Ölpreis und Aktien: Der Ölmarkt probt die Wende

Ölpreis und Aktien
Der Ölmarkt probt die Wende

Der Jahresauftakt ging kräftig daneben. Im Januar stürzten Ölpreise und die Aktienkurse parallel ab. Ein solcher Gleichlauf der Märkte ist selten. Doch die Zeit der Doppelbelastung für Anleger dürfte bald vorbei sein.
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Frankfurt am MainStellen Sie sich vor, Sie würden beim Ölkauf nichts bezahlen müssen. Der Verkäufer würde Ihnen sogar noch Geld dafür geben, dass er die Ware los ist. Das halten Sie für Utopie? Zumindest unter Ölanalysten spielten mit diesem Gedanken. Verrückte Welt? Die Stimmung muss katastrophal sein, wenn eine so irre Idee kursiert.

Im vergangenen April kostete ein Barrel des wichtigsten Energierohstoffs an den Terminmärkten noch über 70 Dollar je Barrel. Am 20. Januar waren die 159 Liter der Nordseemarke Brent für 27 Dollar zu haben. Es war das vorläufige Tief der Talfahrt. Preisschwankungen von mehreren Prozent am Tag waren die Regel. Der Markt schien außer Kontrolle.

Anleger sahen im Debakel ein Zeichen der schlechten Konjunkturlage in China und damit auch der globalen Wirtschaft. Andere sorgten sich um die Bonität von Anleiheemittenten wie Energieunternehmen Ölförderländern. Eine dritte Gruppe sorgte sich um die Zukunft der wichtigen Energiebranche in den USA. Zu guter Letzt könnten auch manche im Ölsektor engagierten Investoren zum Auflösen von Vermögensbeständen gezwungen sein.

Deshalb stürzten im Januar die Aktienkurse parallel zu den Ölpreisen. Der Deutsche Aktienindex beispielsweise verlor im Januar elf Prozent, vom Hoch im vergangenen April bis zum Tief vor zwei Wochen sogar 23 Prozent.

William de Viljder, Chefökonom der französischen Bank BNP Paribas, untersuchte den ungewöhnlichen Gleichklang. Das komme sehr selten vor, rechnete er aus. In der Vergangenheit hätten sich Öl und Aktien in solchen Fällen zügig entkoppelt, seien wieder unterschiedliche Wege gegangen.

Erste Anzeichen dafür könnte es bereits geben. Der Ölpreis scheint sich zu stabilisieren. Das Barrel der Nordseesorte Brent kostet inzwischen wieder mehr als 35 Dollar und damit ein Viertel mehr als am erwähnten Tief. Gestützt wird der Comeback-Versuch durch Spekulationen, dass Russland mit anderen Erdöl exportierenden Staaten über mögliche Produktionskürzungen reden will.

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  • Hätten bis dato alle "etablierten" Parteien bei der Polizei nicht so gnadenlos den Rotstift angesetzt, gäbe es derzeit auch genügend Polizei, welche das Gewaltmonopol inne hat und den Bürgern das wichtige Sicherheitsgefühl gibt.

    Jetzt gibt es no-go areas, wo der widerliche Mob das Sagen hat, wen wundert es da, dass der redliche Bürger dann rechtsaußen wählt, da von den "Etablierten" kein Politiker die Ängste ernst nimmt !!

  • @Herr Robbie McGuire

    Wie wollen Sie dann illegale Grenzübertritte verhindern? Alle rein in's Boot bis es untergeht?

    Wissen die Asylanten, dass nicht geschossen werden darf, haben sie nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall werden sie in Deutschland eingesperrt und wieder ausgewiesen. Danach können Sie es dann wieder probieren und wieder und wieder...

    Alleine die Möglichkeit des Schußwaffengebrauchs schreckt ab! Bestes Beispiel die DDR. Hätte es dort ein Schußwaffenverbot gegeben, wäre die Wiedervereinigung Jahrzehnte früher erfolgt.

  • Dem (Oel) Verbraucher steht der (Oel) Produzent gegenueber. Die Kosten der Produktion belaufen sich, je nachdem wie schwierig es ist diverse Vorkommen auszubeuten, auf $10 - $90 pro Fass.
    Weiterhin ist Oel ein relativ inelastisches Gut. Ist Kaviar billig, dann esse ich mehr Kaviar. Ist Oel/Benzin billig dann drehe ich auf meinem Heimweg im Berufsverkehr nicht noch freiwillig ein paar Runden. Das heisst, ist der Bedarf gedeckt geht es mit dem Preis rapide abwaerts. Gleiches ist natuerlich wahr in umgekehrter Richtung.
    Produzenten die zur Zeit unter dem Marktwert produzieren (Fracking, Oelschiefer) werden mittelfristig aus dem Markt ausscheiden, das Angebot wird sich verringern bis der Preis wieder ein Gleichgewicht erreicht. Ich schaetze so zwischen 50 - 70 pro Fass weil von da an Fracking und Oelschiefer gewinnbringend abgebaut werden koennen.

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