Ölpreis
Brent klettert wieder über 50-Dollar-Marke

Iran soll offen für eine konzertierte Aktion zur Begrenzung des weltweiten Überangebots an Rohöl sein. Hoffnungen auf eine Förderbremse treiben den Preis für die Nordseesorte Brent am Dienstag erneut in die Höhe.

Frankfurt/Dubai/LondonNeue Hoffnungen auf eine Begrenzung der weltweiten Rohöl-Förderung haben den Preis am Dienstag in die Höhe getrieben. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 50,21 Dollar je Barrel. Zuvor hatte es sich zeitweise auf 48,48 Dollar verbilligt.

Auslöser der aktuellen Rally: Der Iran hat Insidern zufolge eine größere Bereitschaft für eine konzertierte Aktion zur Begrenzung des weltweiten Öl-Überangebots angedeutet. Die Regierung in Teheran sei offen für einen solchen Schritt, verlautete am Dienstag aus Opec- und Branchenkreisen.

Die islamische Volksrepublik habe zudem ihre Teilnahme am nächsten Opec-Treffen vom 26. bis 28. September in Algerien bestätigt. Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) will dann mit anderen Produzenten über eine Förderbremse beraten. Iran ist nach dem Ende der westlichen Sanktionen erst Anfang des Jahres auf den Weltmarkt zurückgekehrt.

Im Juni hatten sich die Opec-Staaten erneut nicht auf eine gemeinsame Obergrenze für die Öl-Produktion einigen können. Das Förderkartell verständigte sich damals lediglich darauf, am Ziel einer Marktstabilisierung festzuhalten. Experten zufolge verhinderte der Streit zwischen den Erzrivalen Saudi-Arabien und Iran eine weitergehende Vereinbarung.

Hoffnungen auf eine Einigung hatten den Preis für Brent in den vergangenen Wochen um knapp 20 Prozent auf mehr als 50 Dollar getrieben. Aufkommende Zweifel an einer Beteiligung Irans und am Zustandekommen einer Vereinbarung setzten dem Höhenflug in den vergangenen Tagen aber ein vorläufiges Ende. Iran ist erst nach dem Ende der westlichen Sanktionen Anfang des Jahres auf den Weltmarkt zurückgekehrt.

Das seit Monaten niedrige Preisniveau ist insbesondere die Folge eines Kampfes um Marktanteile. Dieser beeinträchtigt vor allem Staaten wie den Iran und Russland, deren Staatshaushalte zu einem großen Teil vom Energie-Export abhängig sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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