Ölpreis-Rekord
Spediteure ächzen unter hohen Spritpreisen

Der Ölpreis kennt nur einen Weg: nach oben. Am Montag erreichte er schon wieder einen Rekordwert. Die Folgen bekommen vor allem Autofahrer und Spediteure zu spüren. Der Gütertransport in Deutschland hat sich deutlich verteuert.

HB HAMBURG. Der Ölpreis kennt nur einen Weg: nach oben. Am Montag übersprang er die Marke von 143 Dollar und erreichte einen Rekordwert. Ein Barrel (159 Liter) Leichtöl kostete im elektronischen Handel der New Yorker Börse zeitweise 143,67 Dollar. Experten nannten als Grund vor allem die Dollarschwäche und politische Spannungen. Die hohen Öl- und Treibstoffspreise schlagen inzwischen kräftig auf die Kosten des Gütertransports in Deutschland durch.

Nach seinem neuen Höchststand gab der Ölpreis am Montag zunächst leicht nach und lag zeitweise bei 143,52 Dollar. Selbst das war ein Plus von 3,31 Dollar gegenüber dem Vortag. Das für die Versorgung in Europa wichtige Nordseeöl der Sorte Brent kletterte an der Börse in London um 3,44 Dollar auf 143,75 Dollar je Barrel.

Nach Ansicht von Experten treiben die Erwartungen, der Dollar könnte noch schwächer werden, Investoren verstärkt in den Ölmarkt. Preistreibend wirkten auch internationale politische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran. Der weltweit viertgrößte Ölexporteur hatte Berichten zufolge angekündigt, bei einem möglichen Angriff seinerseits Israel zu attackieren sowie eine Haupttransportachse für Öl im Golf zu kontrollieren.

Getrieben wird der Ölpreis derzeit auch von Spekulationen über einen Preisanstieg auf bis zu 170 Dollar in diesem Sommer. Am vergangenen Freitag hatte er seinen bisherigen Rekord von 142,99 Dollar erreicht.

Vor dem Hintergrund des teuren Öls stiegen in Deutschland die Preise von Verkehrs- und Logistikanbietern deutlich. Gütertransporte auf der Straße verteuerten sich im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Branchendurchschnitt um drei Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Transporte auf der Schiene wurden demnach 4,5 Prozent teurer, auf See sogar 8,7 Prozent. Der Frachtumschlag verteuerte sich um 4,6 Prozent.

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