Ölpreis Opec zwischen Chaos und Hoffnung

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„Es wird eine Kürzung geben, definitiv!“
Wenn der Ölpreis explodiert
1973
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Weil Israel im Jom-Kippur-Krieg arabische Gebiete besetzt, dreht die Opec den Ölhahn zu – der Ölpreis zieht an und stürzt die Welt in eine Energiekrise und in die Rezession. In Deutschland ist Autofahren sonntags zeitweise verboten. Der bis dahin jahrelang konstant gehaltene Ölpreis klettert in wenigen Jahren und in großen Sprüngen von etwa 3 auf mehr als 10 Dollar pro Barrel.

1979/80
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Im Iran ergreifen die Mullahs um Revolutionsführer Khomeini die Macht; die Ölproduktion des Landes bricht ein. Der Ölpreis marschiert in Richtung 20 Dollar.

1990/91
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Der Irak überfällt Kuwait, kurz darauf marschieren die USA im Irak ein. Kuwait besitzt nach Saudi-Arabien, Irak und Iran die größten Reserven. Der Ölpreis überspringt die Marke von 40 Dollar.

2003
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Diktator Saddam Hussein wird gestürzt. Die irakische Ölindustrie ist weitgehend zerstört. Der Ölpreis liegt im Bereich von 35 Dollar.

2008
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Gute Weltkonjunktur und Spekulation treiben den Ölpreis vor dem Lehman-Crash auf ein Hoch bis in den Bereich von 150 Dollar.

2011
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Fast in der gesamten arabischen Welt brechen Unruhen aus. In den Industrieländern wächst die Angst vor einem Versorgungsengpass. Von Januar 2011 bis zum 11. März 2011 steigt der Ölpreis von 92 auf zeitweise 116 Dollar.

2012
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Ende Juni 2012 sinkt der Brent Rohölpreis unter 90 Dollar pro Barrel und der WTI Ölpreis unter 80 Dollar. Im Juli erholen sich die Preise schließlich wieder, angesichts der Erwartung, dass die politischen Entscheidungsträger in den USA, Europa und China, Maßnahmen ergreifen, um das Wirtschaftswachstum zu stimulieren.

Das sah bis zuletzt noch ganz anders aus. Zu Beginn der Woche drohte gar Saudi-Arabien, das mit 10,6 Millionen Barrel täglich für etwa ein Drittel der Opec-Produktion steht, ohne Einigung aus Wien abzureisen. „Der Markt wird sich 2017 auch ohne einen Eingriff der Opec ausgleichen“, sagt Ölminister Khalid Al-Falih. Ihm passte es nicht, dass etwa der Iran, der zweitgrößte Produzent der Opec, nicht zu Einschränkungen bereit war. Der ständige Zwist ließ die Ölpreise am Dienstag um vier Prozent fallen. Doch der jüngste Optimismus für ein Minimalziel ließ sie heute wieder um sieben Prozent steigen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet wieder knapp 50 Dollar.

Nun scheint es, als könnten die drei größten Produzenten – Saudi-Arabien, Iran und Irak – ihre Streitigkeiten doch noch lösen können. Der irakische Ölminister ging mit einer klaren Botschaft in den Tag: “Es wird eine Kürzung geben, definitiv!“, erklärte er Reportern vor der Opec-Konferenz.

In Wien kursieren gar Gerüchte, dass das Minimalziel des Kartells – 800.000 Barrel pro Tag – sogar noch aufgestockt werden könnte. So habe Bloomberg von einer mit der Verhandlung vertrauten Person erfahren, dass Nicht-Opec-Mitglieder ebenfalls 600.000 Barrel täglich vom Markt nehmen könnten. Insgesamt würde dies eine Reduktion um 1,4 Millionen Barrel bedeuten. Eine Opec-Sprecherin wollte die Meldung nicht kommentieren.

Inmitten all des Optimismus brachte der Chef der ecuadorianischen Opec-Delegation jedoch auch etwas Ernüchterung, was die langfristigen Aussichten des Ölmarktes: „Niemand hat ein Interesse, dass der Preis fällt. Der Ölpreis wird leicht steigen. Doch niemand glaubt mehr daran, dass das Preisniveau vor drei oder vier Jahren wieder erreicht wird.“ Der Außenminister spielte auf einen Preis von mehr als 100 Dollar pro Barrel an.

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4 Kommentare zu "Ölpreis: Opec zwischen Chaos und Hoffnung"

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • Da sieht man mal wieder die Deutschen Medien, wie Sie sich einen steigenden Ölpreis für die Deutschen Energieverbraucher herbeiwünschen damit die Deutschen Bürger mehr und mehr für Energie zahlen dürfen und damit im Mangel und Armut gehalten werden.
    Aber die freie Marktwirtschaft = Gesellschaft der Welt wird euch was pfeifen und noch mehr Oel auf die Weltmärkte pumpen damit in Zukunft das Oel und damit die Energie für JEDEN MENSCHEN auf dieser Welt bezahlbar bleibt und wird!
    Die Mafia der Opec hat ausgedient. Es lebe die Freiheit der Markt Gesellschaft für billiges Oel/Energie zum WOHLE DER MENSCHHEIT!

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