Ölpreise fallen weiter
Sorgen um Chinas Konjunktur belasten Ölmarkt

Der Verfall der Ölpreise geht zu Beginn der neuen Woche ungebremst weiter. In den USA sind ungeachtet der fallenden Preise neue Bohranlagen in Betrieb genommen worden. Auch China bereitet Anlegern Kopfschmerzen.
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SingapurDie Ölpreise haben am Montag an die Talfahrt der vergangenen Handelstage angeknüpft und weiter leicht nachgegeben. Das Nordsee-Öl Brent verbilligte sich um bis zu 0,8 Prozent auf ein Sechseinhalb-Monats-Tief von 48,24 Dollar je Fass. WTI wurde zeitweise 1,2 Prozent schwächer bei 43,35 Dollar gehandelt - das war der niedrigste Stand seit knapp fünf Monaten.

Händler erklärten die fallenden Ölpreise mit einem Anstieg der Bohrlöcher in den USA. Nach Angaben des führenden Öl-Ausrüsters Baker Hughes vom vergangenen Freitag ist die Zahl der Bohranlagen um sechs auf 670 gestiegen. Dies sei der dritte Anstieg in Folge gewesen. Ein Zuwachs an Förderanlagen deutet auf ein höheres Angebot hin und belastet die Ölpreise. Unterdessen haben mit der Societe Generale und JPMorgan weitere führende Banken ihre Prognosen für die Ölpreise gesenkt.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben den Ölpreis am Montag ebenfalls belastet. Anleger fürchten zunehmend einen Schwächeanfall der chinesischen Wirtschaft. Die Volksrepublik ist einer der größten Verbraucher von Industrierohstoffen wie Öl oder Kupfer. Die Daten vom Wochenende machten den Markt ein wenig unsicher, sagte Mark Pervan, Rohstoffstratege von ANZ in Melbourne. Der Kupferpreis fiel zeitweise um 1,1 Prozent auf ein frisches Sechs-Jahres-Tief von 5118 Dollar je Tonne. Die Ausfuhren Chinas brachen im Juli stärker als von Ökonomen erwartet ein. Zudem fielen die Erzeugerpreise deutlich.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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