Opec-Herbsttreffen
Förderquoten dürften unangetastet bleiben

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) wird ihre Rohöl-Förderquoten voraussichtlich weiter unverändert lassen. Seit Ende 2008 hat sich Quote nicht mehr verändert. Die Nachfrage nach Öl dürfte jedoch im kommenden Jahr anziehen.
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HB WIEN. "Im Prinzip sind alle zufrieden mit dem Preislevel", sagte Analyst Johannes Benigni im Vorfeld des Herbsttreffens der Opec-Öl - und Energieminister, das am Donnerstag in Wien stattfinden wird. Die Organisation hatte Ende 2008 zwei Mal die Fördermenge um insgesamt 4,2 Mio. Barrel auf 24,84 Mio. Barrel am Tag (ohne den Irak) gesenkt. Seither ist die Quote unverändert. Ein Barrel entspricht 159 Litern.

"Es gibt einen breiten Konsens auf dem Markt, dass die Rohölpreise auf dem derzeitigen Niveau dazu beitragen, adäquate Investitionen voranzutreiben während gleichzeitig der wirtschaftliche Aufschwung unterstützt wird", hieß es am Dienstag im jüngsten Ölmarktreport des Kartells.

Die Opec teilte weiter mit, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl in den ersten neun Monaten 2011 voraussichtlich höher sein wird, als bisher angenommen. Die Ölvorräte liegen bereits seit längerer Zeit auf einem hohen Level. Wenn die Bestände jedoch zurückgehen sollten, würde dies den Druck auf die Opec erhöhen und eventuell dazu führen, die Fördermengen künftig auszuweiten, sagte Jochen Hitzfeld, ein Analyst der Unicredit München, der dpa.

Der Opec-Korbpreis - ein Durchschnittspreis aus zwölf Rohölsorten - stieg am Anfang der Woche leicht auf 80,44 $, nach 79,95 $ am Freitag.

Der Organisation, die vor 50 Jahren in Bagdad gegründet wurde und heute rund ein Drittel der weltweiten Ölproduktion beherrscht, gehören Länder wie der Iran, Kuwait, Nigeria, Venezuela und Libyen an. Saudi Arabien gilt als Schwergewicht der Organisation. Das ölreiche Russland, das dem Kartell nicht angehört, ist weltweit Produktionsspitzenreiter.

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