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Ölpreise auf Rekordniveau - Bündel preistreibender Nachrichten

Die Ölpreise sind am Montag in London und New York auf neue Höchststände gestiegen. Am Warenterminmarkt Nymex kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) in der Spitze bis auf 49,74 Dollar. Damit übertraf die Notierung ihre alte Höchstmarke vom 20. August um 34 Cent. Sie näherte sich damit der von vielen Ölhändlern schon bald erwarteten Rekordmarke von über 50 Dollar. Im Vergleich zum Freitag kletterte der Ölpreis zuletzt um 72 Cent auf 49,55 Dollar.

dpa-afx NEW YORK/LONDON. Die Ölpreise sind am Montag in London und New York auf neue Höchststände gestiegen. Am Warenterminmarkt Nymex kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) in der Spitze bis auf 49,74 Dollar. Damit übertraf die Notierung ihre alte Höchstmarke vom 20. August um 34 Cent. Sie näherte sich damit der von vielen Ölhändlern schon bald erwarteten Rekordmarke von über 50 Dollar. Im Vergleich zum Freitag kletterte der Ölpreis zuletzt um 72 Cent auf 49,55 Dollar.

In London stieg der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November erstmals über 46 Dollar. In der Spitze legte die Notierung bis auf 46,28 Dollar zu. Zuletzt lag die Notierung mit 46,08 Dollar wieder etwas unter dem Rekordstand.

Ungelöster Steuerkonflikt BEI Yukos

Die US-Ölpreise sind seit Anfang vergangener Woche um mehr als acht Prozent in die Höhe geschossen. Sie haben acht Tage in Folge zugelegt. Neue Unruhen in Nigeria sowie die Produktions- und Liefereinbußen im Golf von Mexiko waren die Hauptursachen für den jüngsten Anstieg.

Preistreibend ausgewirkt haben sich auch rückläufige US-Ölreserven, die Angst vor neuen Anschlägen auf Ölanlagen im Irak und Schießereien in Saudi Arabien. Hinzu kam der ungelöste Steuerkonflikt bei dem größten russischen Ölexporteur Yukos , der die russischen Ölausfuhren behindern könnte.

Hurrikan 'Ivan'

Hurrikan "Ivan" hatte mehrere Bohrinseln im Golf von Mexiko beschädigt und zeitweise einen riesigen Ölimporthafen sowie zahlreiche Raffinerien an der Golfküste lahm gelegt. Seine Nachwehen waren eine der Hauptursachen für den starken Preisanstieg. Dagegen wirkte sich der am Sonntag zu einem tropischen Sturm herabgestufte jüngste Hurrikan "Jeanne" nicht aus, weil er die Öl- und Erdgasgebiete im westlichen Golf von Mexiko nicht beeinträchtigt hatte.

Die US-Ölreserven - die Regierung leiht derzeit Öl an Raffinerien aus - sind in der vergangenen Berichtswoche um 9,1 Mill. auf 269,5 Mill. Barrel gefallen. Das war der niedrigste Stand seit annähernd 29 Jahren. Die Hedgefonds, die sich in den vergangenen Wochen in den Ölmärkten stark zurückgehalten hatten, sind jetzt nach jüngsten US-Zahlen wieder mit verstärkten Käufen dabei. Hinzu kommt ein baldiger verstärkter Rohölbedarf der Raffinerien in Vorbereitung auf die Heizölsaison für den kommenden Winter.

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