Ölpreis-Rekord
Anleger schichten von Dollar in Rohstoffe um

Der Ölpreis hat einen neuen Rekord von 102,08 Dollar je Barrel (159 Liter) erreicht. Als Hauptursache für den Preissprung nannten Händler am Mittwoch den Verfall des Dollarkurses. Große Anleger würden deshalb Geld in inflationssichere Rochstoffe wie Öl oder Gold übertragen.

HB HAMBURG/NEW YORK. Der Dollar war in der Nacht auf Donnerstag auf einen neuen Tiefstand zum Euro gefallen. Traditionell führen fallende Dollarkurse zu höheren Ölpreisen.

Die USA als größter Energieverbraucher der Welt sind nach Ansicht vieler Wirtschaftsforscher auf dem Weg in eine Wirtschaftskrise. Das könnte zu einem Rückgang des Ölverbrauchs und damit zu sinkenden Preisen führen. Allerdings rechnen viele Beobachter mit steigendem Verbrauch in anderen Regionen, etwa Asien, die US-Einsparungen wieder wettmachen und womöglich sogar überbieten könnten.

Der für Europa wichtige Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent stieg ebenfalls, auf zeitweise 100,88 Dollar. Den hohen Ölpreis bekommen die Verbraucher in Deutschland zu spüren. Für Heizöl mussten die Kunden bereits letzte Woche so viel bezahlen wie nie zuvor. 100 Liter kosteten nach Berechnungen des Energie Informationsdienst (EID) aus der Vorwoche im Bundesschnitt etwa 77,50 Euro.

Der Ölpreis wird seit Jahren vom steigenden weltweiten Verbrauch in die Höhe getrieben, vor allem der Boom in China sorgt für kräftige Nachfrage. Gleichzeitig stützen viele geopolitische Sorgen den hohen Ölpreis: Spannungen zwischen dem Westen und dem Groß-Förderer Iran, Unruhen und Attentate im ölreichen Irak, Rebellenangriffe auf Pumpanlagen in Nigeria.

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