Ölpreise Ölpreise rühren sich kaum

Nach den Abschlägen in den vergangenen Tagen hat der Ölpreis am Freitag sich wieder stabilisiert. Ausschläge nach oben oder unten gab es kaum. Insgesamt seien die Preise für den Rohstoff festgefahren, sagen Händler.
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Wegen Produktions- und Lagerdaten waren die Ölpreise am Mittwoch unter Druck geraten. Am Freitag notieren sie wieder fester. Quelle: ap
Raffinerie

Wegen Produktions- und Lagerdaten waren die Ölpreise am Mittwoch unter Druck geraten. Am Freitag notieren sie wieder fester.

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SingapurDie Ölpreise haben sich am Freitag kaum bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete im frühen Handel 63,43 US-Dollar und damit 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 3 Cent auf 59,73 Dollar. Damit wurden die Abschläge der beiden vergangenen Tagen nicht wieder wettgemacht. Die Ölpreise waren am Mittwoch nach aktuellen Produktions- und Lagerdaten aus den USA unter Druck geraten.

Insgesamt notiere Öl seit April in einem festgefahrenen Preisbereich, sagten Händler. Nach den turbulenten Herbst- und Wintermonaten sei die Schwankungsanfälligkeit zurückgegangen.

Der betrogene Kunde
Erdölförderung
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Öl ist momentan so billig wie lange nicht. Zwar hat sich der Preis zuletzt etwas stabilisiert, im vergangenen Jahr im Juni war Öl aber noch rund 40 Prozent teurer.

Zapfhahn
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An der Tankstelle hat sich der Preissturzes beim Öl bereits ausgewirkt, Diesel und Benzin sind deutlich günstiger geworden. Allerdings nicht so stark wie es möglich gewesen wäre...

Verbraucherzentrale
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Die Verbraucherzentrale hat eine Studie in Auftrag gegeben, um zu untersuchen, wie stark Verbraucher von den niedrigeren Ölpreise profitiert haben. Ergebnis: Bei vielen Produkte war der Effekt gering. „Allein an der Tankstelle und beim Heizen hätte ein durchschnittlicher Haushalt etwa 15 Euro im Monat sparen können, wenn die gesunkenen Rohstoffpreise vollständig weitergegeben worden wären“, sagt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband. Und auch bei anderen Produkten kam vom Ölpreissturz nur wenig bei Verbrauchern an.

Bierkrüge
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Der Preis für einen Liter Bier hätte zum Beispiel zwischen Januar 2014 und Januar 2015 um 14 Cent sinken können, hat das Hamburger Forschungsbüro Energy Comment, das die Studie für die Verbraucherzentrale erstellt hat, berechnet. In Wirklichkeit stieg der Preis für Bier in diesem Zeitraum sogar.

Reis
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Reis hätte durch die niedrigeren Ölpreise ebenfalls billiger werden müssen, vor allem weil die Transportkosten gesunken sind. Bei einem Kilo Reis aus Thailand macht das laut der Studie immerhin 18 Cent aus.

Laptop
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Bei Laptops, die meistens in Asien gefertigt werden, sollten sich eigentlich auch die niedrigeren Transportkosten bemerkbar machen: Um 1,68 Euro hätte der durchschnittliche Preis für einen Laptop laut Verbraucherzentrale sinken sollen.

Teelicht
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Eine 1,5 Kilogramm-Packung Teelichter hätte 29 Cent billiger sein können. Auf den ersten Blick sind das zwar nur kleine Beträge, auf ein Jahr gesehen können sie aber trotzdem einen Unterschied machen. „2014 sind dadurch ungerechtfertigte Mehrkosten von rund 100 Euro pro Haushalt entstanden“, sagt etwa Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen.

  • dpa
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