Ölreserven der USA sind gefallen
US-Ölpreis bewegt sich auf Rekordmarke zu

Der Preis für Rohöl zur Novemberauslieferung nähert sich der Rekordmarke von 50 Dollar. Am Montagmorgen ist der Preis je Barrel im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um 49 Cent oder ein Prozent auf auf 49,37 Dollar gestiegen.

HB NEW YORK. Der Ölpreis lag damit nur minimal unter seinem Rekordhoch von 49,40 Dollar je Barrel (ein Barrel = rund 159 Liter), das am 20. August verbucht worden war. Die US-Ölpreise sind seit Anfang vergangener Woche um mehr als acht Prozent in die Höhe geschossen. Sie haben acht Tage in Reihenfolge zugelegt.

Auch der Ölpreis in London erreichte am Montag ein Allzeithoch. Der Preis für ein Barrel der führenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im November sprang am Vormittag an der Londoner International Petroleum Exchange erstmals über die 46-Dollar-Marke und lag damit um 67 Cent über dem Niveau vom Vortag.

Preistreibend ausgewirkt haben sich starke Produktions- und Ölimportunterbrechungen im Golf von Mexiko, rückläufige US- Ölreserven, die Angst vor neuen Anschlägen auf Ölanlagen im Irak, Schießereien in Saudi Arabien und die Sorge über Rebellendrohungen in Nigeria. Hinzu kam der ungelöste Steuerkonflikt bei dem größten russischen Ölexporteur Yukos, der die russischen Ölausfuhren behindern könnte.

Hurrikan „Ivan“ hatte mehrere Bohrinseln im Golf von Mexiko beschädigt und zeitweise einen riesigen Ölimporthafen sowie zahlreiche Raffinerien an der Golfküste lahm gelegt. Seine Nachwehen waren eine der Hauptursachen für den starken Preisanstieg. Dagegen wirkte sich der am Sonntag zu einem tropischen Sturm herabgestufte jüngste Hurrikan „Jeanne“ nicht aus, weil er die Öl- und Erdgasgebiete im westlichen Golf von Mexiko nicht beeinträchtigt hatte.

Die US-Ölreserven - die Regierung leiht derzeit Öl an Raffinerien aus - sind in der vergangenen Berichtswoche um 9,1 Millionen auf 269,5 Millionen Barrel gefallen. Das war der niedrigste Stand seit 29 Jahren. Die Hedgefonds, die sich in den vergangenen Wochen in den Ölmärkten stark zurückgehalten hatten, sind jetzt nach jüngsten US- Zahlen wieder mit verstärkten Käufen dabei. Hinzu kommt ein baldiger verstärkter Rohölbedarf der Raffinerien in Vorbereitung auf die Heizölsaison für den kommenden Winter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%