Ölpreisverfall
Her mit dem Geld!

USA

Die Ölkonzerne der USA sind alles andere als begeistert. „In einer Zeit, da die Ölunternehmen ihre schwierigste finanzielle Krise der vergangenen 25 Jahre durchwandern, macht es wenig Sinn, ihnen noch mehr Kosten aufzubürden“, beklagt ein Sprecher für die Independent Petroleum Association of America, einer Lobbyvereinigung, den Obamas Vorschlag.

Auch viele US-Verbraucher zürnen. Der Grund ist simpel: Obwohl der Präsident die Konzerne besteuern will, müsse am Ende sowieso der Verbraucher die Zeche zahlen, heißt es. Zwischen „F*** Obama“ oder „More Stupidity“ gehören Kommentare wie „Es sollten alle, die zweimal Obama gewählt haben, zehn Dollar Steuer bezahlen“, noch zu den moderaten Tönen.

Dabei sind die Amerikaner bislang äußerst verwöhnt von günstigen Spritpreisen. Laut Statistikbehörde des US Energieministeriums kostet ein Liter Benzin Anfang Februar im Schnitt 48 Dollar-Cent, ein Liter Diesel 54 Dollar-Cent.

Steuerfrei sind die übrigens nicht. Schon jetzt müssen die Amerikaner Abgaben zahlen. Bundesweit werden je Liter Benzin 18,40 Dollar-Cent, 24,40 je Liter Diesel an Steuern erhoben (Stand 1. Juli 2015). Hinzu kommen zusätzliche Belastungen durch die Gesetze der einzelnen Bundesstaaten.

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