Ölproduktion deutlich heruntergefahren
Tropensturm „Claudette“ lässt Ölpreis anziehen

Der nahende Tropensturm Claudette hat sich massiv auf den Ölpreis ausgewirkt. Öl- und Gasfördereinrichtungen im Golf von Mexiko wurden stillgelegt, so dass der Ölpreis am Freitag den vierten Tag in Folge deutlich in Richtung 30 Dollar anzog.

Reuters NEW YORK. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee- Sorte Brent zur Lieferung im August wurden am Abend mit 29,37 Dollar 49 US-Cent mehr als am Vortag bezahlt. Der Ölpreis hatte sich zuletzt vor Beginn des Irak-Krieges im März auf diesem Niveau bewegt. Leichtes US-Öl verteuerte sich ebenfalls um 49 Cent auf 31,55 Dollar.

Händlern zufolge befürchten die Marktteilnehmer, dass der Sturm die Raffinerien an der Golfküste von Texas und Louisiana beschädigt und es damit angesichts der ohnehin knappen US-Energievorräte während der verbrauchsintensiven Sommersaison zu Versorgungsengpässen in den USA kommen könnte. Die Befürchtungen wurden durch die Mitteilung des Ölkonzerns Shell bestärkt, er habe eine Reihe von Öl- und Gasförderanlagen im Golf von Mexiko stillgelegt. Andere Energiekonzerne wie BP, Marathon Oil und Exxon reduzierten die Belegschaft auf den Anlagen auf das Allernotwendigste.

Der Anstieg der Ölpreise sei zudem durch den jüngsten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) unterstützt worden, sagten Händler. Diese hat ihre Prognose für den Ölverbrauch der Industriestaaten im dritten Quartal nach oben revidiert. Nach Einschätzung der IEA besteht damit kaum ein Grund für eine Drosselung von Ölförderung und -Export der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Die Opec will Ende Juli erneut über ihre Preis- und Mengenpolitik beraten.

Analyst Kevin Norrish von Barclays Capital kommentierte den IEA-Bericht mit den Worten: „Was sich aus dem Bericht herauslesen lässt ist, dass die Opec in einer Position ist, die Kontrolle über den Markt für den Rest des Jahres zu behalten“.

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