Ölpreis
Krise im Jemen lässt Preise steigen

Der Konflikt im Jemen hat am Freitag für steigende Ölpreise gesorgt. Besonders die Nordseesorte Brent zog weiter deutlich an. Experten warnten jedoch vor von den Anlegern vernachlässigten Risiken.
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SingapurDie Kämpfe im Jemen haben am Freitag für steigende Ölpreise gesorgt. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um bis zu 1,3 Prozent auf 65,69 Dollar je Barrel (159 Liter), das war der höchste Stand seit Mitte Dezember.

Allein in diesem Monat legte der Preis für Brent um knapp 17 Prozent zu. US-Leichtöl der Sorte WTI stieg zeitweise um 0,4 Prozent auf 57,95 Dollar. Anleger fürchteten angesichts der Unruhen in der Region um die Sicherheit der Öltransporte.

„Man kann für den jüngsten Ölpreisanstieg viele Erklärungen finden: die Dollar-Schwäche, die Anlegernot infolge niedriger Zinsen, anhaltende Kämpfe im Jemen oder den Rückgang der US-Ölproduktion“, hieß es bei der Commerzbank.

Dennoch mahnten die Experten zur Vorsicht. Der Markt ignoriere komplett das Risiko, sollten der Iran und Libyen auf den Ölmarkt zurückkehren. „Sollten aber beide Länder ihre jeweiligen Produktionsquoten von vor der Krise wieder erreichen, würde mit einem Anstieg der Produktion um bis zu zwei Millionen Barrel täglich der Nachfrageanstieg für die nächsten zwei Jahre nahezu vollständig ausgeglichen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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