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Ölpreise setzen Rekordjagd ungebremst fort - Opec machtlos

Der Höhenflug der Ölpreise hat sich am Dienstag wegen der Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen ungebremst fortgesetzt. In London kletterte der November-Future über ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit 46,60 Dollar auf ein Rekordhoch. Die alte Rekordmarke vom Vortag wurde damit um 32 Cent übertroffen. Allein seit vergangenem Dienstag ist der Ölpreis vier Dollar gestiegen.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Der Höhenflug der Ölpreise hat sich am Dienstag wegen der Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen ungebremst fortgesetzt. In London kletterte der November-Future über ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit 46,60 Dollar auf ein Rekordhoch. Die alte Rekordmarke vom Vortag wurde damit um 32 Cent übertroffen. Allein seit vergangenem Dienstag ist der Ölpreis vier Dollar gestiegen.

Auch der US-Ölpreis setzte mit einem Sprung über die 50-Dollar-Marke seine Rekordjagd im asiatischen Handel fort. In der Spitze kletterte der Preis für ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude mit Auslieferung November bis auf 50,47 Dollar. Bis zum frühen Mittag entfernte sich der Future mit 50,11 Dollar wieder leicht von dem Rekordstand.

Opec Machtlos

Als Gründe für den Höhenflug des Ölpreises machten Händler vor allem Ängste vor möglichen Versorgungsengpässen aus. "Die Hurrikans im Golf von Mexiko, die Unruhen in Nigeria und die nicht endende Gewalt im Irak liefern laufend neue Argumente für höhere Preise", sagte Analyst John Person von Infinity Brokerage Services.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) gestand am Dienstag ein, dass sie die Rekordjagd des Ölpreises derzeit nicht stoppen kann. "Im Augenblick kann die Opec nichts machen, um die Ölpreise einzudämmen", sagte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro in Jakarta. Für die neuen Rekordstände seien nicht Versorgungsprobleme verantwortlich. Der kontinuierliche Anstieg sei ein Risiko für die globale Wirtschaft.

Grasser: Kein Anlass ZUR Sorge FÜR Weltwirtschaft

Aus Sicht des österreichischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser gibt der drastische Anstieg der Ölpreise unterdessen keinen Anlass zur Sorge für die Weltwirtschaft. Er wünsche sich zwar auch eine andere Richtung bei den Ölpreisen. Auf Grund der gesunkenen Abhängigkeit Europas von der Ölpreisentwicklung in den vergangenen 30 Jahren gebe es aber keinen Anlass zur Sorge, dass der weltwirtschaftliche Aufschwung gefährdet sei, sagte Grasser in Berlin.

Der von der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ermittelte Rohöl-Korbpreis ist unterdessen auf den zweithöchsten Stand seit der Einführung gestiegen. Wie das Opec-Sekretariat in Wien mitteilte, betrug der Durchschnittspreis für sieben wichtige Rohölsorten am Montag 42,90 Dollar. Das waren 59 Cent mehr als am Freitag. Seinen höchsten Stand hatte der Ölpreis am 20. August 2004 mit 43,16 Dollar erreicht.

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