Öl wieder unter 61 Dollar
Metallpreise ziehen an

Wie bereits in den vergangenen Tagen hat der auf Rekordniveau notierende Zinkpreis auch zum Wochenausklang die Gespräche an den internationalen Rohstoffmärkten bestimmt.

HB FRANKFURT. Aufgrund historisch niedriger Lagerbestände kletterte der rollierende Zinkfuture an der London Metal Exchange am Freitag bis auf 4 150 Dollar pro Tonne. Zink wird vor allem zur Beschichtung von Eisen- und Stahlblechen eingesetzt, da es korrosionsschützende Eigenschaften hat.

Grund für die seit mehr als einem Jahr anhaltende Zink-Hausse ist die zunehmende Knappheit des Industriemetalls. Die derzeitigen Lagerbestände entsprechen einem Welt-Tagesbedarf von weniger als vier Tagen. Der Zinkpreis hat sich seit Anfang des Jahres mehr als verdoppelt.

Auch der Preis für Aluminium zog am Freitag kräftig an. Das Metall verteuerte sich unterstützt von kräftiger physischer Nachfrage auf mehr als 2 800 Dollar je Tonne. Auch Kupfer und andere Basismetalle verteuerten sich leicht.

Am Ölmarkt fielen die richtungweisenden Ölfutures wieder unter 61 Dollar je Barrel (159 Liter), hielten sich jedoch über der psychologisch wichtigen Marke von 60 Dollar.

Händler sagten, die Lagerbestände in den USA hätten sich nach dem kräftigen Rückgang in der vergangenen Woche nun wohl wieder stabilisiert. Der Druck auf den Markt habe damit nachgelassen.

In den Vereinigten Staaten hatte die vorübergehende Schließung des bedeutendsten Ölhafens am Golf von Mexiko, dem Louisiana Offshore Oil Port (LOOP), für einen Rückgang der Reserven um rund 3,3 Millionen Barrel gesorgt. „Es sieht aber so aus, als ob der LOOP wieder arbeitsfähig ist und sich die Lage beruhigt“, sagte ein Ölhändler.

US-Leichtöl kostete am Freitagnachmittag an der Nymex 60,40 Dollar. Ein Fass der wichtigsten Nordseesorte Brent mit Liefertermin im Dezember wechselte für 60,75 Dollar den Besitzer. Am Donnerstag waren die Futures an der Nymex über 61 Dollar gestiegen.

Gold hielt sich am Freitag knapp unter 600 Dollar je Feinunze. Der Reuters-Rohstoffindex fiel am letzten Handelstag der Woche um marginale 0,05 Prozent auf 311,65 Punkte.

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