Ölpreis
Drohende Kurdistan-Blockade treibt Preis

Auch am Dienstag ist der Auftrieb der Ölpreise ungebrochen und bleibt weiterhin über der 50-Dollar-Marke. Besonders die drohende Blockade der Öllieferungen aus dem kurdischen Teil des Iraks treibt den Preis in die Höhe.
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Die Ölpreise sind m Dienstag weiter gestiegen. Hauptgrund war die Drohung der Türkei, Öllieferungen aus dem kurdischen Teil des Irak zu blockieren. Davon war vor allem der Preis für europäisches Rohöl betroffen. Er stieg auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren.

Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Dienstagmorgen 59,31 Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Montag. Mit 59,49 Dollar wurde zuvor der höchste Stand seit Juni 2015 erreicht. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um sechs Cent auf 52,28 Dollar. WTI kostet derzeit so viel wie seit April dieses Jahres nicht.

Die türkische Regierung hatte am Montag damit gedroht, keine Rohöllieferungen mehr aus dem kurdischen Teil des Irak durch die Türkei fließen zu lassen. Trotz scharfer internationaler Kritik hatten die Kurden im Nordirak in einem historischen Referendum über ihre Unabhängigkeit abgestimmt. Die Türkei lehnt eine Unabhängigkeit ab, da sie eine Destabilisierung der Region befürchtet. In der Türkei leben viele Kurden. Der Irak ist ein ölreiches Land.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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