Ölpreisrutsch: Commerzbank sieht Brent bei 45 Dollar

Ölpreisrutsch
Commerzbank sieht Brent bei 45 Dollar

Der Ölpreis hat eine verlustreiche Woche erlebt, doch es könnte noch tiefer gehen: Analysten der Commerzbank glauben, dass die Talfahrt noch nicht zu Ende ist. Der Preis der Sorte Brent könnte auf 45 Dollar fallen.
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FrankfurtDie Talfahrt der Ölpreise ist nach Ansicht der Commerzbank noch nicht zu Ende. „Wir haben aufgrund des anhaltenden Preiskampfes und des dadurch resultierenden Überangebots unsere Ölpreisprognose für Brent im ersten Quartal von 65 auf 45 Dollar je Barrel gesenkt“, schrieben die Analysten am Freitag in einer Studie. Kurzfristig könne auch ein Preisrückgang auf 40 Dollar nicht ausgeschlossen werden.

In der zweiten Jahreshälfte erwarten die Commerzbank-Experten eine merkliche Preiserholung. In dieser Zeit sei die Nachfrage saisonbedingt deutlich höher. Das Überangebot dürfte dadurch absorbiert werden. Bis zum Jahresende rechnen die Analysten mit einem Preisanstieg auf 75 Dollar je Barrel, bislang waren sie von 80 Dollar ausgegangen.

Das weltweite Überangebot bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage hat den Ölpreisen am Freitag erneut zugesetzt. Der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent sank um bis zu 1,3 Prozent auf 50,32 Dollar je Barrel. Am Mittwoch war Brent erstmals seit fast sechs Jahren unter die Marke von 50 Dollar je Fass gerutscht. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 48,60 Dollar. Damit stehen Brent und WTI vor der siebten Woche in Folge mit Verlusten. Seit Mitte 2014 haben sich die Preise mehr als halbiert.

Saudi-Arabien und seine Opec-Partner zeigten laut Experten weiter keine Bereitschaft, die Produktion zu kürzen. „Wir haben aufgrund des anhaltenden Preiskampfes und des dadurch resultierenden Überangebots unsere Ölpreisprognose für Brent im ersten Quartal von 65 auf 45 Dollar je Barrel gesenkt“, erklärten die Commerzbank-Analysten. Kurzfristig könne auch ein Preisrückgang auf 40 Dollar nicht ausgeschlossen werden.

Andere Experten verwiesen auch auf die jüngsten Konjunkturdaten aus China, die eine anhaltende Schwäche beim größten Energie-Konsumenten der Welt signalisierten. „Es ist wieder eine schlechte Woche für den Ölmarkt und eine Spiegelbild der schlechten Nachrichten“, sagte ein Analyst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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