Ölpreise steigen

Rückgang der US-Förderung sorgt für Verteuerung

Wegen mangelnder Nachfrage bei gleichzeitig wachsendem Angebot hat sich der Ölpreis seit dem vergangenen Sommer in etwa halbiert. Spekulationen auf eine rückläufige US-Förderung sorgen nun für Auftrieb.
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Am weltweiten Überangebot ändert ein Rückgang der US-Förderung wenig, betonten die Analysten von JPMorgan. Schließlich steige die Ölförderung in Saudi-Arabien und dem Irak. Quelle: dpa
Ölfeld in Saudi-Arabien

Am weltweiten Überangebot ändert ein Rückgang der US-Förderung wenig, betonten die Analysten von JPMorgan. Schließlich steige die Ölförderung in Saudi-Arabien und dem Irak.

(Foto: dpa)

Singapur/FrankfurtDie Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 58,45 US-Dollar und damit 52 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 51 Cent auf 52,42 Dollar zu.

In den USA scheint es erste Anzeichen dafür zu geben, dass sich der Ölpreisverfall und die damit verbundene Schließung von Bohrlöchern auf die Rohöl-Produktion auswirkt. Wie die US-Energiebehörde am Montag mitteilte, dürfte die Schieferöl-Förderung in wichtigen Bundesstaaten wie North Dakota im Mai erstmals seit dem Beginn des Fracking-Booms fallen.

Am weltweiten Überangebot ändere sich dadurch aber wenig, betonten die Analysten von JPMorgan. Schließlich steige die Ölförderung in Saudi-Arabien und dem Irak. Wegen mangelnder Nachfrage bei gleichzeitig wachsendem Angebot hat sich der Ölpreis seit dem vergangenen Sommer in etwa halbiert.

Anleger rätseln über Dauer des Ölpreisanstiegs

Ein weiterer Grund für die moderat steigenden Ölpreise ist auch, dass sich eine schnelle Aufhebung von Sanktionen gegen das Opec-Mitglied Iran nicht abzeichnet. Sollten die Handelsbeschränkungen gegenüber Teheran entfallen, könnte die weltweit verfügbare Ölmenge erneut stark ansteigen und die Preise entsprechend in den Keller treiben.

  • dpa
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