Ölpreise
Die Talfahrt geht weiter

Kein Ende des Preisverfalls: Auch am Mittwoch sinken die Ölpreise weiter, in den vergangenen vier Monaten sind sie bereits um rund 25 Prozent gesunken. Grund dafür ist nicht nur das weltweit hohe Angebot.
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SingapurAm Ölmarkt setzt sich der Preisverfall fort. Nach wie vor gibt es keine Anzeichen, dass sich das mächtige Ölkartell Opec auf eine Produktionskürzung verständigen kann. Am Mittwochmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 82,39 US-Dollar. Das waren 43 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI sank um 16 Cent auf 77,03 Dollar.

In den vergangenen vier Monaten sind die Ölpreise um etwa 25 Prozent abgesackt. Wichtigster Grund ist das hohe Angebot, das spürbar über der Nachfrage liegt. Die Opec kann sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen.

Experten verweisen auf einen sich abzeichnenden Preiskampf innerhalb des Kartells sowie zwischen der Opec und amerikanischen Schieferölproduzenten. Der Fracking-Boom in den USA ist mit ausschlaggebend für die Talfahrt der Ölpreise.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist ziemlich naiv. Denn es ist wichtig zu wissen was die fehlenden Geldströme aus diesen Verkäufe auslösen können.

    Wenn die Öl exportierenden Staaten in Bedrängniss geraten und Geld brauchen, können sich die zufliessenden Geldströme in abfliessen Geldströme umwandeln wenn Guthaben und andere Anlagen aus den westlichen Banken abgezogen werden.

    Ich glaube dass unser Bankensystem eher ein Problem damit bekommt als die "Diktatoren" oder "Despoten" wie man sie halt im Westen so nennt.

  • Es bleibt zu hoffen, dass der Ölpreis noch weiter so rasant fällt, um Despoten in Südamerika und Russland einmal dahingehend in die Schranken zu weisen, dass man Öl nicht als politisches Druckmittel einsetzen sollte.

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