Devisen + Rohstoffe
Ölpreise wieder auf dem Vormarsch

Die amerikanischen Ölpreise haben am Donnerstag angesichts des andauernden Ausfalls zahlreicher Raffinerien sowie der gesamten Ölförderung im Golf von Mexiko ihren Vormarsch fortgesetzt.

dpa-afx NEW YORK. Die amerikanischen Ölpreise haben am Donnerstag angesichts des andauernden Ausfalls zahlreicher Raffinerien sowie der gesamten Ölförderung im Golf von Mexiko ihren Vormarsch fortgesetzt.

Rohöl zur Auslieferung im November legte im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um 0,53 Prozent auf 66,70 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Erdgas, das am Vortag wegen der Sorge über die Versorgungslage im Herbst und Winter bereits um fast zehn Prozent in die Höhe geschossen war, verteuerte sich nochmals um ein Prozent. Der Preis von Heizöl war nach einem kräftigen Anstieg am Vortag fast unverändert.

Nach Angaben der zuständigen US-Behörde MMS lag die Ölförderung im Golf von Mexiko, dem wichtigsten US-Fördergebiet, im Gefolge des Hurrikans "Rita" noch vollständig brach, und die Erdgasförderung zu 80,3 Prozent. Es waren noch immer 72 Prozent der bemannten Ölplattformen und 48 Prozent der bemannten Bohrinseln evakuiert. Es seien bis zu 48 dieser Anlagen im Golf von Mexiko vermisst, beschädigt oder von ihren Verankerungen losgerissen.

Noch vier Raffinerien Ausser Betrieb

Nach Angaben der Energie-Informations-Behörde waren von 16 Raffinerien, die vor dem Eintreffen von "Rita" stillgelegt waren, noch immer acht ganz außer Betrieb, zwei sollten wieder gestartet werden und sechs seien wieder in Betrieb.

Seit dem Hurrikan "Katrina" befinden sich außerdem noch vier Raffinerien im Gebiet von New Orleans außer Betrieb. Somit stünden noch Raffinerien mit einer Gesamtkapazität von 3,5 Mill. Barrel still. Solange die Raffinerien geschlossen seien, fehlten täglich 1,5 Mill. Barrel Benzin, 800 000 Barrel Destillat-Produkte - Diesel und Heizöl - sowie 400 000 Barrel Flugbenzin. Es waren nach Angaben des US-Energieministeriums auch noch 945 500 Haushalte in Texas, Louisiana, Arkansas und Mississippi ohne Strom.

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