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Ölpreise leicht unter Rekordmarken - Gestiegene US-Lagervorräte

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag leicht unterhalb der jüngsten Rekordmarken gehalten. Der Preis für Rohöl zur Novemberauslieferung gab im frühen elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex zunächst um 30 Cents auf 49,30 Dollar je Barrel (159 Liter) nach, um dann wieder auf 49,80 Dollar anzuziehen. Der Preis war am Vortag um 0,8 Prozent gefallen. Dies war der erste Rückgang seit zwei Wochen. Der US-Ölpreis hatte am Dienstag mit 50,47 Dollar ein neues Rekordhoch verbucht.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Die Ölpreise haben sich am Donnerstag leicht unterhalb der jüngsten Rekordmarken gehalten. Der Preis für Rohöl zur Novemberauslieferung gab im frühen elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex zunächst um 30 Cents auf 49,30 Dollar je Barrel (159 Liter) nach, um dann wieder auf 49,80 Dollar anzuziehen. Der Preis war am Vortag um 0,8 Prozent gefallen. Dies war der erste Rückgang seit zwei Wochen. Der US-Ölpreis hatte am Dienstag mit 50,47 Dollar ein neues Rekordhoch verbucht.

In London pendelte der Ölpreis für die Nordseesorte Brent um die 46 Dollar je Barrel, nach einem Rekordhoch am Dienstag von 46,72 Dollar. Ausschlaggebend für die Abwärtsbewegung der Ölpreise war vor allem ein unerwarteter Anstieg der US-Ölreserven in der vergangenen Berichtswoche um 3,4 Mill. Barrel auf 272,9 Mill. Barrel. Die amerikanischen Ölimporte erhöhten sich um 17 Prozent auf 9,9 Mill. Barrel. Ölexperten hatten wegen der Nachwehen des Hurrikans "Ivan" im Golf von Mexiko mit geringeren US-Ölreserven gerechnet. Inzwischen sind auch 3,5 Mill. Barrel Öl aus der strategischen US-Ölreserve an drei Firmen freigegeben worden, um Versorgungsengpässe in Folge des Wirbelsturms zu umgehen.

Konflikt IM Niger-Delta Entspannt Sich Etwas

Zudem hatte Saudi-Arabien angekündigt, seine Produktionskapazität von 9,5 Mill. Barrel pro Tag auf elf Mill. Barrel zu erhöhen. Außerdem scheint sich die Lage im Ölförderland Nigeria nach Darstellung von Ölhändlern etwas zu entspannen. Auch der von Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ermittelte Rohöl-Korbpreis hat sich von seinem Rekordhoch etwas entfernt. Der sieben Sorten Preis sei am Vortag um 0,41 auf 43,13 Dollar je Barrel (159 Liter) gefallen, teilte das Opec-Sekretariat in Wien am Donnerstag mit. Zu den Gründen wurde ebenfalls die Entspannung der Situation in Nigeria gezählt.

Beim Konflikt im Erdölgebiet des Niger-Deltas hat die nigerianische Regierung mit den militanten Separatisten einen Waffenstillstand vereinbart, wie beide Seiten bestätigten. Allerdings nahm die führende Rebellengruppe ihre Drohung nicht zurück, von diesem Freitag an ausländische Erdölförderanlagen zu überfallen. Der Konzern Royal Dutch Shell hat deshalb eine Förderanlage im Niger- Delta geschlossen.

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