Ölmarkt beruhigt sich etwas
Metallmärkte stabil

Das Geschehen am Rohölmarkt hat sich nach dem Ende der Blockade einer Ölverteilstation in Nigeria etwas beruhigt. An den Metallmärkten blieb es am Mittwoch ruhig.

HB FRANKFURT. Der Preis für das Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent fiel am Nachmittag wieder knapp unter die Marke von 68 Dollar. Tags zuvor war der Preis für den Terminkontrakt zur Lieferung im Juni um mehr als zwei Dollar in die Höhe gesprungen. Auslöser war die Furcht vor Lieferengpässen für den Weltmarkt, nachdem Rebellen durch die Blockade eines Werks von Royal Dutch Shell dafür gesorgt hatten, dass die Förderung um weitere 170 000 Barrel zurückging. Attacken militanter Siedler im Delta des Niger haben bislang die Auslieferung von fast 900 000 Barrel Rohöl beeinträchtigt - rund ein Drittel der Fördermenge, die sonst vom achtgrößten Ölproduzenten der Welt bereitgestellt wird. US-Leichtöl kostete am Mittwochnachmittag 62,80 Dollar je Barrel - rund einen halben Cent weniger als wenige Stunden zuvor. Neue Impulse erwarten Analysten von der am Nachmittag anstehenden wöchentlichen Veröffentlichung der US-Benzinlagerbestände (14.30 Uhr MESZ). Diese stehen besonders im Fokus der Märkte, weil in den USA in Kürze die Urlaubssaison beginnt, zu der die Nachfrage nach Benzin sprunghaft anzieht.

Der Goldpreis pendelte zur Wochenmitte um 670 Dollar und lag damit rund zwei Dollar unter seinem Vortagesniveau. „Wir befinden uns im Niemandsland“, sagte John Read, Metallanalyst bei der Schweizer Großbank UBS. Entscheidend werde die weitere Entwicklung des Dollar sein. Bleibt er schwach, dürften die Edelmetallnotierungen anziehen, da sie als Alternative zum Dollar als Basisinvestment gelten. In Erwartung eines solchen Szenarios hatte HSBC Trinkaus & Burkhardt am Dienstag die Prognosen für praktisch alle Edelmetallpreise angehoben und dies mit der anhaltenden Dollarschwäche, steigenden Ölpreisen und der robusten Nachfrage durch Fonds nach Metallen begründet.

Kupfer, das wichtigste Industriemetall, kostete 7670 Dollar je Tonne.

Der Reuters-Rohstoffindex fiel zum Handelsbeginn um 0,02 Prozent auf 310,43 Punkte.

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