Opec-Entscheidung wirkt nach
Öl teurer: Brand an irakischer Pipeline

Ein Brand an einer Ölpipeline im Nordirak hat nach Angaben von Händlern am Freitag die Ölpreise um rund einen Dollar steigen lassen. Marktteilnehmer fürchten, dass derartige Zwischenfälle die vollständige Wiederherstellung der irakischen Öllieferungen beeinträchtigen und damit zu einer Verknappung des Ölangebots führen könnten.

rtr NEW YORK. Der Preis für einen Barrel (rund 159 Liter) der marktführenden Sorte Brent zur Lieferung im September verteuerte sich bis zum Abend in London um 1,15 Dollar auf 29,52 Dollar. Auch der Preis für US-Öl stieg um mehr als einen Dollar auf fast 32 Dollar je Barrel. Händler sagten, auch die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) vom Donnerstag für unveränderte Fördermengen habe sich verzögert am Markt ausgewirkt.

Im Nordirak bemühten sich indes Feuerwehrleute vergeblich, das Feuer an der Pipeline zu löschen. Die Pipeline verläuft in der Nähe der größten Raffinerie des Landes zwischen den Städten Baidschi und Tikrit - der Heimatstadt des entmachteten irakischen Präsidenten Saddam Hussein. Das Feuer war bereits vor mehr als zwölf Stunden ausgebrochen, wie ein US-Sprecher im Irak mitteilte. Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, das Feuer sei nach einer Explosion ausgebrochen. Anwohner machten Saboteure für den Zwischenfall verantwortlich.

Die irakische Ölproduktion beläuft sich bislang auf rund eine Million Barrel täglich - vor dem Irak-Krieg waren es noch 2,8 Mill. Barrel täglich. Sabotage und Schäden in Folge von Kämpfen haben die Bemühungen um die vollständige Wiederherstellung der Öllieferungen aus dem Irak beeinträchtigt.

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