliarden Barrel

Irak
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Adil Abd Al-Mahdi war bis 2016 irakische Ölminister. Auf ihn folgte Jabbar Ali Hussein Al-Luiebi.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 54 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 143 Milliarden Barrel

Kuwait
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Der Finanz- und Ölminister Kuwaits: Anas Khaled Al-Saleh.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 49 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 101 Milliarden Barrel

Vereinige Arabische Emirate
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Der Energie- und Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Mohamed Al-Mazrouei.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 52 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 98 Milliarden Barrel

Heute ist der Ölmarkt überversorgt. Zwar soll die Nachfrage in den kommenden Jahren steigen, aber die Konkurrenz bleibt groß. Die USA werden sich zunehmend selbst versorgen. Das Land braucht künftig also weniger Importe als bisher. Und auch dieses dann frei gewordene Öl müsste sich neue Märkte suchen. Mit diesem Angebot wird der Iran also konkurrieren.

Gerade der iranische Erzfeind innerhalb der Opec, Saudi-Arabien, dürfte alles andere als erfreut sein. Während sich das Königreich am Golf derzeit massiv einschränkt, um Angebot und Nachfrage am Weltmarkt auszugleichen und somit den Ölpreis zu stabilisieren, träumt der Iran schon von der nächsten Öl-Bonanza. Der nächste Konflikt im Ölkartell scheint da schon vorprogrammiert. Der Iran ist derzeit mit 3,9 Million Barrel täglich geförderten Öls hinter Saudi-Arabien (9,9 Millionen Barrel) und dem Irak (4,5 Millionen Barrel).

Allein allerdings verfügt der Iran nicht über das nötige Know-How, um seine Produktion wie gewünscht auszuweiten. Damit die großen Ambitionen des Opec-Schwergewichts Iran Wirklichkeit werden, muss die Regierung in Teheran verlässliche Rahmenbedingungen für ausländische Investoren setzen. Zum Ziel des Iran, die Förderkapazität bei der Rohölförderung innerhalb von fünf Jahren um mehr als ein Drittel zu steigern, sagte OMV-Ölvorstand Pleininger auf Anfrage: „Voraussetzung dafür ist, dass ausländische Investoren Verhältnisse vorfinden, die eine wirtschaftliche Entwicklung von Feldern ermöglichen.“ Der Manager ergänzte zuversichtlich: „Wir vertrauen darauf, dass der Iran dazu bereit ist, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten.“

Einen Dämpfer für das Expansionsbestreben gab es jüngst allerdings aus den USA. Nach einem Raketentest des Irans hat die Trump-Regierung neue Sanktionen angedroht. Dabei wurden die meisten Strafmaßnahmen gegen das iranische Atomprogramm erst Anfang 2016 aufgehoben. Seitdem konnte das Land seine Ölproduktion stark erweitern. Neue Unsicherheit könnte internationale Kapitalgeber verschrecken.

Der Vize-Ölminister Zamaninia hält dies allerdings nicht für ein größeres Hindernis. Obwohl sich die politischen Beziehungen zwar etwas angespannt hätten, sei dies für das Öl- und Gasgeschäft nicht mehr als ein vorübergehender „Schluckauf“. „Ich bin nicht vorsichtig, sondern sehr optimistisch, dass gute Zeiten für unser Öl- und Gasgeschäft vor uns liegen, um die verlorene Zeit wieder wett zu machen.“

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